Die STRATEGISCHE Ebene
Standortbestimmung Geschäftsmodell und Strategie
Zusammenfassung des Trainingscalls – Strategische Fundamente und KI-gestützte Modelle für den Living Case MIB
In diesem umfassenden Trainingscall wurde der inhaltliche Fokus auf die strategische Weiterentwicklung des Living Case Management Institut Bochum (MIB) gelegt. Die Teilnehmer wurden durch eine strukturierte Herangehensweise geleitet, wie sie mithilfe von KI-unterstützten Methoden qualitative Erkenntnisse aus realen Kundengesprächen extrahieren und in strategische Modelle überführen können.
- Zielsetzung und Struktur des Calls
Der Call war auf ca. 75–90 Minuten angelegt und diente zwei Hauptzielen:
- Einordnung des bisherigen Gesprächs mit dem Kunden MIB – sowohl aus methodischer als auch strategischer Perspektive.
- Einführung und Anwendung strategischer Modelle, um den Weg vom Ist-Zustand hin zu einem KI-orientierten Geschäftsmodell und einer zukunftsfähigen Strategie zu ebnen.
- Wahl des Referenzcases
- Der ursprünglich als Trainings-Case genutzte Mainz 05 wurde bewusst zugunsten des MIB-Falls verabschiedet.
- Das MIB dient ab sofort als primäre Referenz, um mit realen Gegebenheiten anwendbare Strategien zu entwickeln.
- Einigkeit im Teilnehmerkreis: Der Fokus auf MIB bringt inhaltliche Tiefe und klare Zielorientierung.
- Reflexion der bisherigen Arbeit mit dem MIB
Bereits im vorherigen Call mit dem Kunden Mike Emenako wurden verschiedene Perspektiven erarbeitet:
- Discovery & Qualifizierung: Ausgangslage, Bedürfnisse, Hindernisse, Zielbild.
- Innovationsrahmen: Warum KI? Wo soll sie wirken? Woran wird Erfolg gemessen?
- Geschäftsmodell: Kunden, Kanäle, Wertversprechen (implizit).
- Strategische Einordnung: Erste Hinweise auf strategische Stoßrichtungen.
- Einführung & Anwendung von strategischen Modellen
- KI-gestützte Befüllung strategischer Modelle
Am praktischen Beispiel wurde demonstriert, wie mit gezielten Prompts in ChatGPT strategische Modelle gefüllt werden können – direkt aus realen Gesprächstranskripten:
- Innovationsrahmen: Präzise Extraktion aus 27 Seiten Transkript.
- Business Model Canvas: Übertragung der Aussagen des Kunden in die neun Felder des Modells inkl. Post-it-kompatibler Ausgabe.
- Strategie auf einer Seite: Einführung als neues Tool zur schnellen und griffigen Darstellung einer kompletten Strategie.
Besonderheit: Alle Modelle wurden so strukturiert, dass sie mit Post-its im Workshop-Setting genutzt werden können – ideal für Moderation und Co-Kreation.
- Modelle im Überblick
- Business Model Canvas: Einordnung auf verschiedenen Flughöhen – von der Personenebene bis zum Konzern.
- Strategie auf einer Seite: Vision, Mission, Ziele, Nutzen, Initiativen, Risiken – auf einer Seite abbildbar.
- Reifegradmodell: Einschätzung des MIB hinsichtlich KI-Maturität in verschiedenen Dimensionen.
- Trend- und SWOT-Analyse (als Ausblick): Tools zur Ableitung von Veränderungsnotwendigkeit und strategischer Neujustierung.
- Rolle der KI in der Beratung
- KI ist kein Ersatz, sondern Ergänzung – als strukturierender, reflektierender und beschleunigender Partner.
- ChatGPT wurde als „unfairer Vorteil“ beschrieben, wenn man lernt, es richtig zu nutzen – vor allem durch präzise Prompts und menschliche Interpretation.
- Human-in-the-Loop-Prinzip: Ergebnisse der KI sind 80–90% gut, der letzte Schliff kommt vom Menschen.
- Praktische Anwendung im Beratungsprozess
- Erfassung von Workshops durch Audioaufzeichnung & Transkript (z. B. via Langdoc).
- Prompt-Vorlagen und Beispiele wurden demonstriert – z. B. um SWOT, Canvas oder Strategie automatisch zu befüllen.
- Einwandbehandlung für Audioaufzeichnung beim Kunden: Strategien zur Transparenz und Vertrauen.
- Aufgaben für die Implementierungszeit
Die Gruppe wurde angeleitet, in der Implementierungszeit folgende Modelle eigenständig auf Basis des Gesprächstranskripts zu befüllen:
- Qualifizierung & Discovery (Status Quo)
- Innovationsrahmen
- Reifegradmodell
- Business Model Canvas
- Strategie auf einer Seite
Hinweis: Die KI darf zur Unterstützung verwendet werden – jedoch mit gezielter Teamreflexion kombiniert.
- Ausblick
- Nächste Sessions:
- Donnerstag: SWOT-Analyse
- Dienstag kommender Woche: Trendkarten
- Danach: Ableitung des zukünftigen Geschäftsmodells & Strategie
- Q&A-Calls mit dem Kunden:
- 10. April
-
- April
- Ziel: Validierung von Hypothesen und Vertiefung der Erkenntnisse vor dem Basecamp und dem Workshop Master Facilitator (ab 23. April).
Key Takeaway
„Früher war das eine Zangengeburt – heute schaffen wir in 5 Minuten, was früher 3 Tage brauchte.“
Dieser Call hat eindrucksvoll gezeigt, wie strategisches Arbeiten auf höchstem Niveau mit modernster KI-Technologie verbunden werden kann – und das pragmatisch, verständlich und auf den Punkt.
SWOT-Analyse – Aufzeichnung – 03.04.2025
Zusammenfassung des Trainingscalls – Fokus: SWOT-Analyse & strategische Betrachtung im Living Case
Ziel des Trainingscalls: Im Mittelpunkt der Session stand die systematische Anwendung der SWOT-Analyse (Stärken, Schwächen, Chancen, Risiken) auf das Geschäftsmodell des Living Case Partners, eingebettet in den übergeordneten Rahmen einer KI-gestützten Strategieentwicklung. Ziel war es, auf Basis des vorhandenen Transkripts, der Business Model Canvas sowie ergänzender Modelle (z. B. Strategy on a Page) die strategische Ausrichtung weiter zu schärfen und konkrete Handlungsfelder zu identifizieren.
- Rückblick und Einordnung
- Rückblick auf die vergangene Session, in der zwei zentrale Modelle eingeführt wurden:
a) Business Model Canvas (nach Osterwalder) zur Strukturierung und Reflexion von Geschäftsmodellen
b) Strategy on a Page als strategisches Rahmenmodell zur Vision-, Missions-, Ziel- und Maßnahmenableitung - Anwendung dieser Modelle auf den Living Case von Mike, insbesondere im Kontext von Nachhaltigkeit und KI-Integration.
- Ziel: das Bestehende analysieren, Veränderungspotenziale identifizieren und eine belastbare Basis für strategische Entscheidungen schaffen.
- Anwendung der SWOT-Analyse auf das Geschäftsmodell
Vorgehensweise:
- Die Teilnehmenden analysierten jeweils einen Teilbereich der Business Model Canvas (z. B. Kundensegmente, Schlüsselaktivitäten, Wertangebot) und identifizierten zugeordnet Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken.
- Fokus lag auf dem bestehenden Geschäftsmodell.
- Ein strukturierter Miroboard-Prozess diente der kollaborativen Bearbeitung.
- Anschließend wurden die Ergebnisse mithilfe von KI (ChatGPT) reflektiert, ergänzt und zu einer übergreifenden SWOT-Analyse zusammengeführt.
Ziel der Übung:
- Einblick in die Qualität und Tiefe der aktuellen Unternehmensstruktur und Strategie.
- Konkrete Potenziale und blinde Flecken sichtbar machen.
- Strategische Handlungsempfehlungen auf Basis fundierter Analyse generieren.
- Integration der KI als Reflexionspartner
- Die KI wurde gezielt genutzt, um das Transkript der vorangegangenen Interviews (mit Mike) auszuwerten.
- Ein strukturierter Prompt ermöglichte es, das Gespräch auf das Geschäftsmodell zu mappen.
- Darauf basierend wurden Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken aus KI-Sicht dargestellt.
- In einem weiteren Schritt erfolgte die Zusammenführung der Team-Ergebnisse mit den KI-Ergebnissen zu einer übergreifenden SWOT-Analyse.
- Didaktischer Nutzen & Methodische Klarheit
- Deutlich wurde, dass die SWOT-Analyse nicht nur ein Tool der Gegenwartsbetrachtung ist, sondern ein entscheidender Hebel zur Zukunftsausrichtung.
- Besonderer Mehrwert entstand durch die Reflexion aus verschiedenen Perspektiven (Team, KI, strategische Modelle).
- Der Umgang mit KI wurde auf praktische Weise vertieft – inkl. Promptgestaltung, Datei-Handling und Interpretation der Ergebnisse.
- Strategische Einordnung & nächste Schritte
- Die SWOT-Analyse bildet die Grundlage für die kommende Trendkartenarbeit und strategische Weichenstellung.
- Ziel ist, das Geschäftsmodell von Mike (bzw. dessen Nachhaltigkeitsbereich) in ein KI-gestütztes Zukunftsmodell zu überführen.
- Parallel laufen taktische und operative Ableitungen – u. a. die Identifikation konkreter Use Cases, deren Bewertung und ggf. Umsetzung als MVPs.
- Abschließend soll ein umfangreiches Konzeptpapier entstehen, das den gesamten Prozess und die Ergebnisse dokumentiert.
- Wichtige Impulse & Hinweise aus dem Call
- Nicht zu früh in Lösungen denken! Der strukturierte Prozess hat Vorrang – insbesondere in Kundenprojekten.
- Es wurde betont, wie wichtig es ist, zwischen strategischer, taktischer und operativer Ebene zu differenzieren.
- Die Einbindung flankierender Aspekte wie Datenschutz, Recht, Ethik und Unternehmenskultur wurde ebenfalls hervorgehoben – insbesondere im Hinblick auf den späteren Realisierungsteil.
- Fingerfertigkeit in der KI-Nutzung ist entscheidend – nicht nur technisches Wissen, sondern methodisches Know-how im Prompting ist gefragt.
Zusätzliche Learnings
- Wert eines gut geführten Discovery-Calls mit strukturiertem Innovationsrahmen.
- Notwendigkeit, Geschäftsmodell und Strategie regelmäßig zu challengen.
- Kombination aus menschlicher Analyse und KI-gestützter Reflektion liefert maximale Ergebnisqualität.
- Teamarbeit ist essenziell – aber nur sinnvoll, wenn methodisch fundiert und ergänzt durch digitale Tools.
Strategie und Einsatz der KI-Trendkarten – Aufzeichnung – 08.04.2025
Zusammenfassung Trainingscall: Strategie und Einsatz der KI-Trendkarten
- Rückblick auf die bisherigen Schritte
- Die Teilnehmenden befinden sich auf halbem Weg durch einen strategischen Prozess.
- Bisher wurden u.a. das Geschäftsmodell analysiert, ein erstes Verständnis für die „Strategy on a Page“ erarbeitet und eine SWOT-Analyse durchgeführt.
- Im Zentrum steht der Living Case: Management Institut Bochum, zu dem kontinuierlich mit Hilfe der KI gearbeitet wird.
- Ziel ist es, innovative und KI-durchdrungene Geschäftsmodelle und Strategien zu entwickeln.
- Impuls aus der KI-Masterclass: „iPhone-Momente“
- In Anlehnung an ein Format von Katrin Friedel auf Necker Island (Retreat), bei dem Teilnehmende ihre „Gamechanger“-Momente der letzten Monate in 5 Minuten präsentierten, wurden auch hier persönliche Erkenntnisse geteilt.
- Besonders inspirierend: Die Reflexion darüber, was in der Interaktion mit der KI Magie erzeugt – Kontextbildung, kreative Nutzung von Prompts, menschliche Expertise.
- Die Qualität der KI-Ausgaben hängt maßgeblich von der Prompt-Anatomie und der Art der Interaktion mit der KI ab.
- Zentrale Erkenntnisse aus der letzten Session
- Praxisnahe Anwendung war für viele ein Schlüsselerlebnis – nicht nur theoretisch über KI zu sprechen, sondern selbst aktiv damit zu arbeiten.
- Die Session unterstützte Teilnehmende dabei, ihre eigene Denkweise zu reflektieren und neue Perspektiven auf bekannte Aussagen und Geschäftsmodell-Komponenten zu gewinnen.
- Es entstand ein Blueprint, der auf andere Modelle und Kontexte übertragbar ist, und bereits in konkreten Projekten genutzt wird (z. B. Prozessoptimierung, Workshop-Vorbereitung).
- Fingerfertigkeit im Umgang mit KI als Schlüsselkompetenz
- Technische Souveränität ist essenziell, insbesondere in Live-Settings.
- Beispielhaft wurde der Vortrag von Andreas Rödenbeck bei einem Format reflektiert, wo mangelnde Fingerfertigkeit im Umgang mit einem Telefonbot zu kritischem Feedback führte.
- Botschaft: Üben, Routinen aufbauen und KI als Sparringspartner aktiv einsetzen, um Prozesse effizient und wirksam zu begleiten.
- Einsatz der KI-Trendkarten
- Ziel: Durch strukturierte Reflexion von Trends auf ein bestehendes Geschäftsmodell zu möglichen neuen Geschäftsmodellen oder Strategien zu gelangen.
- Die Karten sind unterteilt in sechs Kategorien:
- Schlüsseltrends
- Marktkräfte
- Makroökonomische Kräfte
- Technologische Integrations- und Prozessoptimierungstrends
- Ethische und rechtliche Aspekte
- Branchenkräfte
- Die Trendkarten dienen als Impulsgeber zur Identifikation und Bewertung externer Einflussfaktoren.
- Auf dem Miroboard wurden diese Kategorien visuell um das bestehende Geschäftsmodell herum arrangiert, um deren Wirkung auf das Zentrum (das Geschäftsmodell) erfassbar zu machen.
- Es wurde vermittelt, wie Karten gedreht, Fragen gelesen und Antworten digital oder haptisch gesammelt werden können.
- Praktische Tipps zur Anwendung beim Kunden
- Trendkarten müssen nicht vollständig durchgearbeitet werden – gezielte Auswahl nach Relevanz für den Kunden oder das Thema ist essenziell.
- Der Grad der Digital-Affinität beim Kunden ist entscheidend. Optionen:
- Digitale Arbeit mit Miro + Vorbereitung durch z. B. Videoanleitungen.
- Alternativ: haptische Anwendung mit ausgedruckten Karten und Post-its auf einem physischen Tisch.
- Empfohlen wird eine Vorbereitungssession mit dem Kunden, um technische Hürden zu minimieren und die Beteiligten zu befähigen.
- Verkauf und Positionierung von Workshops
- Empfehlung: Workshop nicht als Tagesleistung verkaufen, sondern als Gesamtpaket mit klarem Ergebnisversprechen positionieren.
- Zusatzleistungen (wie Miro-Onboarding, KI-Analyse, Dokumentation etc.) sollten fest ins Paket integriert und nicht als optionale Extras verkauft werden.
- Ziel: Produktdenken statt Zeit-gegen-Geld-Mentalität.
- Erweiterte Nutzung der KI zur Prozessunterstützung
- Die KI kann helfen bei:
- Auswahl relevanter Trendkarten (basierend auf Use Case und Zielsetzung)
- Einschätzung des Kundenprofils (z. B. durch Insights-Profil)
- Ableitung geeigneter Workshop-Formate und Kommunikationsstrategien
- Erstellung von Trend-Matrizen, Mini-Slides oder Analyse-Formaten passend zum Kundentyp
- Schlüssel-Learnings der Teilnehmenden
- Flexibilität im Denken und Perspektivwechsel.
- Kreative Kombination verschiedener Modelle, z. B. Persönlichkeitstypen + KI-Analysen.
- Die Arbeit mit der KI beschleunigt und vertieft strategische Prozesse.
- Personalisierung (z. B. über Insights-Profile) bringt spürbar mehr Wirkung.
- Die KI ist kein Selbstzweck, sondern ein Sparringspartner.
- Die richtige Struktur und Vorbereitung sind entscheidend, um wirksame Ergebnisse und Kundenzufriedenheit zu erzeugen.
- Ausblick und Aufgaben
- Vorbereitung auf den kommenden Q&A-Call mit dem Living Case (Mike):
- Ziel: Hypothesen und Trendrichtungen validieren.
- Empfehlung: Vorbereitung von gezielten Fragen anhand der Trendkarten.
- Nutzung der KI als ergänzendes Analyseinstrument.
Fazit
Diese Session bot tiefgreifende Einblicke in den praktischen Einsatz von KI in strategischen Beratungsprozessen. Durch die Anwendung der KI-Trendkarten, methodische Reflexionen und konkrete Beispiele wurde deutlich, wie stark KI dabei helfen kann, Struktur, Geschwindigkeit und Qualität in Beratungsprozesse zu bringen – vorausgesetzt, man hat die nötige technische Fingerfertigkeit, methodische Klarheit und den Mut, neue Wege zu gehen.
Reflektion Q&A Call – Aufzeichnung – 10.04.2025
Zusammenfassung des Trainingscalls – Reflektion & Ausrichtung nach dem Q&A-Call
- Stimmung & Einstieg: Reflexion zum Q&A-Call
Die Teilnehmer reflektieren zu Beginn offen ihre Eindrücke zum vorherigen Q&A-Call. Es herrscht eine Mischung aus Müdigkeit, Neugier und produktiver Spannung. Viele empfanden den Call als erkenntnisreich – trotz technischer Hürden, Unklarheiten und unterschiedlicher Perspektiven der Beteiligten. Vor allem die Gegenüberstellung unterschiedlicher Sichtweisen im Call wurde als realitätsnah und lehrreich empfunden, insbesondere in Bezug auf zukünftige Kundengespräche.
- Kritische Analyse & Learnings
Inhaltliche Learnings aus dem Q&A-Call:
- Unterschiedliche Sichtweisen der Gesprächspartner (Mike vs. Katia & Frank) wurden deutlich und zeigten die Breite der Aufgabenstellung.
- Es wurde hinterfragt, wie weit man inhaltlich gehen kann, wenn nicht alle Stakeholder an Bord sind.
- Der Call offenbarte veränderte Rahmenbedingungen – insbesondere durch regulatorische Entwicklungen (z. B. das Omnibus-Verfahren), die die bisherige Positionierung des Produkts beeinflussen. Dies hat Konsequenzen für Argumentationslinien und Kundenansprache.
- Es zeigte sich, dass durch die neue Perspektive – insbesondere durch die Aussagen von Katia – wesentliche Inhalte des Produkts neu gedacht werden müssen.
Prozessuale Learnings:
- Die Notwendigkeit wurde betont, nicht linear dem Curriculum zu folgen, sondern flexibel auf Team- und Projektstand zu reagieren.
- Wichtig sei es, nicht zu früh Lösungen zu entwickeln, sondern Hypothesen zu hinterfragen, Erkenntnisse zu sammeln und Schritt für Schritt zu validieren.
- Die Beteiligten reflektieren kritisch die zeitliche Struktur und das Zeitmanagement, das zu wenig Raum für einzelne Fragen ließ.
- Strategischer Arbeitsauftrag für das Team
Zur Vorbereitung weiterer Schritte wurde ein konkreter Arbeitsauftrag erteilt:
Drei Perspektiven sollen separat analysiert und in Miro visualisiert werden:
- Perspektive Mike (bereits in früherem Gespräch ausgearbeitet)
- Perspektive Katia & Frank (neu, aus dem aktuellen Q&A-Call)
- Perspektive Team (eigene Einschätzung auf Basis der bisherigen Ergebnisse)
Ziel:
- Einen Abgleich dieser drei Perspektiven zur strategischen Ausrichtung vorzunehmen: Geschäftsmodell, SWOT, Innovationsrahmen, Strategie.
- Die Arbeit erfolgt in Kleingruppen (Breakout-Räume) mit dem Ziel, konsolidierte Sichtweisen zu erzeugen, die später mit dem Kunden gespiegelt werden können.
- Die Trendanalyse soll mit Blick auf Persönlichkeitsprofile (insb. Mike) priorisiert und ergänzt werden.
- Vorgehensweise & methodische Übung
Die Teilnehmer wurden in die korrekte Arbeit mit KI (z. B. ChatGPT) eingeführt, um daraus strategisch relevante Elemente zu extrahieren. Ein Beispiel wurde live durchgespielt, um:
- die richtige Prompt-Struktur zu demonstrieren,
- die Extraktion konkreter Inhalte aus einem Gespräch (z. B. zu Innovationsrahmen, Geschäftsmodell etc.) zu trainieren,
- und aufzuzeigen, wie wichtig die präzise Formulierung und kritische Reflexion der KI-Ergebnisse ist.
Ein wesentliches Lernziel war, nicht nur die KI „arbeiten zu lassen“, sondern aktiv mitzudenken, eigene Einschätzungen zu formulieren und so einen echten Mehrwert durch Kombination von menschlichem und maschinellem Denken zu erzielen.
- Hausaufgaben & Vorbereitung auf die nächste Session
Alle Gruppen erhielten den Auftrag, bis zur kommenden Session:
- Ihre jeweilige Perspektive (Mike / Katia & Frank / Team) auf Basis des Transkripts selbstständig zu analysieren,
- die gewonnenen Erkenntnisse mit der KI zu validieren,
- und ihre Ergebnisse in Miro bereitzustellen.
Dabei wird Wert gelegt auf:
- eigene Denkprozesse vor der KI-Nutzung,
- Vergleich der KI-Ergebnisse mit der eigenen Einschätzung,
- und das gemeinsame Zusammenführen der Erkenntnisse beim nächsten Treffen.
- Ausblick auf nächste Termine
- Dienstag: Fokus auf Kultur & Mindset. Inhalte wie „Spiral Dynamics“ oder „Reinventing Organizations“ werden behandelt, mit dem Ziel ein tieferes Verständnis kultureller Reifegrade von Organisationen zu entwickeln.
- Donnerstag: Konsolidierung der strategischen Ebene. Ziel ist ein abgestimmtes, reflektiertes Zielbild, das dem Kunden als Diskussionsgrundlage präsentiert werden kann.
- Dienstag, 29.04.: Einstieg in die taktische Ebene nach dem WMF-Workshop.
Hauptessenz
Dieser Trainingscall stand ganz im Zeichen der strategischen Reflexion, der Integration neuer Perspektiven (Frank & Katia), und dem richtigen Einsatz von KI als Tool zur Hypothesenvalidierung. Neben wertvollen Erkenntnissen über das Projekt und die Inhalte wurde ein starker Fokus auf methodische Exzellenz gelegt – insbesondere auf eigenständiges Denken, saubere Prompt-Gestaltung und bewusste Steuerung der KI. Die nächsten Schritte dienen der Konsolidierung und Vorbereitung einer fundierten strategischen Positionierung gegenüber dem Kunden.
KI-First-Strategie – Aufzeichnung – 15.04.2025
DOWNLOADS
Zusammenfassung Trainingscall: Umsetzung der KI-First-Strategie im Nachhaltigkeitsbereich
- Strategische Standortbestimmung & Zielrichtung
- Die Teilnehmer reflektierten über die bisherige Strategiearbeit und nutzten Miro, um zentrale Stoßrichtungen für ein KI-orientiertes Geschäftsmodell zu identifizieren.
- Es wurde eine strategische Asymmetrie zwischen dem Beraterteam (visionär, KI-getrieben, systemisch denkend) und der Kundenseite (vorsichtig, prozesslogisch denkend) festgestellt.
- Eine zentrale Frage war, ob die aktuelle, evolutionäre Haltung des Kunden ausreicht, um ein ambitioniertes Wachstumsziel (von 1 auf 10 Mio. Umsatz bis 2030) zu erreichen. Die Antwort war klar: Nein – es braucht einen deutlich disruptiveren strategischen Ansatz.
- Erfahrungsberichte & KI-Einsatz in der Analyse
- Zwei Teilnehmer berichteten, wie sie ChatGPT in der Strategieentwicklung eingesetzt haben, um bestehende Arbeitsergebnisse zu überprüfen und zu schärfen.
- Der Ansatz wurde von der Gruppe als innovativ und hilfreich bewertet – insbesondere zur Qualitätssicherung.
- Markus stellte die Frage nach Abhängigkeiten zu anderen Teilbereichen. Ergebnis: Keine gravierenden Wechselwirkungen, eher punktuelle Erkenntnisse.
- Andere Teams testeten ergänzend Gemini und verglichen Ergebnisse aus Interviews mit KI-Ausgaben. Auch hier: Bestätigung bereits vorhandener Erkenntnisse, aber begrenzte Tiefe bei fehlender Prompt-Präzision.
- KI als strategischer Reflexions- und Mediationspartner
- Die KI wurde als flankierender Reflexionspartner vorgestellt – nicht als Entscheidungsinstanz.
- In komplexen Workshops kann sie helfen, unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen und Entscheidungen vorzubereiten – bleibt jedoch stets Ergänzung, nicht Ersatz.
- Besonders im Workshop-Kontext wird betont: Der Mensch bleibt zentrales Steuerungselement, KI kann lediglich zusätzliche Klarheit schaffen.
- Methodik & Workshop-Vorbereitung
- Es wurde auf die Bedeutung von klarer Rahmengebung bei Kundenworkshops hingewiesen:
- Verbindlichkeit der Teilnehmer sicherstellen.
- Strikte Vorbereitung einfordern.
- Teilnahmeverpflichtung und Notwendigkeit der relevanten Rollen kommunizieren.
- Ohne die richtigen Ansprechpartner (z. B. Projektleiter, Entscheider) ist eine wirksame Workshop-Führung nicht möglich.
- Reflexion über Interpretationsfehler
- Ein Teilnehmer schilderte die Gefahr, Erkenntnisse aus KI-Analysen oder eigenen Einschätzungen vorschnell zu interpretieren, statt neutral zu dokumentieren.
- Das Bewusstsein für eigene kognitive Verzerrungen (z. B. confirmation bias) wurde als entscheidend für eine fundierte Strategiearbeit hervorgehoben.
- KI-Masterclass & Business Lab
- Vorstellung zweier Formate für vertiefte Auseinandersetzung mit KI:
- Masterclass für tieferes KI-Verständnis und technische Kompetenz.
- Business Lab für fokussierte Weiterentwicklung des Geschäftsmodells mit KI-Unterstützung.
- Teilnehmer können sich je nach Bedarf und Intensität für eines der beiden Programme entscheiden.
- Strategische Provokation & Zukunftsbild
- Abschließend wurden die Teilnehmer eingeladen, provokative strategische Fragen für den Kunden zu formulieren:
- Was wäre, wenn das heutige Tool zur Plattform wird?
- Würdet ihr es an andere Berater verkaufen?
- Reicht die heutige Haltung für das 10X-Ziel bis 2030?
- Ziel: Kunden inspirieren und zugleich aufzeigen, dass die bestehenden Denk- und Handlungsweisen nicht ausreichen, um die ambitionierten Ziele zu erreichen.
Fazit
Dieser Call markierte einen entscheidenden Schritt in der Entwicklung einer KI-First-Strategie: von der reinen Analyse hin zur konkreten, strategischen Herausforderung des Kundenbildes. Die Teilnehmer wurden bestärkt, konfrontativ und inspirierend zugleich aufzutreten – und den Mut zu haben, bestehende Denkweisen gezielt zu irritieren, um echte Transformation zu ermöglichen.