Der KI-Innovationsrahmen

Der KI-Innovationsrahmen – Aufzeichnung KI-Strategieberater – 25.03.2025

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Zusammenfassung des Trainingscalls – Der KI-Innovationsrahmen als Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit

In diesem Trainingscall dreht sich alles um die zentrale Rolle des KI-Innovationsrahmens im Rahmen einer strategischen Zusammenarbeit mit Kund:innen. Aufbauend auf die Phasen der Anbahnung und Sensibilisierung geht es nun darum, einen klaren, gemeinsamen Rahmen zu definieren, der als inhaltliche und methodische Grundlage für den gesamten weiteren Prozess dient.

  1. Einordnung in die Beratungslogik

Zu Beginn wurde die Beratungslogik noch einmal verortet:

  • In der Anbahnungsphase erfolgt die Qualifizierung: Kundengespräche, Erfassung von Herausforderungen, Zielen, Bedürfnissen und Investitionsbereitschaft.
  • Danach folgt oft die Sensibilisierungsphase, z. B. durch Keynotes, Fragebögen, Reifegradanalysen oder kleinere Workshops – hier findet häufig bereits eine bezahlte Qualifizierung statt.
  • Ziel ist es, die relevanten Stakeholder ins Boot zu holen und in einen Raum der „Verwirrung“ zu führen, um echte Veränderungsbereitschaft zu schaffen.
  1. Der KI-Innovationsrahmen – 6 zentrale Leitfragen

Der zentrale Teil des Trainings behandelt den KI-Innovationsrahmen, ein strukturiertes Modell aus 6 essenziellen Leitfragen. Diese Fragen helfen dabei, zu Beginn einer Zusammenarbeit mit dem Kunden ein gemeinsames Verständnis zu entwickeln und klare Leitplanken für den Innovationsprozess zu definieren.

Die 6 Fragen lauten:

  1. Warum beschäftigen wir uns mit KI?
    → Was ist der konkrete Auslöser für das Projekt? Welches Problem oder welche Chance adressieren wir?
  2. Wofür machen wir das?
    → Was ist der angestrebte Nutzen? Woran messen wir den Erfolg?
  3. Wann sollen Erfolge sichtbar werden?
    → Kurzfristiger Quick-Win oder langfristige Strategie? Was ist realistisch?
  4. Welche Art von Veränderung streben wir an?
    → Geht es um evolutionäre oder revolutionäre Innovationen? Kleine Prozessverbesserungen oder disruptive Ansätze?
  5. Wo soll die Veränderung wirken?
    → In welchem Bereich, welcher Region, Abteilung, Sprache oder Anwendungskontext soll die KI zum Einsatz kommen?
  6. Für wen ist die Veränderung relevant?
    → Wer sind die primären Stakeholder? Mitarbeitende, Kund:innen, Management oder externe Partner?

Diese Fragen dienen dazu, eine strategische Fokussierung zu ermöglichen und mögliche Spannungsfelder zwischen internen und externen Anforderungen sichtbar zu machen.

  1. Visualisierung und Anwendung in der Praxis

Ein bewährtes Format ist die Visualisierung dieses Rahmens – z. B. auf einem Roll-Up-Banner – das bei jeder Zusammenarbeit als konstanter Bezugspunkt dient. Dies hilft:

  • den Rahmen für den Veränderungsprozess präsent zu halten
  • Fokus und Verbindlichkeit im Team zu schaffen
  • Eskalationen durch „Scope-Creep“ zu vermeiden

Die Umsetzung kann analog oder digital erfolgen (z. B. auf einem Miro-Board), mit vorbereiteten Post-Its zu jeder Leitfrage. In der Session wurde dies beispielhaft anhand des Mainz 05 Cases durchgeführt.

  1. Praxisübung: Anwendung auf den Case „Mainz 05“

Im zweiten Teil des Calls wurde der Innovationsrahmen live auf einen echten Case angewendet. Ziel war es, mittels kollaborativer Post-Its Antworten auf die 6 Fragen im Kontext von Mainz 05 zu entwickeln. Dabei ging es unter anderem um:

  • Mehrwerte von KI im Marketing und in der Stadionauslastung
  • Spannungsfelder zwischen internem Effizienzdruck und externem Marktdruck
  • Die Identifikation relevanter Stakeholder (z. B. sportlicher Bereich vs. Region)
  • Die Definition realistischer Zeithorizonte für Quick-Wins vs. langfristige Ziele

Besonders betont wurde die Rolle der Moderation: Klarheit und Einigkeit herzustellen, Spannungen zu erkennen und durch gezielte Fragen zu fokussieren – z. B. „Worauf können wir uns einigen?“ oder „Was ist unser primärer Fokus?“

  1. Wirkung & Nutzen des KI-Innovationsrahmens

Der Rahmen schafft:

  • Klarheit im Projektansatz
  • Fokus für das Team
  • Verbindlichkeit gegenüber dem Kunden
  • Orientierung in komplexen Veränderungsvorhaben
  • Ein gemeinsames Verständnis als Ausgangspunkt für Co-Creation

Er dient sowohl als Initialzündung für strategische Zusammenarbeit als auch als Roter Faden für die gesamte Begleitung – vom Kick-Off bis zur Implementierung.

Fazit: Der KI-Innovationsrahmen ist ein essenzielles Werkzeug, um KI-Projekte strukturiert, klar und strategisch auszurichten. Wer mit Kund:innen an komplexen Veränderungsvorhaben arbeitet, gewinnt durch diesen Rahmen Klarheit, Konsistenz und Commitment – und schafft die Grundlage für echte Wirkung.