EINFÜHRUNG ... September 2025

Einführung – Was passiert gerade in der Welt der KI? – Mit Michael Schmid – 16.09.2025

Der Einstieg in die Welt der KI …

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Zusammenfassung des Calls

Der Call diente als Einstieg in die KI-Strategieberater-Ausbildung und begann mit einer Vorstellung von Michael Schmid, seinem beruflichen Hintergrund in Trend- und Digitalberatung sowie seiner Tätigkeit als zertifizierter KI-Trainer. Er betonte die Bedeutung des Partnernetzwerks und der Zusammenarbeit mit Unternehmen.

Im Anschluss ging es um die Frage, wo die Teilnehmenden in ihrem persönlichen KI-Reifegrad stehen – vom Ausprobieren über erste Skalierungen bis hin zu Transformationen. Die schnelle, teils überfordernde Entwicklung der KI wurde hervorgehoben. Michael führte das Reifegradmodell ein, das von ersten Tool-Erfahrungen bis hin zu digitalen Mitarbeitenden reicht.

Darauf folgte ein historischer Abriss: von John MacCarthy (Begründer des Begriffs KI) über maschinelles Lernen, Deep Learning, NLP bis hin zu generativer KI. Verschiedene KI-Formen wurden erklärt: reaktive Systeme, schwache KI, lernende Systeme, generative und starke KI. Er ordnete die aktuelle Entwicklung zwischen generativer und starker KI ein. Sam Altmans Stufenmodell (von Reasonern bis zu selbstständig forschenden Systemen) wurde vorgestellt.

Michael zeigte die AI Navigator-Timeline, erläuterte die Dynamik seit 2022 und identifizierte drei Haupttreiber für den Aufschwung: wissenschaftliche Fortschritte, verfügbare Daten durch Internet/Digitalisierung und Chip-Innovationen.

Ein Blick auf die Bitkom-Studie verdeutlichte steigende Nutzung in Deutschland, aber mit deutlichen Reifeunterschieden zwischen Konzernen und KMU. Gartner prognostiziert eine Bewegung vom „Gipfel überzogener Erwartungen“ ins „Tal der Enttäuschungen“, was Michael als Chance für fundierte Implementierung sieht.

Die 16 Einflussfaktoren („Workable für Entscheider“) zur erfolgreichen KI-Einführung wurden vorgestellt: von Datenqualität, Rechenleistung, Sicherheit, Regulierung, Nachhaltigkeit und Fachkräftequalifikation bis hin zu Governance, Investitionen und Ökosystemen. Diskussionen der Teilnehmenden bestätigten Hemmnisse wie mangelnde Datenqualität, geringe Veränderungsbereitschaft und Ängste vor Kontrollverlust. Beispiele aus Branchen wie Steuerberatung, Medizin und Industrie unterstrichen die Herausforderungen.

Michael wies auf massive Investitionen in den USA hin (500 Mrd. US-Regierungsprogramm, Stargate-Projekt) und Europas Rückstand im Vergleich. Gleichzeitig sprach er mögliche Blasengefahr an. Apple wurde als Beispiel für zögerliche KI-Strategie genannt, während Startups wie Figure humanoide Roboter entwickeln.

Die Nutzung von KI steigt rasant, ChatGPT erreichte in Rekordzeit Millionen Nutzer. Unternehmen investieren jedoch oft mehr in Software als in Mitarbeiterqualifizierung – was Michael als Fehler bezeichnet. Beispiele wie Libra (juristische KI), LangDock oder Athene (Multi-Agenten-Systeme) zeigen die Entwicklung hin zu digitalen Mitarbeitenden.

Ein weiterer Schwerpunkt war der Arbeitsmarkt: Produktivitätsgewinne sind messbar, doch Ängste bestehen. Ältere Fachkräfte mit Erfahrung sind überraschend robust im Umgang mit KI. Bis 2027 könnten 40 % der Agent-Projekte scheitern – u. a. wegen schlechter Daten. Erfolgsrezepte: kleine Schritte, klare Rollen, Senior-Fachkräfte als Orchestratoren.

Zum Abschluss appellierte Michael: KI-Einführung ist weniger eine technische als eine strategisch-organisatorische Aufgabe. Erfolgreiche Strategien setzen auf Datenmanagement, Mitarbeiterbefähigung, Governance, klare Nutzenorientierung und eine verantwortungsvolle, human-digitale Haltung. Vertrauen aufzubauen und kleine Pilotprojekte zu starten, ist entscheidend, um Stakeholder mitzunehmen.