
KI-MasterClass - TÜV Prüfung
... Alle wichtigen Inhalte ...
- Info-Session 23.02.2026
- Info-Session 02.02.2026
- -----
- Corporate-Kunden-Coaching – Keynote, Workshop, Training - 13.05.2026
- KI-Strategie & Geschäftsmodelle in der KI-Ära - 06.05.2026
- Modul 13: Prüfungsvorbereitung und Transferkompetenz - 29.04.2026
- KI rechtssicher einsetzen- 22.04.2026
- KI-Workflows, Tools & Umsetzung in der Praxis - 22.04.2026
- KI-Bildgenerierung - 22.04.2026
- KI-Reifegradmodell mit Michael Schmid - 15.04.2026
- Train-the-Trainer - 25.03.2026
- Prozessanalyse und Automatisierungsberatung - 18.03.2026
- Von KI-Use-Cases zu KI-Unternehmenskompetenz - 11.03.2026
- No Code & Low Code - 04.03.2026
- KI-Modelle & Technologien - 25.02.2026
- Generative KI & LLMs - 18.02.2026
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- Drop Modul - Datenstrategie & Datenmanagement
- Drop Modul - Governance, Recht & Ethik
- Drop Modul - Cybersecurity & Privacy in KI-Deployments
- Drop Modul - Custom Agents, Fine-Tuning & RAG-Workflows
TÜV Rheinland Zertifizierung
Im Kontext KI-Strategieberater & Manager für angewandte KI-Transformation
Dieser Trainingscall gibt einen tiefen Einblick in die strategische Partnerschaft mit dem TÜV Rheinland und beleuchtet die Hintergründe, Qualitätsmaßstäbe und die Bedeutung einer Personenzertifizierung im stark wachsenden KI-Markt.
- Kontext & Zielsetzung des Calls
Der Call findet mitten im Launch des KI-Strategieberaters statt. Ziel ist es:
- Transparenz über die TÜV-Zertifizierungen zu schaffen
- Einordnung im „Zertifizierungs-Dschungel“ zu geben
- Unterschiede zu anderen Marktangeboten klarzustellen
- Orientierung für angehende Absolventen zu geben
- Perspektiven zur Weiterentwicklung der Programme aufzuzeigen
Mit Thomas Schmidt, Produktmanager für Personenzertifizierung beim TÜV Rheinland, wird ein direkter Einblick „behind the scenes“ ermöglicht.
- Wie entsteht eine TÜV-Zertifizierung?
Eine TÜV-Personenzertifizierung ist kein Label, das „verliehen“ wird – sie ist das Ergebnis eines mehrstufigen Qualitätsprozesses:
- a) Prüfung des Ausbildungsanbieters
- Reputation und Erfahrung des Instituts
- Fachliche Expertise (Subject Matter Experts)
- Didaktik, Methodik und Trainerqualifikation
- Interaktive Gestaltung (keine reine Videoausbildung)
- Qualitätssicherung und Weiterentwicklung
Der Anbieter wird „auf Herz und Nieren“ geprüft.
- b) Prüfung des Ausbildungskonzepts
- Klare Lernziele („Kennen“ und „Können“)
- Strukturierte Curricula
- Methodische Tiefe
- Praxisbezug
- Transparente Prüfungsanforderungen
Gemeinsam wird ein maßgeschneidertes Prüfungsdesign entwickelt.
- Unterschied: Teilnahmebescheinigung vs. Personenzertifikat
Ein zentraler Teil des Calls ist die klare Differenzierung:
| Teilnahmebescheinigung | TÜV-Personenzertifikat |
| Bestätigung der Anwesenheit | Bestätigung geprüfter Kompetenz |
| Vom Ausbildungsinstitut | Von neutraler Instanz |
| Keine Leistungsprüfung | Objektive Prüfung |
| Geringe Marktdurchschlagskraft | Hohe Vertrauenswirkung |
Kernbotschaft:
Ein Zertifikat dokumentiert überprüfte Kompetenz – nicht nur Teilnahme.
Gerade im KI-Markt, der von vielen Anbietern geprägt ist, schafft die TÜV-Zertifizierung:
- Vertrauenswürdigkeit
- Markttransparenz
- Differenzierung
- Türöffner-Effekt
Aber: Es ist kein Auftragsgarant – sondern ein kraftvolles Fundament.
- Die beiden Programme im Vergleich
Manager für angewandte KI-Transformation
Level: Intermediate
Fokus: Umsetzung & Integration
Prüfung:
- 35 Multiple-Choice-Fragen
- Bestehensquote: 60 %
- Digitale, beaufsichtigte Prüfung
Ziel: Werkzeuge anwenden und KI ganzheitlich im Unternehmen implementieren.
KI-Strategieberater
Level: Advanced
Fokus: Strategieentwicklung & Beratung
Prüfung dreiteilig:
- Hausarbeit
- Multiple-Choice-Test
- Mündliche Prüfung
Ziel: Eigenständige Entwicklung von KI-Strategien und Beratungsfähigkeit.
- Prüfungsrealität & Erfolgsfaktoren
Wichtige Hinweise aus der Praxis:
- Erste Antworten sind oft richtig – nicht aus Nervosität „kaputt korrigieren“
- Fragen vollständig durchgehen und markieren
- Lernteams bilden
- Mitschriften austauschen
- Begleitmaterialien intensiv nutzen
- Keine „Ich probiere es mal“-Mentalität
Erfolg entsteht durch strukturierte Vorbereitung – nicht durch Zufall.
- Rezertifizierung (nach 3 Jahren)
Nachweise erforderlich:
- 16 Unterrichtseinheiten fachrelevante Weiterbildung
- Selbstauskunft über berufliche Tätigkeit im Bereich KI
- Digitale Einreichung
- Gebühr: 195 €
Keine erneute Prüfung.
Die Programme sind bewusst so aufgebaut, dass prüfungsrelevante Inhalte stabil bleiben (z. B. Grundlagen von LLMs), während nicht prüfungsrelevante Module kontinuierlich weiterentwickelt werden.
- Strategische Weiterentwicklung: Instant Prototyping
Ein zukunftsweisender Teil des Calls ist die Integration von:
- Claude Code
- KI-gestütztem Prototyping
- Automatisierungskompetenz
- Realtime-Meeting-Assistenz
- KI-Strategie-Sprint
Vom Rapid Prototyping zum Instant Prototyping:
Während der Kunde noch diskutiert, entsteht bereits ein funktionierender Prototyp.
Kernbotschaft:
Die Kombination aus
Fachexpertise + Prozessbegleitung + KI-Kompetenz + Instant Prototyping
schafft einen massiven Wettbewerbsvorteil.
- Meta-Ebene: Change vs. Run
Zertifizierte Programme brauchen:
- Initiale Entwicklungsarbeit („Change the Organization“)
- Kontinuierliche Weiterentwicklung („Run the Organization“)
Qualität ist kein einmaliger Akt, sondern ein dauerhaft gepflegtes System.
- Haltung & Mission
Was deutlich spürbar wird:
- Qualität vor Geschwindigkeit
- Tiefe statt Hype
- Substanz statt Marketing-Versprechen
- Exzellenz als Anspruch
Die TÜV-Partnerschaft ist kein Marketinginstrument – sondern ein Qualitätsversprechen.
Fazit
Dieser Trainingscall zeigt eindrucksvoll:
- Wie seriöse Personenzertifizierung entsteht
- Warum sie im KI-Markt ein starkes Differenzierungsmerkmal ist
- Wie Prüfungen aufgebaut sind
- Wie man sich optimal vorbereitet
- Wie Weiterentwicklung strategisch gedacht wird
- Und wie durch Instant Prototyping eine neue Beratungsdimension entsteht
Wer hier durchgeht, bekommt nicht nur ein Zertifikat –
sondern geprüfte Kompetenz, strukturiertes Know-how und einen echten Wettbewerbsvorteil.
Zusammenfassung
Partnerschaft mit TÜV Rheinland: Qualitätssicherung, mehrstufiger Zertifizierungsprozess, klare Differenz zwischen Teilnahmebescheinigung und Personenzertifikat. Zwei Programme (Intermediate & Advanced) mit unterschiedlichen Prüfungsformaten. Transparente Kriterien, 3-jährige Rezertifizierung. Strategische Weiterentwicklung durch Instant Prototyping. Ziel: geprüfte KI-Kompetenz, Differenzierung im Markt und nachhaltiger Wettbewerbsvorteil.
Infosession für den Start der Kohorte vom 18.02.2026
In diesem Trainingscall steht die Ausbildung zum Manager bzw. zur Managerin für angewandte KI-Transformation mit TÜV-Rheinland-Zertifizierung im Mittelpunkt. Der Call dient dazu, Transparenz zu schaffen, Vertrauen aufzubauen und einen realistischen Einblick in Inhalte, Ablauf, Nutzen und Prüfungsanforderungen der kommenden Kohorte zu geben, die am 18. Februar startet.
Zu Beginn wird klar eingeordnet, dass diese Ausbildung Teil der KI-Masterclass ist, während die TÜV-Zertifizierung eine optionale, aber hoch relevante Zusatzqualifikation darstellt. Besonders hervorgehoben wird das neu entwickelte Kompendium: ein professionell lektoriertes Werk mit über 300 Seiten, das sämtliche Module verdichtet abbildet und ab sofort fester Bestandteil der Ausbildung ist. Dieses Kompendium stellt die inhaltliche Basis für Lernen, Wiederholung und Prüfungsvorbereitung dar.
Ein zentrales Signal des Calls ist die außergewöhnlich hohe Erfolgsquote der ersten Kohorte: Von rund 40 Teilnehmenden haben 39 die TÜV-Prüfung im ersten Anlauf bestanden. Diese Quote wird auch vom TÜV Rheinland selbst als herausragend bewertet. Die Kombination aus Tiefe der Inhalte, didaktischer Qualität, Community-Unterstützung und strukturierter Prüfungsvorbereitung wird als Alleinstellungsmerkmal im gesamten DACH-Raum positioniert.
Mehrere Absolventinnen und Absolventen berichten aus erster Hand über ihre Erfahrungen. Besonders betont werden:
- der ganzheitliche Ansatz (Technik, Strategie, Recht, Ethik, Datenschutz, Management),
- die Niedrigschwelligkeit trotz Tiefe, auch für Nicht-Techniker,
- die hohe Qualität der Trainerinnen und Trainer,
- sowie der enorme Mehrwert der Community, in der Lerntools, Custom GPTs, Prüfungssimulationen und gegenseitige Unterstützung selbstverständlich waren.
Die Ausbildung umfasst 16 Module, gegliedert in vier große Bereiche:
- Grundlagen der generativen KI und Large Language Models
- Daten, Automatisierung und Tool-Landschaften
- Strategie, Management, Governance, Recht, Ethik und Sicherheit
- Praxis, Anwendung, Custom Agents, Fine-Tuning, Capstone-Projekte und Trainingsdidaktik
In Summe handelt es sich um 24 Stunden strukturierte Ausbildung, davon 12 Live-Module und 4 Selbstlern-Module, ergänzt durch begleitende Materialien und Lernhilfen. Die Module sind bewusst nicht streng aufeinander aufbauend, um flexible Teilnahme zu ermöglichen.
Die TÜV-Prüfung wird transparent erläutert:
- Online, Multiple Choice
- 35 Fragen in 60 Minuten
- Bestanden ab 24 korrekt beantworteten Fragen
- Deutschsprachig, ohne Hilfsmittel
- Proctoring mit Identitätsprüfung
Das erworbene Zertifikat ist international anerkannt, drei Jahre gültig und kann unkompliziert rezertifiziert werden. Zusätzlich erhalten Absolventinnen und Absolventen ein offizielles TÜV-Prüfsiegel mit QR-Code, das öffentlich verifizierbar ist und einen klaren Wettbewerbsvorteil darstellt – insbesondere im deutschen Markt, der stark zertifikatsgetrieben ist.
Ein weiterer wichtiger Aspekt: Die Ausbildung ist auch ohne Prüfungsabsicht wertvoll. Wer jedoch alle Inhalte durchläuft, entwickelt in der Regel automatisch den Anspruch, die Zertifizierung ebenfalls abzulegen. Die Anmeldung zur Prüfung ist bis 31. März möglich, sodass Interessierte zunächst mehrere Module erleben können, bevor sie sich verbindlich entscheiden.
Abschließend wird deutlich: Diese Ausbildung steht für AI Literacy im besten Sinne – also die Fähigkeit, künstliche Intelligenz fachlich fundiert, rechtlich sauber, ethisch reflektiert und organisatorisch wirksam einzusetzen. Sie richtet sich an alle, die KI nicht nur nutzen, sondern verantwortungsvoll gestalten und glaubwürdig vertreten wollen.
Zusammenfassung
Vorstellung der TÜV-zertifizierten Ausbildung „Manager für angewandte KI-Transformation“ als Teil der KI-Masterclass. Hervorgehoben werden Curriculum, Kompendium, 16 Module, hohe Bestehensquote, internationale Anerkennung, Community-Support und praxisnahe Inhalte. Die TÜV-Zertifizierung bietet einen klaren Wettbewerbsvorteil durch überprüfbare, verantwortungsvolle KI-Kompetenz.
Corporate-Kunden-Coaching: KI-Transformation wirksam begleiten – Aufzeichnung 13.05.2026
In diesem intensiven Trainingscall wurde detailliert aufgezeigt, wie KI-Transformationen in Unternehmen professionell angebahnt, begleitet und nachhaltig umgesetzt werden können. Im Mittelpunkt stand dabei nicht nur die technische Kompetenz rund um KI, sondern vor allem die Fähigkeit, Menschen, Teams und Organisationen gezielt durch Veränderungsprozesse zu führen.
Die vier zentralen Phasen einer erfolgreichen KI-Transformation
Der gesamte Transformationsprozess wurde in vier Kernphasen unterteilt:
- Anbahnung
Hier geht es darum, Interesse zu erzeugen, Problembewusstsein zu schaffen und den Kunden wirklich zu verstehen.
Besonders hervorgehoben wurde dabei der sogenannte Discovery Call – ein strukturiertes Erstgespräch, das weit über klassische Verkaufsgespräche hinausgeht.
Im Fokus stehen dabei Fragen wie:
- Wo steht das Unternehmen aktuell?
- Wo möchte es hin?
- Welche Herausforderungen blockieren den Fortschritt?
- Welche Bedürfnisse und Wünsche existieren?
- Was passiert, wenn nichts verändert wird?
- Wie hoch ist die Investitionsbereitschaft?
Es wurde deutlich gemacht:
Gute Fragen verändern bereits den Denkprozess des Kunden.
Die Teilnehmer lernten, warum Angebote niemals „ins Blaue hinein“ geschrieben werden sollten und wie man durch gute Gesprächsführung Vertrauen, Klarheit und Abschlusswahrscheinlichkeit massiv erhöht.
- Sensibilisierung
In dieser Phase werden Mitarbeiter und Teams auf KI vorbereitet.
Es wurde erklärt, warum KI-Projekte oft nicht an der Technik scheitern, sondern an:
- fehlender Akzeptanz
- Unsicherheit
- Widerstand
- mangelndem Verständnis
Besonders intensiv wurde das Modell der „4+3 Räume der Veränderung“ behandelt:
- Ahnungslosigkeit
- Schock
- Verneinung
- Verwirrung
- Akzeptanz
- Integration
- Transformation
Das Modell zeigt, dass Menschen in Unternehmen völlig unterschiedliche Reifegrade im Umgang mit KI besitzen – und genau dort individuell abgeholt werden müssen.
Ein weiterer Schwerpunkt:
Reifegradanalysen & Potenzialanalysen
Die Teilnehmer lernten, wie Unternehmen strukturiert bewertet werden können:
- Geschäftsmodell
- Prozesse
- Technologie
- Kultur
- Daten
- KI-Kompetenz
- Governance
Dadurch lassen sich konkrete Handlungsfelder identifizieren und priorisieren.
Workshops, Keynotes & Trainings strategisch einsetzen
Ein zentrales Learning des Calls war:
Vorträge und Workshops dienen nicht nur der Wissensvermittlung – sondern der Zustandsveränderung.
Behandelt wurden:
- Keynotes zur Sensibilisierung
- Discovery Workshops
- KI-Trainings
- Reifegrad-Workshops
- Potenzial-Workshops
- Kickoff-Formate
- Train-the-Trainer-Konzepte
Anhand realer Praxisbeispiele wurde gezeigt, wie aus:
- einem Vortrag
- einem Workshop
- ersten Anwendungsfällen
schrittweise eine echte Transformation entsteht.
Vertrauen als entscheidender Erfolgsfaktor
Immer wieder wurde betont:
KI-Projekte funktionieren nur, wenn Vertrauen entsteht.
Dafür wurden konkrete Methoden gezeigt:
- transparente Kommunikation
- strukturierte Discovery Calls
- kleine Pilotprojekte
- Quick Wins
- Test-Workshops
- intelligente Preisgestaltung
Besonders spannend:
Das Konzept des „dreifachen Hirschhausen“ als vertrauensbildendes Angebotsmodell für erste Workshops.
KI-Beratung neu denken: Vom Zeitverkauf zum Value-Based Pricing
Ein weiterer großer Schwerpunkt war die Weiterentwicklung des eigenen Beratungs- und Geschäftsmodells.
Thematisiert wurden:
- Zeit gegen Geld
- Ergebnisbasierte Vergütung
- Nutzungbasierte Modelle
- Value-Based Pricing
- Productized Consulting
- KI-Produkte & IP-basierte Beratung
Die Teilnehmer erhielten tiefe Einblicke darin, wie sich Beratungsleistungen durch KI grundlegend verändern und warum klassische Stundenabrechnung langfristig an Bedeutung verliert.
Nachhaltige Verankerung im Unternehmen
Zum Abschluss wurde erläutert, wie KI nachhaltig in Organisationen integriert werden kann.
Wichtige Elemente:
- Multiplikatoren aufbauen
- Champions identifizieren
- Communities etablieren
- AI Powerhouses schaffen
- interne Kompetenzzentren entwickeln
Das Ziel:
Nicht nur kurzfristige Begeisterung erzeugen, sondern dauerhafte Veränderung etablieren.
Kernaussage des Trainingscalls
Dieser Trainingscall zeigte eindrucksvoll:
Erfolgreiche KI-Transformation entsteht nicht durch Tools allein, sondern durch strukturierte Begleitung von Menschen, Klarheit im Prozess, starke Gesprächsführung und die Fähigkeit, Veränderung wirksam zu moderieren.
Die Teilnehmer erhielten konkrete Frameworks, Gesprächsstrukturen, Workshop-Konzepte und Transformationsmodelle, um KI-Projekte professionell anzubahnen, umzusetzen und langfristig erfolgreich zu machen.
KI-Strategie & Geschäftsmodelle in der KI-Ära – Aufzeichnung 06.05.2026
Dieses Trainingsmodul verbindet strategisches Denken mit den praktischen Möglichkeiten künstlicher Intelligenz – und hebt die Teilnehmer bewusst von der reinen Tool-Ebene auf echte Transformationshöhe. Im Fokus steht die Frage: Wie entstehen in Zeiten von KI neue Geschäftsmodelle, neue Wettbewerbsvorteile und neue Rollenbilder für Berater, Unternehmer und Führungskräfte?
Der Call startet mit einer starken Reflexion über die eigene Positionierung im Markt. Es wird herausgearbeitet, warum die Kombination aus:
- tiefer Fachexpertise,
- transformationaler Kompetenz
- und wirksamer KI-Anwendung
zu einer extrem seltenen und hoch wertvollen Marktposition führt. Besonders eindrücklich wird vermittelt, dass genau diese Schnittmenge künftig den Unterschied zwischen austauschbaren Dienstleistern und strategisch relevanten Transformationspartnern ausmachen wird.
Ein zentrales Thema des Trainings ist das Verständnis von Transformation:
Transformation bedeutet nicht reine Optimierung, sondern echte Zustandsveränderung – bei Menschen, Teams, Prozessen und Geschäftsmodellen. Die Teilnehmer lernen, wie sie Unternehmen nicht nur operativ unterstützen, sondern strategisch bewegen können.
Darauf aufbauend wird intensiv in das Thema Geschäftsmodelle eingestiegen. Anhand des Business Model Canvas nach Alexander Osterwalder werden sämtliche Kernbestandteile moderner Geschäftsmodelle erläutert:
- Zielgruppen
- Werteversprechen
- Kanäle
- Kundenbeziehungen
- Schlüsselaktivitäten
- Ressourcen
- Partner
- Umsatzströme
- Kostenstrukturen
Besonders spannend ist die Erkenntnis, dass jedes Unternehmen nicht nur ein einziges Geschäftsmodell besitzt, sondern auf unterschiedlichen Ebenen agiert:
- Unternehmensebene
- Bereichsebene
- Teamebene
Dadurch entsteht ein völlig neuer Blick auf Transformationsarbeit mit Kunden.
Im weiteren Verlauf zeigt der Call, wie Unternehmen vom Status quo in ein neues Zielbild geführt werden können. Dabei werden zentrale Methoden strategischer Transformationsarbeit vorgestellt:
- Trendanalysen
- SWOT-Analysen
- Deep Research mit KI
- Stakeholder-Reflexion
- KI-gestützte Strategieentwicklung
Sehr praxisnah wird erklärt, wie moderne KI-Systeme heute bereits komplette Prozessanalysen, Schwachstellenbewertungen und Zielprozessdesigns ermöglichen – inklusive automatisierter Visualisierung, Prozesssimulation und Umsetzungsideen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Strategieentwicklung. Mithilfe des „Strategy on a Page“-Ansatzes wird gezeigt, wie Unternehmen:
- Visionen,
- Missionen,
- Ziele,
- Nutzen,
- Initiativen
- und Risiken
klar strukturieren und strategisch ausrichten können – insbesondere im Kontext einer KI-First-Strategie.
Besonders wertvoll ist die intensive Diskussion darüber, wie KI-gestützte Transformation in Unternehmen überhaupt Akzeptanz findet. Der Call macht deutlich:
- KI allein reicht nicht aus.
- Vertrauen ist der Schlüssel.
- Menschen müssen aktiv in Transformationsprozesse eingebunden werden.
Zum Abschluss widmet sich das Training ausführlich dem Thema KPIs und Erfolgsmessung. Es wird vermittelt, wie Transformationsprozesse messbar gemacht werden können, unter anderem über:
- ROI
- Produktivität
- Prozesslaufzeiten
- Fehlerquoten
- Nutzerakzeptanz
- operative Kosten
- Geschwindigkeit von Entscheidungen
- Kulturindikatoren
Dadurch lernen die Teilnehmer, wie sie den konkreten Mehrwert ihrer KI-Transformation sichtbar und belegbar machen können.
Insgesamt ist dieser Trainingscall ein tiefgehender strategischer Perspektivwechsel: Weg von reiner KI-Anwendung – hin zur Gestaltung neuer Geschäftsmodelle, neuer Strategien und echter unternehmerischer Transformation.
Modul 13: Prüfungsvorbereitung und Transferkompetenz mit Karin Pieber – Aufzeichnung 29.04.2026
Dieses Modul dient als finale Vorbereitung auf die TÜV-Prüfung und gleichzeitig als strategischer Abschluss der gesamten Ausbildung.
Ziel: Sicherheit, Klarheit und Anwendungsfähigkeit – sowohl für die Prüfung als auch für reale KI-Projekte.
Modul 13 – Prüfungsvorbereitung & Transferkompetenz
- Mentale & körperliche Vorbereitung
- Kurze Aktivierungsübungen (Stretching, Lockerung)
- „Palmieren“ zur Entspannung der Augen und Reduktion von Stress
- Empfehlung: Nervensystem vor der Prüfung bewusst regulieren (z. B. Spaziergang)
Kerngedanke: Leistungsfähigkeit entsteht durch mentale Klarheit und körperliche Aktivierung
- TÜV-Prüfung – Ablauf & Anforderungen
Rahmenbedingungen
- Datum: 03. Juni, Start: 16:00 Uhr
- Empfehlung: 15 Minuten früher einloggen
- Dauer: 60 Minuten
- Umfang: 35 Multiple-Choice-Fragen
- Bestehen: ab 60 % (21 richtige Antworten)
Technik & Setup
- Laptop/PC mit Kamera und Mikrofon
- Stabiles Internet (entscheidend)
- Tool: AlphaView
- Vorab: Technik im Testraum prüfen
Wichtige Regeln
- Identitätsprüfung (Ausweis erforderlich)
- Allein im Raum, aufgeräumter Arbeitsplatz
- Erlaubt: Stift, Papier, Wasser
- Verboten: Handy, Smartwatch, Zweitmonitor
Kerngedanke: Technische Vorbereitung reduziert Stress und erhöht die Performance
- Die 4 Erfolgsbausteine (Kern des Moduls)
Diese vier Elemente bilden den zentralen Rahmen für Prüfung und Praxis:
- Reflexion – Peer-Feedback
- Strukturierte, respektvolle Rückmeldung
- Fokus auf konkrete Verbesserung statt Bewertung
- Fördert Vertrauen und Lernkultur
Kernaussage: Feedback ist ein Entwicklungsimpuls, kein Urteil
- Planung – Roadmap
- Klärt: Was wird umgesetzt, wann und warum
- Visualisiert Fortschritt und Nutzen
- Schafft Orientierung für alle Stakeholder
Kernaussage: Die Roadmap ist ein Führungs- und Kommunikationsinstrument
- Anwendung – Capstone
- Praxistransfer des gesamten Wissens
- Arbeit in interdisziplinären Teams
- Fokus auf messbaren Business-Nutzen
Kernaussage: Das Capstone zeigt echte Umsetzungskompetenz
- Selbstüberprüfung – Mock-Examen
- Simulation realer Prüfungssituationen
- Training von Zeitmanagement
- Identifikation von Wissenslücken
Kernaussage: Übung reduziert Stress und erhöht Sicherheit
- Prüfungsstrategien (entscheidend für den Erfolg)
Zeitmanagement
- Ca. 1,5 Minuten pro Frage
- Schwierige Fragen überspringen und später zurückkehren
Distraktoren erkennen
Typische Hinweise auf falsche Antworten:
- Formulierungen wie „immer“, „vollständig“, „100 %“
- Fachbegriffe im falschen Kontext
Antworttechnik
- Alle Antwortoptionen vollständig lesen
- Erst verstehen, dann entscheiden
Kernaussage: Nicht nur Wissen zählt, sondern strukturiertes Denken
- Mock-Test (Generalprobe)
- Realitätsnahe Simulation der Prüfung
- Direktes Feedback nach jeder Frage
- Aufbau von Routine und Selbstvertrauen
Kernaussage: Fehler sind Lernchancen, keine Rückschritte
- Lernen im System
Empfohlene Ansätze:
- Nutzung von Lerngruppen (z. B. WhatsApp)
- Einsatz von Tools wie NotebookLM
- Inhalte als Audio/Podcast zur Wiederholung aufbereiten
Kernaussage: Gemeinsames Lernen verstärkt Verständnis und Transfer
- Outcome & Mehrwert
Nach bestandener Prüfung:
- TÜV-Zertifikat (Deutsch & Englisch)
- Eintrag in der TÜV-Datenbank
- Nutzung eines offiziellen Qualitätssiegels (z. B. LinkedIn)
Kernaussage: Sichtbare Positionierung als zertifizierter KI-Transformationsmanager
Fazit
Modul 13 verbindet Prüfungsvorbereitung mit echter Managementkompetenz.
Die vier Bausteine (Reflexion, Planung, Anwendung, Selbstüberprüfung) bilden den praktischen Handlungsrahmen für erfolgreiche KI-Transformationen.
Zusammenfassung
Modul 13 bereitet strukturiert auf die TÜV-Prüfung vor und vermittelt vier zentrale Bausteine: Reflexion (Feedback), Planung (Roadmaps), Anwendung (Capstone) und Selbstüberprüfung (Mock-Tests). Ergänzt durch Prüfungsstrategien, Technik-Setup und Simulationen entsteht Sicherheit für Prüfung und Praxis als KI-Transformationsmanager.
KI rechtssicher einsetzen – Aufzeichnung 22.04.2026
Im letzten Teil des Trainings liegt der Fokus klar auf rechtlichen, ethischen und praktischen Aspekten im Umgang mit KI-generierten Inhalten.
Ein zentrales Learning: Urheber- und Markenrechte sind zwingend zu beachten. Die Nutzung fremder Inhalte (z. B. Logos wie Apple oder BMW, Bilder aus Google oder stilistische Kopien bekannter Marken/Künstler) birgt erhebliche Risiken – auch bei vermeintlich „interner Nutzung“. Wer hier sauber arbeitet, spart langfristig Zeit, Geld und rechtliche Probleme.
Ebenso wichtig ist die Dokumentation der eigenen Arbeit. Besonders bei Kundenprojekten sollte nachvollziehbar sein, wie Inhalte entstanden sind (z. B. durch Prompts oder Screenshots), um sich im Zweifel absichern zu können. Denn: Die Verantwortung liegt immer beim Ersteller.
Im Bereich ethische Standards wird betont, dass Transparenz im Umgang mit KI sinnvoll ist – auch wenn (noch) keine Kennzeichnungspflicht besteht. KI-generierte Inhalte sollten verantwortungsvoll eingesetzt werden, insbesondere im Hinblick auf Manipulation und gesellschaftliche Auswirkungen.
Für die Praxis liefert der Call eine klare Checkliste zur Qualitätssicherung:
- Passt der Output zur Zielgruppe und zum Corporate Design?
- Ist das Ergebnis konsistent mit anderen Inhalten?
- Sind Rechte, Einwilligungen und Lizenzen geklärt?
- Wurde der Entstehungsprozess ausreichend dokumentiert?
Zusätzlich wird empfohlen, sich bei Unsicherheiten intern oder rechtlich abzusichern.
Ein wichtiger Praxisimpuls: KI eignet sich hervorragend zur Ideenfindung (z. B. für Logos), ersetzt aber aktuell keine finale, professionelle Ausarbeitung. Für rechtlich schützbare Ergebnisse ist eine eigene gestalterische Leistung erforderlich.
Auch im Umgang mit KI-Bildern (z. B. für Unternehmen) gilt: Der Einsatz ist möglich und oft effizienter als Stockmaterial – entscheidend ist jedoch eine transparente Kommunikation und ein bewusster Umgang mit ethischen Fragestellungen.
Abschließend wird betont: Nicht Perfektion, sondern Umsetzung zählt. Testen, ausprobieren, kontrollieren und lernen – so entsteht Sicherheit im Umgang mit KI-Tools.
Kernelemente
Rechtssicherheit (Urheber-, Markenrechte) ist essenziell. KI-Inhalte müssen dokumentiert und geprüft werden. Verantwortung liegt beim Ersteller. Ethische Nutzung und Transparenz sind zentral. Qualitätssicherung via Checklisten (Zielgruppe, Konsistenz, Rechte). KI eignet sich für Ideen, ersetzt aber keine finale Gestaltung. Fokus: testen, kontrollieren, iterieren.
KI-Workflows, Tools & Umsetzung in der Praxis – Aufzeichnung 22.04.2026
In diesem Trainingscall wurden zentrale Tools und Workflows rund um KI-gestützte Bildgenerierung, Präsentationserstellung und Designprozesse praxisnah gegenübergestellt und demonstriert.
- Toolvergleich: MidJourney vs. 4o / Photoshop
- MidJourney überzeugt durch deutlich höhere Bildqualität und starke Einsatzmöglichkeiten im Marketing.
- 4o (DALL·E/Tool-Ökosystem) punktet mit enormer Vielfalt an Modellen und Tools sowie API-Schnittstellen zur Automatisierung.
- Entscheidender Vorteil von 4o: flexible Integration in eigene Systeme (z. B. automatisierte Bildgenerierung).
- Kostenstruktur:
- MidJourney & Adobe: klassische Abo-Modelle (laufende Kosten).
- 4o: nutzungsbasierte Abrechnung → mehr Kostenkontrolle.
- Fazit: Toolwahl abhängig von Use Case (Qualität vs. Automatisierung & Flexibilität).
- Präsentationserstellung mit Gamma + Claude
- Gamma ermöglicht KI-gestützte Präsentationen mit automatisierten Layouts, Designs und Exportoptionen (PDF, Social Media, Landingpage).
- Effektiver Workflow:
- Inhalte & Struktur in Claude entwickeln (Sparring-Partner).
- Inhalte als fertige Folienstruktur exportieren.
- In Gamma importieren und visuell umsetzen lassen.
- Alternative: direkte Erstellung über Connector (Claude → Gamma automatisch).
- Wichtige Erkenntnis:
-
- KI nicht blind erstellen lassen, sondern eigene Inhalte strukturieren und steuern.
- Iteration über Prompts möglich (z. B. weniger/mehr Text, Anpassungen vor Generierung).
- Design & Qualitätssicherung
- Einheitliches Erscheinungsbild essenziell:
- Farben, Schriftarten, Stil (Brand Guidelines).
- Gamma ermöglicht:
- automatische Designübertragung auf alle Folien
- schnelle Anpassung ganzer Designs
- Trotzdem gilt:
- Manuelle Nachbearbeitung ist Pflicht
- Inhalte und Folien immer prüfen (Qualität, Zielgruppenfit, Verständlichkeit)
- MCPs & Connectoren
- Claude kann über Connectoren direkt mit Tools wie Gamma, Canva, Google Drive etc. interagieren.
- Vorteil: automatisierte Workflows (z. B. Präsentation direkt erstellen lassen).
- Entwicklung geht klar Richtung:
- KI als Steuerzentrale für verschiedene Tools
- Einführung in Claude Design
- Neues Feature zur Erstellung von:
- Präsentationen
- Wireframes
- Layouts & Designs
- Wichtigste Learnings:
- „Weniger ist mehr“ → zu viele Inputs überfordern das System
- hoher Tokenverbrauch bei komplexen Inputs
- aktuell noch unausgereift und experimentell
- Gute Use Cases:
- Prototyping
- erste Layoutideen
- schnelle Varianten (z. B. Farbtests)
- Schwächen:
- inkonsistente Ergebnisse bei zu viel Kontext
- teilweise kreative, aber unbrauchbare Outputs
- Vergleich: Claude Design vs. Skills
- Skills:
- schneller
- strukturierter
- ideal für wiederkehrende Aufgaben
- Claude Design:
- flexibler, aber experimenteller
- besser für visuelle Exploration & Prototypen
- Empfehlung:
- Skills für Effizienz
- Design für kreative Exploration
- Zentrale Prinzipien aus dem Call
- KI ist ein Sparringspartner, kein Ersatz für eigene Gedanken
- Struktur vor Automatisierung
- Weniger Input = bessere Ergebnisse (bei Design-Tasks)
- Qualität entsteht durch:
- Kombination aus KI + menschlicher Kontrolle
- Toolwahl immer abhängig von:
- Ziel
- Workflow
- gewünschter Tiefe & Qualität
Kurz-Zusammenfassung
KI-Tools wie MidJourney, 4o und Gamma unterscheiden sich stark in Qualität, Flexibilität und Kosten. Effektive Workflows entstehen durch Kombination: Inhalte in Claude entwickeln, visuell in Gamma umsetzen. Wichtig sind klare Struktur, gezielte Prompts und manuelle Nachbearbeitung. Claude Design bietet kreative Ansätze, ist aber noch instabil – hier gilt „weniger Input = bessere Ergebnisse“. Skills bleiben effizienter für wiederholbare Aufgaben.
KI-Bildgenerierung – sicher, kreativ und praxisnah einsetzen – Aufzeichnung 22.04.2026
Der Trainingscall vermittelt ein umfassendes Verständnis für den strategischen und praktischen Einsatz von KI in der visuellen Content-Erstellung – von Bildern über Videos bis hin zu Präsentationen.
- Orientierung im KI-Tool-Dschungel
Die aktuelle Entwicklung ist geprägt von einer enormen Tool-Vielfalt, die schnell überfordern kann. Entscheidend ist daher Fokus statt Verzettelung:
Nicht jedes Tool ist relevant – wähle gezielt 1–2 Lösungen, die zu deinem Anwendungsfall passen, und integriere diese konsequent in deine Arbeitsprozesse.
Ziel ist kein Tool-Wissen im Detail, sondern ein fundiertes Grundverständnis für:
- Bildgenerierung
- Videoproduktion
- Präsentationserstellung
- Effizienzgewinne durch KI
KI ermöglicht massive Zeit- und Effizienzsteigerungen:
- Früher: aufwendige Bildrecherche, manuelle Präsentationserstellung
- Heute: schnelle Generierung & Skalierung von Content (z. B. Videos in mehreren Sprachen)
Einsatzbereiche:
- Marketing & Social Media
- HR (z. B. Onboarding-Videos)
- Sales-Präsentationen
- E-Learning & Kundenkommunikation
- Eigene Bilder & Avatare (z. B. Heygen, Flux)
Beim Einsatz eigener Bilder gilt:
- Du bist verantwortlich für alle Inhalte, die du in KI einspeist
- Nur eigene Daten verwenden (keine fremden Personen)
Wichtige Erfolgsfaktoren:
- Hochwertiges Trainingsmaterial (ca. 15–20 Bilder)
- Konsistenz bei Stil, Kleidung, Erscheinung
- Kontrolle der Ergebnisse (z. B. Gesicht, Hände, Natürlichkeit)
Herausforderung:
- Charakter-Konsistenz ist aktuell noch limitiert und erfordert mehrere Iterationen
- Qualitätskriterien für KI-Content
Zentrale Bewertungskriterien:
- Authentizität & Realismus
- Markenkompatibilität
- Konsistenz der Darstellung
- Zielgruppenrelevanz
- Technische Qualität (z. B. Lippensynchronität bei Video)
- Rechtliche & ethische Grundlagen
Essentiell im Umgang mit KI:
- Persönlichkeitsrechte beachten
- Nutzung fremder Personen nur mit schriftlicher Zustimmung
- Prominente ohne Freigabe tabu
- Dokumentation von Nutzungsrechten inkl. Fristen
Alternative Lösungen:
- Stockbilder
- KI-generierte fiktive Personen
- Bildgenerierung ohne reale Personen (z. B. MidJourney)
Erfolgsfaktor ist hier der Prompt:
- Je detaillierter, desto besser das Ergebnis
- Wichtige Elemente: Stil, Perspektive, Licht, Inhalt
Erweiterte Steuerung durch:
- Parameter (Format, Qualität etc.)
- Stildefinitionen
- Wiederverwendbare Prompt-Templates
Tools & Techniken:
- Prompt-Generatoren zur Strukturierung
- Iteratives Arbeiten mit Varianten
- Kombination mit Bildbearbeitung (z. B. Photoshop)
- Konsistenz & Skalierung
Für professionelle Anwendungen entscheidend:
- Einheitliche Bildsprache (z. B. durch Templates oder Stildefinitionen)
- Wiederholbarkeit von Ergebnissen (eingeschränkt möglich)
- Kombination mehrerer Tools für bessere Kontrolle
- Technische Grenzen & Praxis-Tipps
- KI ist noch nicht perfekt → mehrere Durchläufe nötig
- Auflösung beachten (wichtig für Druck vs. Digital)
- Nachbearbeitung oft erforderlich
- Tool-Kombination bringt die besten Ergebnisse
- Zukunft & Entwicklung
Neue Entwicklungen (z. B. in ChatGPT) zeigen:
- Massive Fortschritte in Bildqualität & Konsistenz
- Vereinfachung komplexer Workflows
- Weiter steigende Relevanz im Alltag
Kernelemente
Fokus auf relevante KI-Tools statt Überforderung. Grundlagenverständnis für Bild-, Video- und Präsentationserstellung. Effizienzsteigerung durch KI in Marketing, HR und Sales. Eigene Avatare erfordern sauberes Training und Qualitätskontrolle. Rechtliche Sicherheit essenziell (Persönlichkeitsrechte, Freigaben). Erfolgreiche Bildgenerierung basiert auf präzisen Prompts. Konsistenz bleibt Herausforderung. Kombination aus Tools + Nachbearbeitung liefert beste Ergebnisse.
KI-Reifegradmodell mit Michael Schmid – Aufzeichnung 15.04.2026
In dieser Session wird das KI-Reifegradmodell als zentrales Beratungswerkzeug vorgestellt, um den tatsächlichen Stand von Unternehmen im Umgang mit Künstlicher Intelligenz fundiert zu bewerten und daraus konkrete Handlungsempfehlungen abzuleiten.
Warum das Reifegradmodell entscheidend ist
Unternehmen überschätzen häufig ihren KI-Fortschritt. Der Besitz von Tools (z. B. Copilot-Lizenzen) ist kein Beleg für Reife. Entscheidend ist der nachweisbare Einsatz mit messbarem Nutzen.
Das Modell hilft Beratern, innerhalb von 30–45 Minuten zu erkennen:
- Wo steht der Kunde wirklich?
- Was ist der nächste sinnvolle Schritt?
- Welche Maßnahmen bringen den größten Hebel?
Die 3 zentralen Wirkungen im Beratungsalltag
- Bedarfsgerechte Beratung – statt falscher Angebote (z. B. Strategie vs. Schulung)
- Bessere Budgetargumentation – durch klare Einordnung statt Bauchgefühl
- Klare Priorisierung – Fokus auf wenige, wirkungsvolle Hebel (z. B. 2 Maßnahmen in 6 Monaten)
Das Modell im Überblick
7 Dimensionen der KI-Reife
- Geschäftsmodell & Strategie
- Organisation & Prozesse
- Menschen & Kultur
- Technologie & Daten
- Prozesse & Kundennutzen
- Recht & Ethik
- Datenschutz & Compliance
→ Jede Dimension beantwortet eine zentrale Diagnosefrage im Kundengespräch.
5 Reifestufen
- Initiierung – erste Experimente, kein System
- Entwicklung – vereinzelte Initiativen
- Anwendung – regelmäßige Nutzung im Alltag
- Integration – strukturiert, strategisch verankert
- Optimierung – KI als Wettbewerbsvorteil
→ Ziel ist nicht maximale Stufe, sondern passender nächster Entwicklungsschritt.
Kernprinzip: Bewertung basiert auf Belegen, nicht Aussagen
Vier Belegarten sichern eine realistische Einschätzung:
- KPIs (z. B. Zeitersparnis, Fehlerquote)
- Pipelines (stabile, wiederholbare Prozesse)
- Governance (klare Rollen, Regeln, Freigaben)
- Kulturindikatoren (Trainings, Nutzung, Austausch)
Faustregeln:
- Dokumentation schlägt Absicht
- Das schwächste Glied bestimmt den Gesamt-Reifegrad
Typische Muster & Ableitungen
Beispiel:
- Viele Tools, aber keine Struktur → Fokus auf Strategie & Governance
- Klare Use Cases vorhanden → Fokus auf Skalierung & Integration
→ Das Modell macht Muster sichtbar, nicht nur Einzelprobleme.
Praxisanwendung im Kundengespräch
Ein strukturierter Reifegrad-Check umfasst:
- Bewertung aller 7 Dimensionen (Ampel: rot/gelb/grün)
- Belege je Dimension festhalten
- Auswahl von 2 zentralen Hebeln
- Formulierung konkreter 6-Monats-Ziele
Beispiel:
- „In 6 Monaten existiert pro Abteilung ein dokumentierter KI-Use Case“
- „KI-Nutzungsrichtlinie ist verabschiedet und umgesetzt“
Erfolgsfaktor: Change statt Technik
- KI ist primär Führungs- und Organisationsthema, nicht IT-Thema
- Häufig klaffen Selbstbild und Fremdbild stark auseinander
- Lösung: Arbeit mit interdisziplinären Teams inkl. Skeptikern
- Nachhaltiger Erfolg entsteht durch Change Management und Rollout, nicht durch Konzepte allein
Zusätzliche Erfolgslogik
Die interne Durchsetzung beim Kunden erfolgt über eine klare Argumentationsstruktur:
- Standortbestimmung
- Risiken bei Nicht-Handeln
- Chancen durch KI
- Konkreter Maßnahmenplan
Prüfungsrelevanz (TÜV)
Wichtige Inhalte:
- 7 Dimensionen
- 5 Reifestufen
- 4 Belegarten
- Logik des Reifegrad-Checks
Kernaussage der Session
Das KI-Reifegradmodell ist ein präzises Diagnose- und Steuerungsinstrument, das Beratern ermöglicht, schnell Klarheit zu schaffen, fundierte Entscheidungen vorzubereiten und Kunden gezielt in die nächste Entwicklungsstufe zu führen – faktenbasiert statt intuitiv.
Zusammenfassung
Das KI-Reifegradmodell bewertet Unternehmen anhand von 7 Dimensionen und 5 Stufen, um den realen KI-Status faktenbasiert zu bestimmen. Entscheidend sind Belege (KPIs, Prozesse, Governance, Kultur) statt Aussagen. Berater identifizieren in kurzer Zeit die größten Hebel, priorisieren Maßnahmen und definieren konkrete 6-Monats-Ziele. KI-Transformation ist primär ein Führungs- und Change-Thema, nicht nur Technologie.
Train the Trainer – Wirksame Gestaltung von Workshops und Trainings – Aufzeichnung 25.03.2026
In diesem Trainingsmodul vermittelt Kathrin Friedl einen klar strukturierten und praxisnahen Ansatz, um Trainings und Workshops so zu konzipieren, dass sie nicht nur Wissen vermitteln, sondern echte Transformation bei den Teilnehmenden auslösen.
Der Einstieg als entscheidender Erfolgsfaktor
Der Beginn eines Workshops bestimmt maßgeblich dessen Wirkung. Mit einer 11-stufigen Struktur lernst du, wie du:
- sofort Verbindung zur Gruppe aufbaust
- alle Teilnehmenden aktivierst
- Nutzen und Erwartungen klar kommunizierst
- einen sicheren und wertschätzenden Rahmen schaffst
So entsteht von Anfang an eine produktive Lernatmosphäre.
Klare Rollen: Trainer vs. Facilitator
Ein zentrales Element ist die Unterscheidung zwischen zwei Rollen:
- Als Trainer vermittelst du Wissen
- Als Facilitator ermöglichst du Erkenntnisse aus der Gruppe
Du lernst, bewusst zwischen diesen Rollen zu wechseln und Workshops als Raum für Entwicklung und eigenständige Lösungen zu gestalten.
Wie Erwachsene wirklich lernen
Die Bloom’sche Taxonomie zeigt die sechs Stufen wirksamen Lernens:
- Wissen aufnehmen
- Verstehen
- Anwenden
- Analysieren
- Bewerten
- Neues erschaffen
Nachhaltiges Lernen entsteht erst, wenn alle Stufen durchlaufen werden.
Micro-Learning und didaktische Klarheit
Effektive Trainings bestehen aus kurzen, klar definierten Lerneinheiten (5–15 Minuten), die immer einem Prinzip folgen:
- Kontext schaffen
- Aktivierung ermöglichen
- Reflexion anstoßen
Dieses Vorgehen erhöht Aufmerksamkeit, Beteiligung und Transfer in die Praxis.
Aktivierung als zentraler Erfolgshebel
Konkrete Methoden sorgen dafür, dass alle Teilnehmenden eingebunden werden:
- Think–Pair–Share
- Fishbowl-Diskussion
- Live-Umfragen (z. B. Mentimeter)
Ziel ist es, passives Zuhören zu vermeiden und aktive Beteiligung zu fördern.
Storytelling und Metaphern
Komplexe Inhalte werden durch Geschichten und bildhafte Sprache verständlicher und greifbarer.
Das erleichtert nicht nur das Verstehen, sondern sorgt auch dafür, dass Inhalte langfristig im Gedächtnis bleiben.
Konstruktives Feedback
Durch die Prinzipien der gewaltfreien Kommunikation lernst du, Feedback klar, respektvoll und wirksam zu formulieren.
So können auch kritische Stimmen produktiv in den Workshop integriert werden.
Vom Workshop zum Produkt
Ein wichtiger Perspektivwechsel:
Nicht Zeit verkaufen, sondern Ergebnisse und Transformation.
Du lernst, wie du:
- Workshops in größere Lernformate integrierst
- Online-Elemente, Materialien und Coaching kombinierst
- nachhaltige und wertbasierte Angebote entwickelst
Fazit
Das Modul liefert einen umfassenden Werkzeugkasten, um Trainings und Workshops professionell zu gestalten, Gruppen wirksam zu führen und nachhaltige Lern- und Veränderungsprozesse zu ermöglichen.
Kurzfassung
Trainings werden wirksam durch einen starken Einstieg, klare Rollen (Trainer vs. Facilitator) und strukturierte Micro-Learning-Einheiten. Die Bloom’sche Taxonomie zeigt, wie nachhaltiges Lernen entsteht. Aktivierung, Storytelling und Feedback sind zentrale Hebel für Beteiligung und Transformation. Ziel ist es, Workshops als ganzheitliche Lernprodukte zu denken statt als reine Wissensvermittlung.
Prozessanalyse & Automatisierungsberatung – Aufzeichnung 18.03.2026
In diesem Modul wird ein zentrales Fundament für erfolgreiche KI-Projekte gelegt: das Verständnis, die Analyse und die gezielte Optimierung von Prozessen. Von Beginn an wird deutlich: KI ist kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug zur Lösung realer Business-Probleme.
Warum Prozessanalyse der Schlüssel ist
Erfolgreiche Automatisierung beginnt nicht mit Technologie, sondern mit dem Prozess selbst.
Ein ineffizienter Prozess wird durch KI nicht besser – sondern lediglich schneller ineffizient ausgeführt.
Daher gilt:
- Zuerst Prozesse verstehen und optimieren, dann automatisieren
- Fokus auf messbaren Mehrwert für Unternehmen und Kunden
- Vermeidung unnötiger Komplexität
Wie Prozesse wirklich funktionieren
Prozesse werden in mehreren Ebenen betrachtet:
- End-to-End-Prozesse (Gesamtüberblick)
- Teilprozesse
- Abläufe mit Rollen (Swimlanes)
- Detaillierte Aktivitäten
Entscheidend ist:
Der dokumentierte Prozess entspricht selten der Realität.
Echte Erkenntnisse entstehen durch die Analyse der tatsächlichen Abläufe im Unternehmen.
Zentrale Methoden der Prozessdarstellung
Im Call werden drei wesentliche Werkzeuge vermittelt:
- SIPOC: Überblick über Start, Ende, Inputs und Outputs
- BPMN: Detaillierte Visualisierung inkl. Entscheidungen und Schleifen
- Value Stream Map: Analyse von Durchlaufzeiten, Engpässen und Verschwendung
Kern-Erkenntnis:
Der größte Teil der Ineffizienz entsteht durch Wartezeiten und Übergaben, nicht durch die eigentliche Bearbeitung.
Die wichtigsten Prozesskennzahlen
Unterschieden wird zwischen zwei Perspektiven:
Effektivität (Kundensicht):
- Qualität
- Durchlaufzeit
- Termintreue
Effizienz (Unternehmenssicht):
- Bearbeitungszeit
- Ressourceneinsatz
- First Pass Yield (fehlerfreie Durchführung beim ersten Durchlauf)
Wichtiger Insight:
Auch bei guten Einzelwerten kann die Gesamtqualität deutlich sinken, wenn Fehler sich entlang der Prozesskette multiplizieren.
Business Case und Wirtschaftlichkeit
Jede Automatisierung benötigt eine klare wirtschaftliche Bewertung.
Nutzen:
- Zeitersparnis
- Kostenreduktion
- Kapazitätssteigerung
- Qualitätsverbesserung
Kosten:
- Implementierung
- laufende Nutzung (z. B. KI-Kosten)
- Schulung und Integration
Zentrale Kennzahlen:
- Return on Investment (ROI)
- Amortisationszeit
Praxisbeispiel zeigt:
Eine Automatisierung kann sich bereits nach wenigen Monaten amortisieren.
Priorisierung von Maßnahmen
Nicht jede Idee sollte umgesetzt werden.
Bewertung erfolgt anhand von:
- Nutzen
- Aufwand
Kategorien:
- Quick Wins: hoher Nutzen, geringer Aufwand
- Strategische Projekte: hoher Nutzen, hoher Aufwand
- Niedriger Nutzen: bewusst zurückstellen oder eliminieren
Reifegrad und Prozesskultur
Unternehmen entwickeln sich typischerweise über mehrere Stufen:
- Dokumentation
- Management
- Optimierung und Automatisierung
- Proaktive Neugestaltung
Langfristiger Erfolg erfordert:
- datengetriebene Entscheidungen
- kontinuierliche Verbesserung
- bereichsübergreifendes Denken
Fazit
Die Qualität der Prozesse bestimmt maßgeblich den Erfolg von KI-Initiativen.
Wer Prozesse richtig versteht, misst und priorisiert, kann gezielt Mehrwert schaffen, fundierte Business Cases entwickeln und Automatisierung wirtschaftlich einsetzen.
Von KI-Use-Cases zu KI-Unternehmenskompetenz – Aufzeichnung 11.03.2026
Warum wir ein KI Center of Excellence brauchen
In diesem Trainingscall zeigt Frank Petermann, warum Unternehmen beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz über einzelne Experimente hinausgehen müssen. Der Fokus liegt darauf, wie aus einzelnen KI-Use-Cases eine echte KI-Unternehmenskompetenz entsteht – und welche Rolle dabei ein AI Center of Excellence spielt.
Viele Unternehmen starten aktuell mit einzelnen KI-Anwendungen in verschiedenen Abteilungen. Dabei entstehen schnell isolierte Lösungen, unterschiedliche Tools und sogenannte Schatten-KI – also KI-Nutzung außerhalb klarer Regeln oder Strategien. Ohne Struktur kann das zu Sicherheitsrisiken, ineffizienten Projekten und ungenutztem Potenzial führen.
Ein AI Center of Excellence (CoE) hilft Unternehmen dabei, KI systematisch zu steuern und langfristig erfolgreich einzusetzen
Warum ein AI Center of Excellence entscheidend ist
Das Ziel eines AI Center of Excellence ist es, KI nicht nur als Tool, sondern als strategische Unternehmenskompetenz aufzubauen.
Dabei übernimmt das CoE mehrere zentrale Funktionen:
- Bündelung von KI-Kompetenzen im Unternehmen
- Koordination von KI-Initiativen und Use-Cases
- Aufbau von Standards, Prozessen und Governance
- Sicherstellung von Datenschutz, Compliance und Qualität
- Förderung von Wissenstransfer und Schulungen
So entsteht aus einzelnen Experimenten eine strukturierte KI-Transformation im Unternehmen.
Zentrale Bausteine eines AI Center of Excellence
Im Call werden mehrere wichtige Bausteine vorgestellt, die ein CoE im Unternehmen aufbauen kann:
KI-Strategie und Use-Case-Portfolio
Definition einer klaren KI-Strategie und systematische Priorisierung von Use Cases.
Governance und KI-Richtlinien
Aufbau einer KI-Policy mit Regeln für:
- Datenschutz
- Sicherheit
- Tool-Nutzung
- Verantwortlichkeiten
Budget- und Ressourcensteuerung
Strukturierte Planung von KI-Investitionen, Projekten und laufenden Betriebskosten.
Schulung und Kompetenzaufbau
Entwicklung einer Lernarchitektur, um Mitarbeitende gezielt für den Einsatz von KI zu qualifizieren.
Erfolgsmessung und Reporting
Messung der Wirkung von KI-Projekten anhand von KPIs und Business-Ergebnissen.
Der wichtigste Erfolgsfaktor: Der KI-„Kümmerer“
Ein zentraler Punkt im Vortrag ist die Rolle einer Person oder eines Teams, das die Verantwortung für KI im Unternehmen übernimmt.
Dieser „Kümmerer“:
- bündelt Wissen rund um KI
- koordiniert Projekte und Initiativen
- verbindet Business, IT und Management
- sorgt für Struktur und Orientierung
Gerade im Mittelstand kann diese Rolle der entscheidende Hebel sein, um KI erfolgreich zu etablieren.
Organisationsmodelle für ein AI Center of Excellence
Je nach Unternehmensgröße können unterschiedliche Modelle eingesetzt werden:
- Zentrales Modell – ein Team steuert alle KI-Projekte
- Hub-and-Spoke-Modell – zentrale Koordination, Umsetzung in Fachbereichen
- Dezentrales Modell – KI-Initiativen entstehen in den Fachbereichen mit übergreifenden Richtlinien
Wichtig ist dabei:
Ein AI Center of Excellence ist kein starres Organisationsmodell, sondern ein flexibler Baukasten.
Fazit
Der Weg von einzelnen KI-Anwendungen hin zu echter KI-Unternehmenskompetenz erfordert Struktur, Verantwortlichkeiten und klare Prozesse.
Ein AI Center of Excellence schafft genau diese Grundlage und hilft Unternehmen dabei, KI:
- strategisch einzusetzen
- Risiken zu kontrollieren
- Kompetenzen aufzubauen
- und langfristigen Mehrwert zu schaffen.
No Code & Low Code Automatisierung – Grundlagen, Praxis und Grenzen mit Axel Beckert – Aufzeichnung 04.03.2026
In diesem Trainingscall wird ein praxisnaher Einstieg in die Welt der No-Code- und Low-Code-Automatisierung vermittelt. Ziel ist es, ein klares Verständnis dafür zu entwickeln, wie Unternehmen Prozesse automatisieren können, ohne umfangreiche Programmierkenntnisse zu benötigen – und wie Automatisierung als Fundament der KI-Transformation dient.
Inhalte und Struktur der Session
Automatisierung als Einstieg in die KI-Transformation
Viele Unternehmen beschäftigen sich zwar mit KI, doch nur ein kleiner Teil nutzt sie bereits produktiv. Ein effektiver Einstieg ist daher Prozessautomatisierung, da sie konkrete Probleme löst und gleichzeitig den Weg für KI-gestützte Systeme ebnet.
Dabei gilt eine zentrale Regel:
Automatisierung sollte nicht um ihrer selbst willen entstehen, sondern nur dann eingesetzt werden, wenn ein Prozess klar definiert, wiederholbar und skalierbar ist.
Der strukturierte Weg zur Automatisierung
1. Den richtigen Prozess identifizieren
Bevor ein Tool eingesetzt wird, sollte der Anwendungsfall klar beschrieben werden:
-
Wer nutzt den Prozess?
-
Welches Ziel soll erreicht werden?
-
Welche Daten sind beteiligt?
-
Was existiert bereits?
-
Wie hoch ist Nutzen vs. Aufwand?
Diese Analyse verhindert, dass man direkt mit Tools startet, ohne den eigentlichen Prozess zu verstehen.
2. Prozesse visuell modellieren
Ein einfacher, aber extrem wirkungsvoller Schritt ist die Visualisierung des Prozesses, z. B. auf einem Whiteboard oder Miro-Board.
Dabei wird dargestellt:
-
Startpunkt eines Prozesses
-
Zwischenschritte
-
mögliche Entscheidungen oder Verzweigungen
-
Ergebnis bzw. Output
Diese Methode schafft Klarheit und ermöglicht auch nicht-technischen Teams, aktiv an der Prozessgestaltung mitzuwirken.
Grundlogik von Automatisierungs-Workflows
Ein Workflow besteht grundsätzlich aus drei Elementen:
Trigger
Der Trigger ist das Ereignis, das den Workflow startet. Beispiele:
-
Eingang einer E-Mail
-
ein Zeitplan
-
ein Formular
-
eine manuelle Auslösung
Actions
Actions sind die Verarbeitungsschritte, die nach dem Trigger ausgeführt werden.
Beispiele:
-
Daten abrufen
-
API aufrufen
-
Dateien erstellen
-
E-Mails versenden
-
Datenbanken aktualisieren
Output
Der Output ist das Ergebnis eines Workflows, etwa:
-
eine Nachricht
-
ein aktualisierter Datensatz
-
ein erzeugtes Dokument
-
eine Information in einem System
Diese Logik bildet die Grundlage aller Automatisierungstools.
Wichtige Workflow-Bausteine
Konnektoren
Konnektoren verbinden Automatisierungsplattformen mit anderen Systemen wie:
-
Slack
-
CRM-Systemen
-
Datenbanken
-
Cloud-Diensten
Sie ermöglichen die Integration verschiedenster Tools ohne eigene Programmierung.
HTTP Requests
Ein HTTP Request ist ein universeller Mechanismus, um externe Systeme über APIs anzusprechen.
Damit lassen sich auch Dienste integrieren, für die kein fertiger Konnektor existiert – allerdings erfordert dies mehr technisches Verständnis.
Filter und Router
Diese Komponenten steuern die Logik eines Workflows.
Filter
-
prüfen Bedingungen
-
entscheiden, ob ein Prozess fortgesetzt wird
Router / Verzweigungen
-
leiten Daten abhängig vom Ergebnis in unterschiedliche Prozesspfade weiter
Praxisbeispiel: Automatische Angebotsverarbeitung
Im Training wird ein konkreter Workflow demonstriert:
-
Eine E-Mail mit Angebots-PDF trifft ein
-
Die Datei wird automatisch ausgelesen
-
Inhalte werden strukturiert extrahiert
-
Daten werden in ein CRM-System übertragen
-
Der Nutzer wird über Slack informiert
So können selbst Angebote mit 60 oder mehr Positionen automatisch vorbefüllt werden, während die finale Prüfung weiterhin durch einen Menschen erfolgt.
Low-Code vs. No-Code
No-Code
-
vollständig visuelle Erstellung
-
keine Programmierung notwendig
-
ideal für einfache Automatisierungen
Low-Code
-
erlaubt zusätzlichen Code (z. B. JavaScript oder Python)
-
bietet mehr Flexibilität
-
geeignet für komplexere Integrationen
KI kann dabei helfen, Code automatisch zu generieren und zu debuggen.
Vorteile von Automatisierung
Low-Code- und No-Code-Automatisierung ermöglicht:
-
schnelle Prototypenentwicklung
-
Entlastung der IT-Abteilung
-
direkte Umsetzung durch Fachabteilungen
-
hohe Flexibilität bei Prozessanpassungen
Damit können Fachbereiche eigenständig Lösungen entwickeln, ohne auf lange IT-Projekte warten zu müssen.
Grenzen von Automatisierung
Trotz aller Vorteile gibt es klare Grenzen.
Automatisierungen werden problematisch wenn:
-
Prozesse zu komplex werden
-
zu viele Entscheidungslogiken existieren
-
Systeme nicht stabil integrierbar sind
-
Skalierung sehr hoch ist
In solchen Fällen sind klassische Softwarelösungen oft sinnvoller.
Risiken und wichtige Governance-Themen
Datenschutz
Besonders kritisch wird es, wenn:
-
Cloud-KI verwendet wird
-
sensible Unternehmensdaten übertragen werden
Eine mögliche Lösung ist der Einsatz lokaler Modelle, um Daten innerhalb der eigenen Infrastruktur zu halten.
Monitoring und Wartung
Automatisierungen müssen überwacht werden. Wichtige Aspekte sind:
-
Logging der Prozesse
-
Fehlerhandling
-
Performance-Monitoring
-
Alert-Systeme
Ohne Monitoring können Automatisierungen stillstehen, ohne dass jemand es bemerkt.
Dokumentation
Eine häufig unterschätzte Herausforderung ist die Wartbarkeit.
Wichtige Fragen:
-
Wer ist verantwortlich für den Workflow?
-
Wer übernimmt Wartung und Updates?
-
Was passiert, wenn der Entwickler das Unternehmen verlässt?
Dokumentation und Versionierung sind deshalb essenziell.
Human-in-the-Loop
Nicht jeder Prozess sollte vollständig automatisiert werden.
Ein Human-in-the-Loop bedeutet:
-
ein Mensch überprüft kritische Schritte
-
sensible Entscheidungen werden manuell freigegeben
-
Fehler können früh erkannt werden
Besonders bei:
-
Kundenkommunikation
-
Vertragsdokumenten
-
finanziellen Prozessen
ist menschliche Kontrolle weiterhin wichtig.
Fazit
No-Code- und Low-Code-Automatisierung ermöglicht es Unternehmen, Prozesse schnell zu digitalisieren und effizienter zu gestalten.
Durch klare Workflow-Strukturen mit Triggern, Actions und Outputs lassen sich viele wiederkehrende Aufgaben automatisieren – von Dokumentenverarbeitung bis hin zu Marketing- und CRM-Prozessen.
Der Schlüssel zum Erfolg liegt jedoch nicht im Tool selbst, sondern in:
-
sauberer Prozessanalyse
-
durchdachter Architektur
-
Datenschutz und Monitoring
-
klarer Verantwortlichkeit
Richtig eingesetzt, bildet Automatisierung eine starke Grundlage für skalierbare KI-Anwendungen im Unternehmen.
KI-Modelle & Technologien – Text, Code & Kommunikation – Aufzeichnung 25.02.2026
Die Session widmete sich dem Verständnis moderner KI-Modelllandschaften, dem sicheren Einsatz von Code-Assistenz sowie dem Aufbau stabiler, verlässlicher RAG-Systeme. Ziel war es, die Teilnehmer in die Lage zu versetzen, Modelle einzuordnen, Chatbots abzusichern, Konversationen zu steuern und Kosten sowie Kontextmanagement professionell zu beherrschen.
Inhalte und Struktur der Session
1. Einstieg: Modelllandschaft, Coding-Praxis und zwei zentrale Problemszenarien
Zu Beginn wurde eingerahmt, dass sich die Modellwelt rasant verändert hat. Das Modul vermittelt:
-
Überblick über Foundation Models
-
Verständnis von RAG-Systemen
-
Sicherer Einsatz von Coding-Prinzipien
-
Rollenwechsel: Peter demonstriert Coding-Praxis live
Dazu wurden zwei reale Szenarien vorbereitet:
Szenario 1: Unkontrolliertes Coding mit Cloud-Tools
Entwickler arbeiten begeistert mit Cloud-Code, jedoch ohne Qualitätskontrolle. Die Folgen:
-
Sicherheitslücken
-
Inkonsistenter Code
-
Fehlende Tests
Szenario 2: Der vergessliche interne Chatbot
Mitarbeiter bauen Chatbots in Microsoft-Bordmitteln, diese vergessen jedoch Kontexte oder geben unerwünschte Informationen preis.
Ziel ist zu verstehen:
-
Warum passiert das?
-
Wie verhindert man es?
2. Foundation Models vs. Spezialmodelle
Foundation Models sind universelle Modelle wie Claude, GPT, Gemini oder Groq – vergleichbar mit einem Schweizer Taschenmesser. Sie können Texte, Analysen, Code, Übersetzungen und mehr. Trainiert auf Büchern, Websites, Code-Repositories.
Demgegenüber stehen Spezialmodelle („Chirurgenskalpelle“), z.B.:
-
Mistral Codestral
-
DeepSeek Coder
-
Qwen3 Coder (Open Source, lokal ausführbar, nahe an Claude Opus Codequalität)
Spezialisierte Modelle:
-
sind nur auf eine Aufgabe optimiert
-
benötigen lokale Hardware, sparen aber hohe Cloud-Tokenkosten
-
eignen sich für Firmenpolicies, die verbieten, Code nach außen zu senden
-
helfen besonders bei alten Programmiersprachen (Fortran etc.)
Essenz: Für generelles Coding reichen Foundation Models meist aus – Spezialmodelle punkten bei Kosten, Datenschutz und spezifischen Sprachen.
3. Praktischer Coding-Teil: Explain-Then-Write, Autocomplete, Kontextvervollständigung
Peter demonstriert live, wie man mit KI effizient und sicher Code erzeugt.
Das Fundament bildet der Explain-Then-Write-Ansatz:
-
KI erklärt zuerst strukturiert, wie sie das Problem lösen würde
-
Danach schreibt sie den Code
Das verbessert:
-
Nachvollziehbarkeit
-
Reviewbarkeit
-
Strukturqualität
-
Vermeidung von „magischem Code“
Im Beispiel wurde eine Python-Funktion entwickelt, die beliebige Titel in sichere Dateinamen umwandelt (inkl. Transliterierung).
4. Unit Tests automatisch generieren
Unit Tests sind traditionell unbeliebt, aber essenziell – KI automatisiert sie zuverlässig.
Wesentliche Weisheiten:
-
Unit Tests decken Fehlerfälle und Edge-Cases ab
-
KI kann sie schreiben, aber der Mensch muss sie prüfen
-
KI identifiziert oft Inkonsistenzen im Code sofort
-
Ergebnis: saubere, vollständig getestete Funktionen
Realistische Fehler (z.B. falsche Umlaute) zeigten live, wie wertvoll KI-gestützte Korrekturen sind.
5. Linter: Sauberkeit & Standards im Code
Linter stellen sicher, dass Code Standards folgt (z.B. Einrückungen, Schreibweisen).
Wichtig:
-
Firmen haben oft konkrete Policies
-
Linter verbessern Team-Lesbarkeit
-
Hilft, Fehler früh zu erkennen
Ein essenzieller Bestandteil von robustem Coding – und Bestandteil der TÜV-Prüfung.
6. Best Practices für robusten KI-Code
Sechs essenzielle Prinzipien:
-
Sprache + Versionsnummer exakt spezifizieren
-
Coding-Standards und Linter nennen
-
Input- / Output-Beispiele geben
-
Architektur zuerst gemeinsam mit der KI planen
-
„Explain then Write“ konsequent nutzen
-
Rahmenbedingungen + Ausschlüsse klar formulieren
Für größere Projekte:
Zuerst im Chat planen, dann das Briefing für Cloud Code erzeugen.
7. RAG-Systeme: Funktionsweise, Strategien und Grenzen
RAG = Retrieve → Augment → Generate
Ein internes RAG verhindert Halluzinationen, indem:
-
Daten intern kontrolliert werden
-
nur Firmenwissen als Antwortbasis dient
-
aktuelle und präzise Antworten entstehen
-
sensible Informationen nicht nach außen gelangen
Ein Playground zeigte:
-
Chunking (Aufteilen in Dokumenthäppchen)
-
Embedding (Umwandeln in Vektoren)
-
Vektor-Ähnlichkeitssuche
Praxisbeispiel: AnythingLLM wurde live demonstriert (Urlaubsregelung, Richtlinien).
Zentrale technische Bausteine:
-
Vektor-Datenbank
-
Embedding-Modell
-
LLM zur Antwortgenerierung
Unterscheidung wichtig:
Embedder ≠ LLM.
Der Embedder wandelt Text in Bedeutungsvektoren – das LLM formuliert die Antwort.
8. Chunking-Strategien
Gute RAG-Antworten stehen und fallen mit gutem Chunking.
Arten:
-
Fixed-Size (einfach, zuverlässig)
-
Rekursives Chunking (Strukturerhalt: Absätze, Listen etc.)
-
Semantisches Chunking (bedeutungsorientiert, ideal für Transkripte)
Parameter:
-
Chunk-Größe
-
Overlap
Merksatz: Schlechte Chunks → schlechte Antworten.
9. Guardrails für sichere Chatbots
Damit interne Chatbots keine vertraulichen Informationen preisgeben, braucht es Guardrails:
-
Themenbeschränkungen
-
Output-Validierung
-
DSGVO-Filter
-
Passwort-Filter (zentrale Prüfungsanforderung)
-
Protokollierung (Auditfähigkeit)
-
Eskalation an Menschen bei Unsicherheit
Merksatz:
RAG + Guardrails = sichere Chatbots
10. Kontextfenster verstehen (Coding & RAG)
Beim Coding:
Coding erzeugt viel Text → Fenster schnell voll → KI vergisst Kontext oder verschlechtert Codequalität.
Strategien:
-
Entscheidungen zusammenfassen
-
externe Dateien nutzen
-
Aufgaben in kleine Schritte zerlegen
Merksatz:
Kleine abgeschlossene Schritte liefern bessere Codequalität als große Kontextblöcke.
Beim RAG:
Langes Chatfenster ist sogar kontraproduktiv, weil Themenwechsel den Anfragevektor verwässern.
→ kurze Chatkontexte bringen präzisere Ergebnisse.
11. Temperature: Kreativität steuern
Hohe Temperature = hohe Kreativität = Risiko für Halluzinationen.
Empfehlung:
-
Coding: 0.1 – 0.3
-
RAG: 0.2 – 0.4
Merksatz:
Niedrige Temperature + RAG = verlässliche Antworten.
12. Tokenkosten verstehen & steuern
Tokenkosten entstehen durch:
-
jede Eingabe
-
die Chunks
-
jeden Output
Strategien zur Kostenkontrolle:
-
minimale Kontextlänge
-
optimale Chunkgröße
-
kleine Modelle bevorzugen
-
lokale Modelle prüfen
Kostenbeispiel: Unterschiede zwischen Modellen können von wenigen Euro auf mehrere Tausend pro Monat steigen.
13. Modellwahl: Kosten, Qualität, Multimodalität
Entscheidungskriterien:
-
Budget / Tokenkosten
-
Qualitätsanforderungen
-
benötigte Modalitäten (Text / Bilder / Audio / Video)
-
Datenschutzanforderungen
Hinweis: Viele kleine Modelle sind für RAG völlig ausreichend.
14. Fehlannahmen & kritische Prüfpflichten
Fehlannahmen:
-
KI schreibt fehlerfreien Code → falsch
-
RAG findet immer die richtigen Dokumente → falsch
-
Großes Kontextfenster ist immer besser → falsch
Prüfpflichten:
-
Code Review
-
Unit Tests
-
Chunkqualität prüfen
-
Guardrails prüfen
KI arbeitet, Menschen entscheiden.
Grundlagen generativer KI und gezielte Steuerung von LLMs – Aufzeichnung 18.02.2026
In dieser Auftaktsession lernst du, wie moderne KI-Modelle wirklich denken und wie du sie so steuerst, dass sie präzise, verlässlich und reproduzierbar liefern. Peter und Stefan führen dich in die Grundlagen von Tokens, Kontextfenstern, Prompting, System-Prompts, Temperature & Top-P sowie strukturierten JSON-Ausgaben ein. Mit praxisnahen Live-Demos, greifbaren Beispielen und prüfungsrelevantem Wissen erhältst du ein fundamentales Verständnis für die Mechanik von LLMs – die Basis für jede professionelle KI-Transformation.
Inhalte und Struktur der Session
1. Einordnung der Ausbildung & Mehrwert der TÜV-Zertifizierung
Zu Beginn begrüßen Peter und Stefan die Teilnehmer und übergeben an TJ und anschließend an Michael Schmidt, der die Entstehung der TÜV-Zertifizierung erläutert:
-
Die Zusatzqualifizierung entstand aus dem Wunsch der Masterclass-Teilnehmenden nach einem offiziell anerkannten Kompetenznachweis.
-
Der TÜV Rheinland stellte ein Basiscurriculum, das das Körting-Institut erweitert und veredelt hat.
-
Ergebnis: 16 Module, tiefes Grundlagenwissen, praxisnah, mit klaren Hinweisen, was prüfungsrelevant ist.
-
Die Prüfung kann freiwillig bis zum 31.3. gebucht werden; ein vorbereitendes Modul folgt später.
-
Montag (19 Uhr) gibt es ein zusätzliches Special mit dem TÜV-Projektmanager Thomas Schmidt.
Die erste Kohorte erzielte eine Bestehensquote von 97 %, was die Qualität der Ausbildung unterstreicht.
2. Vorstellung der Dozenten: Peter Rhaese & Stefan Weimar
Beide Dozenten sind Experten des Koerting-Instituts:
-
Stefan: TÜV-zertifizierter KI-Architekt, spezialisiert auf datensouveräne KI-Lösungen, bekannt aus dem Crashkurs „Lokale KI“.
-
Peter: Schwerpunkt Conversational AI, langjährige Erfahrung in Software- und KI-Kommunikation, ebenfalls TÜV-zertifiziert, bekannt für präzise Analysen und leise, aber treffsichere Impulse.
3. Storyline des Abends: „Wie steuere ich KI-Modelle zielgerichtet?“
Der gesamte Call steht unter der Leitfrage:
Wie funktionieren LLMs wirklich — und wie steuere ich sie so, dass sie verlässlich, strukturiert und reproduzierbar liefern?
Die Dozenten bauen das Verständnis systematisch auf — beginnend bei den KI-Generationen, über Tokens, Aufmerksamkeit und Wahrscheinlichkeiten bis hin zu Prompting-Techniken und JSON-Strukturierung.
4. Die vier KI-Paradigmen – vom Regelwerk zur generativen KI
Peter führt in das Spektrum der KI-Arten ein:
-
Symbolische / regelbasierte KI
„Wenn A, dann B“ – wenig flexibel. -
Neuronale Netze / Machine Learning
Mustererkennung, aber eng begrenzt auf die Trainingsaufgabe. -
Generative KI (LLMs)
enorm leistungsfähig – Texte, Bilder, Code –, aber hoher Steuerungsbedarf. -
AGI (hypothetisch)
Selbstlernend, bewusstseinsähnlich – existiert heute nicht.
Die zentrale Erkenntnis:
Je mächtiger die KI, desto präziser muss der Mensch steuern.
5. Das Transformer-Prinzip & „Attention“ – wie KI denkt
Mit der Koch-Analogie wird deutlich:
-
Alte KI: Schritt-für-Schritt-Abarbeitung, kein Gedächtnis.
-
Transformer-KI: kann alle Zutaten gleichzeitig sehen, versteht Zusammenhänge mittels Attention Mechanism.
Beispiel:
„Der Hund, der gestern bellte, schläft.“
→ KI erkennt korrekt das Subjekt, weil sie den ganzen Satz überblickt.
6. Tokens & Tokenizer – die kleinsten Bedeutungseinheiten
Stefan demonstriert live den OpenAI-Tokenizer:
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Tokens sind Bausteine (Wörter, Wortteile, Satzfragmente).
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KI rechnet intern ausschließlich in Token-IDs (Zahlen).
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Modelle lernen, welche Tokens wie stark miteinander verknüpft sind (Vektoren mit 3.000–4.000 Beziehungen).
-
Trainingsprozesse großer Modelle benötigen Monate auf Tausenden GPUs.
7. Kontextfenster — das Arbeitsgedächtnis der KI
Wichtige Grundregel:
„Die KI behält nur so viele Tokens im Kopf, wie das Kontextfenster erlaubt.“
Wenn es voll ist → alte Inhalte werden zusammengefasst oder fallen heraus.
Deshalb entstehen manchmal Zusammenfassungs-Meldungen bei Claude oder GPT.
Tools wie RAG oder Projekte / GPTs / Gems dienen dazu, KI externes Wissen zugänglich zu machen, ohne das Kontextfenster zu überladen.
8. Temperature & Top-P — Wahrscheinlichkeitssteuerung
Stefan zeigt live, wie Parameter das Verhalten verändern:
Temperature
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steuert Kreativität / Varianz
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niedrig (0.0–0.2) = präzise, deterministisch
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hoch (0.8–1.0) = kreativ, variabel
Top-P
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steuert, wie groß „der Spielraum“ der Wahrscheinlichkeiten ist
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niedrig = sehr eingeschränkt → nur die wahrscheinlichsten Worte
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hoch = breiter Auswahlkorridor
Analogie:
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Temperatur = wie sehr zittert deine Hand beim Dartwurf
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Top-P = wie groß ist die Zielscheibe?
Wichtig:
Nie beide Parameter gleichzeitig stark verändern.
9. System Prompt vs. User Prompt — wer hat die Macht?
Klare Unterscheidung:
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System Prompt: unsichtbare Leitplanken, Identität, Regeln, Werte, Rollenlogik
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User Prompt: die konkrete Aufgabe
Live-Beispiel:
„Schreibe einen Werbetext für die beste Bank der Stadt.“
→ Ohne System Prompt: immer Finanzinstitut
→ Mit System Prompt („Bank = Sitzbank“): ausschließlich Sitzbank-Interpretationen
Regel: System Prompt schlägt User Prompt.
10. Few-Shot Prompting — Lernen durch Beispiele
Stefan demonstriert:
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Ohne Beispiele: LLM formuliert chaotisch unterschiedlich.
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Mit 1–5 Beispielen: stabiler Stil, feste Struktur, reproduzierbare Ergebnisse.
Einsatzgebiete:
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Amazon-Bewertungen
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Tabellen
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Newsletter-Strukturen
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Tonalität / Schreibstil
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Content-Frames
11. JSON-Ausgaben — strukturiertes Denken für Maschinen
JSON ermöglicht:
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zuverlässige Datenstrukturen
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maschinelle Weiterverarbeitung
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saubere Übergaben an CRM / Automation / N8N / Make
Die KI wird über:
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Few-Shot Beispiele
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oder System Prompt („verwende diese JSON-Struktur“)
zu stabilen Ausgaben geführt.
12. Halluzinationen & Bias — systemische Grenzen der KI
Wesentliche Erkenntnisse:
Halluzinationen
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entstehen durch Wahrscheinlichkeitslogik
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KI lügt nicht, sie ist eine Wahrscheinlichkeitsmaschine
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veraltete Daten → falsche Antworten (z. B. VDE-Norm)
Bias / Verzerrung
Stefans eindrückliches Beispiel: Bildgenerierung einer „weiß gekleideten Businessfrau“
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Deutsch → europäisches Modell
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Schwedisch → blonde Frau
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Japanisch → asiatische Frau
-
Arabisch → Mann oder verschleierte Frau
Ursache:
kulturelle Trainingsdaten + menschliche Bewertungssysteme.
Update: neue Modelle korrigieren, aber Verzerrungen bestehen.
13. Prompting vs. Feintuning — was ist wirklich Training?
Entscheidend für die Prüfung:
Prompting
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schnell
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flexibel
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reicht für 95 % aller Anwendungsfälle
Feintuning
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verändert das Modell selbst
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teuer, komplex, hoher Datenbedarf (1000+ Beispiele)
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nur sinnvoll, wenn KI strukturelle Fähigkeiten nicht besitzt
(z. B. Schweizerdeutsch-Spracherkennung, Domänenlogiken)
Wissenserweiterung erfolgt nicht durch Feintuning, sondern durch RAG.
14. Offene Fragerunde & Klärungen
Teilnehmerfragen verdeutlichten:
-
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System Prompt = das interne Regelwerk des Modells
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Temperature/Top-P variieren je nach Use Case (z. B. Programmieren: niedrige Werte)
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JSON ist essenziell für Automationen
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Bias ist abhängig von Trainingsdaten & Herkunft des Modells
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Prüfung: voraussichtlich Anfang Juni, Entscheidung bis 31.3.
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Datenstrategie & Datenmanagement für KI
Carsten Wittmann (KI-Compliance) und Stefan Weimar zeigen in diesem fokussierten Training, wie du Datenlandschaften KI-ready machst… praxisnah, verständlich und direkt anwendbar.Am Ende bist du in der Lage, Datenlandschaften bei Kunden strukturiert zu bewerten, konkrete Handlungsempfehlungen abzuleiten und bist optimal vorbereitet auf die TÜV-Prüfung zum KI-Transformationsmanager.
Ladet euch hier gerne die Präsentation herunter:
In dieser fokussierten Trainingseinheit geben die Experten Carsten Wittmann und Stefan Weimar einen tiefgehenden Einblick in das Fundament jeder erfolgreichen KI-Transformation: die Datenstrategie und das Datenmanagement.
Schon zu Beginn wird deutlich: Wer KI wirkungsvoll einsetzen will, muss seine Daten im Griff haben. Saubere, aktuelle und zugängliche Daten sind Grundvoraussetzung… unabhängig davon, ob diese aus einem klassischen ERP-System, aus Excel-Listen oder einem modernen Data Lake stammen.
Zentrale Inhalte des Trainingscalls:
Warum Datenqualität, Datenzugriff und Governance die entscheidenden Faktoren sind, um KI-Projekte überhaupt möglich zu machen.
Was sind Data Warehouse und Data Lake?
Anhand eingängiger Analogien wie „Werkstattregal vs. Fotoschublade“ wird erklärt, wann welches Konzept sinnvoll ist – und warum Unternehmen in der Praxis oft beides kombinieren (Stichwort: Data Lakehouse).
Governance & Verantwortlichkeiten klar regeln:
Wer ist Data Owner (Hausbesitzer), wer ist Data Steward (Hausmeister)? Nur mit klaren Zuständigkeiten lassen sich Datenschutz, Qualitätssicherung und Zugriffskontrollen effektiv umsetzen.
Zugriffskontrolle durch RBAC – Role-Based Access Control:
Nicht die Person bekommt Rechte, sondern die Rolle. Damit wird das DSGVO-konforme Need-to-know-Prinzip strukturiert umsetzbar.
Die vier Metriken zur Datenqualität:
Aktualität, Konsistenz, Vollständigkeit und Korrektheit. Und welche dieser Aspekte sich automatisiert überprüfen lassen – und welche nicht.
Datenkataloge & Lineage:
Wie ein Inventar für eure Datenstruktur helfen kann, Überblick und Kontrolle zu behalten – besonders für KI-Projekte oder bei DSGVO-Anfragen.
Praxisbeispiel „Lieferstatus-Chatbot“:
Ein konkreter Quick-Check mit fünf Kernfragen zur Bewertung der Datenreife. Ergebnis: Ohne klare Rollen, aktuelle Daten und Zugriffskontrollen ist KI-Einsatz nicht tragfähig.
DSGVO-Recap:
Vier zentrale Prinzipien (Zweckbindung, Rechtsgrundlage, Datenminimierung, Privacy by Default) und wie diese in Governance und KI-Projekte integriert werden müssen.
Erfahrungsaustausch & Live-Q&A:
Teilnehmer teilen ihre Herausforderungen aus der Praxis – etwa mit der Identifikation von Data Ownern in dynamischen Organisationen.
Das Training liefert nicht nur Wissen für die Praxis, sondern bereitet zielgerichtet auf die TÜV-Prüfung zum KI-Transformationsmanager vor – inklusive Mini-Glossar, Checklisten und Prüfungsfallen.
Governance, Recht und Ethik – Compliance & sichere KI-Nutzung in Organisationen
Carsten Wittmann, Compliance-Experte am Koerting Institute und erfahrener Unternehmensberater, führt durch dieses Modul mit Fokus auf rechtssicheren, verantwortungsvollen und ethisch fundierten KI-Einsatz in Organisationen.
Im Mittelpunkt: Datenschutz (DSGVO), Compliance-Strukturen, Risikomanagement und die neue EU-KI-Verordnung (AI Act).
Ladet euch hier gerne die Präsentation herunter:
Einführung & Zielsetzung
Ziel des Moduls: Verständnis, wie Unternehmen KI sicher, DSGVO-konform und ethisch verantwortungsvoll einsetzen können.
Carsten zeigt praxisnah, wie Datenschutz, Governance und Ethik zu Fundamenten einer belastbaren KI-Strategie werden.Lernziele:
- Risiken beim KI-Einsatz erkennen und steuern
- Datenschutz- und Compliance-Pflichten umsetzen
- Grundlagen des KI-Managements in Organisationen anwenden
Datenschutz & DSGVO im KI-Kontext
Kernprinzipien der DSGVO:
Rechtmäßigkeit, Transparenz, Zweckbindung, Datenminimierung, Speicherbegrenzung, Integrität & Vertraulichkeit, Rechenschaftspflicht.„Privacy by Design & by Default“:
Datenschutz von Beginn an mitdenken statt nachträglich reparieren.
Projekte werden effizienter, wenn Datenschutz direkt in Entwicklung und Prozesse integriert wird.Praxisbeispiele:
- Facebook Pixel: erlaubt nur mit vorheriger Einwilligung
- Testsysteme: keine Produktivdaten verwenden
- Zugriffskontrolle: nur für berechtigte Rollen
- Multifaktor-Authentifizierung & Verschlüsselung als Standards
Auftragsverarbeitung:
Wer Kundendaten im Auftrag verarbeitet, gilt als Auftragsverarbeiter → schriftlicher Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) erforderlich.
Keine Einbindung von Drittanbietern ohne AVV oder klare Zweckbindung.
Rechtsgrundlagen & internationale Datentransfers
Zulässigkeit von Datenverarbeitung:
Nur mit gültiger Rechtsgrundlage nach Art. 6 DSGVO – typischerweise Vertrag, Einwilligung oder berechtigtes Interesse.Einwilligung:
Muss freiwillig, informiert, eindeutig und widerrufbar sein. Minderjährige unter 16 Jahren benötigen Zustimmung der Eltern.Datentransfer in Drittländer:
- Innerhalb der EU: grundsätzlich zulässig
- USA: nur bei Anbietern mit Data Privacy Framework (DPF)
- Sonstige Länder: nur mit Standardvertragsklauseln und Transfer Impact Assessment (TIA)
Empfehlung:
Keine personenbezogenen Daten an nicht-zertifizierte KI-Anbieter senden (z. B. Free-Modelle von OpenAI ohne Enterprise-Vertrag).
Datenschutz-Folgenabschätzung & Risikoanalysen
Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA):
Pflicht bei hohem Risiko für Betroffene – etwa bei Profiling, Scoring oder Überwachung.
Bewertung der Risiken, Abwägung von Grundrechten, Maßnahmen zur Risikominderung.Transfer Impact Assessment (TIA):
Analyse des Schutzniveaus in Drittländern – inklusive Rechtslage, Subdienstleister, technischer und organisatorischer Maßnahmen (TOMs).
EU AI Act – Der neue Ordnungsrahmen für Künstliche Intelligenz
Ziel:
Schutz von Grundrechten, Sicherheit und Vertrauen in KI-Systeme.
Er schafft klare Regeln für Anbieter, Importeure und Anwender von KI in der EU.Risikoklassifizierung:
- Verbotene KI: Social Scoring, Massenüberwachung, manipulative Systeme
- Hochrisiko-KI: Medizin, Justiz, Kreditvergabe, kritische Infrastrukturen
- Begrenztes Risiko: Transparenzpflicht (z. B. Chatbots, Deepfakes)
- Minimales Risiko: z. B. Spamfilter, Übersetzungstools
Pflichten für Unternehmen & Entwickler
Für Hochrisiko-KI gelten:
- Kontinuierliches Risikomanagement
- Daten- und Modell-Governance
- Technische Dokumentation & Logging
- Transparenz & Benutzerinformation
- Human in the Loop / On the Loop / In Command
- Cybersecurity & Robustheit
Meldepflichten:
Schwerwiegende Vorfälle (z. B. Grundrechtsverletzungen, Gesundheitsschäden) müssen binnen 15 Tagen gemeldet werden.Strafen:
- Verbotene KI: bis 7 % des Jahresumsatzes
- High-Risk-Verstöße: bis 15 Mio € oder 3 % Umsatz
Ethik, Bias & Governance
Ethik & Fairness:
Vermeidung von Diskriminierung, Transparenz über Entscheidungslogiken, Sicherstellung menschlicher Kontrolle.Bias-Mitigation:
Ausgewogene Datensätze, kontinuierliches Monitoring und Dokumentation.Governance-Strukturen:
- AI Officer / Compliance Manager: Koordination, Monitoring, Reporting
- Ethikboard: Bewertung von Fairness, Verantwortung, gesellschaftlichem Impact
- Governance Board: Strategische Aufsicht & Schnittstelle zur Geschäftsführung
KI-Kompetenz & Schulung
Der AI Act fordert „angemessene KI-Kompetenz“ – keine formale Zertifizierung, aber nachweisbare Schulung.
Schulungen sollten Rolle, Risiko und Use Case berücksichtigen.
Fehlende Kompetenz kann bei Verstößen zu höheren Bußgeldern führen.
Schluss & Quintessenz
Datenschutz, Ethik und Governance sind keine Hürden, sondern Voraussetzung für vertrauenswürdige KI.
Carsten zeigt klar:
„KI darf kein blinder Automatismus sein – Verantwortung bleibt immer menschlich.
Cyber Security & Privacy in KI-Deployments
In diesem spannenden Drop Modul führt Hristo Stefanov in die essenziellen Sicherheitskonzepte ein, die beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in Unternehmensumgebungen eine zentrale Rolle spielen. Der Trainingscall ist praxisorientiert, prüfungsrelevant und gespickt mit Live-Demonstrationen, konkreten Angriffsszenarien sowie fundierten Handlungsempfehlungen.
Ladet euch hier gerne die Präsentation herunter:
Kernthemen des Calls:
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Einführung in Cyber Security in der KI
Grundlagen der IT-Sicherheit mit Fokus auf die CIA-Triad: Integrität, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit. -
Live-Demo: KI-gestützter Angriff auf eine Web-Applikation
Beispiel für gespeichertes Cross-Site Scripting und wie KI-basierte Systeme wie LLMs Sicherheitsmaßnahmen ungewollt umgehen können. -
Zero Trust Architektur
Warum klassischer Perimeter-Schutz nicht mehr ausreicht und welche Prinzipien (z.B. kontinuierliche Authentifizierung, Mikrosegmentierung, Least Privilege) heute notwendig sind. -
Secure Machine Learning Life Cycle (MLSecOps)
Schutzmaßnahmen über den gesamten Lebenszyklus eines KI-Modells hinweg: von Planung, Design, Training bis Monitoring und kontinuierlicher Absicherung. -
Threat Modeling (inkl. STRIDE-Analyse)
Systematische Bedrohungsanalyse und Risikobewertung im Kontext von KI-Systemen. -
Privacy Enhancing Technologies (PETs)
Praktische Tools zum Datenschutz wie Differential Privacy, Federated Learning, Homomorphic Encryption und Synthetic Data. -
Data Loss Prevention (DLP)
Strategien, um Datenverluste oder unautorisierte Offenlegungen sensibler Informationen zu vermeiden. -
Input/Output Sanitization & Jailbreak Prevention
Schutzmechanismen zur Filterung gefährlicher Nutzereingaben und Output-Validierung bei LLMs. -
Kontinuierliches Monitoring & Logging
Bedeutung von Echtzeitüberwachung, Audit Logs und Alerting zur Angriffserkennung und Rückverfolgung. -
Penetration Testing vs. automatisierte Scans
Warum Pen-Tests auch bei KI-Anwendungen unerlässlich sind und automatisierte Tools diese nicht ersetzen.
Bonus-Input aus der Runde:
Echte Erfahrungsberichte zu Ransomware-Attacken und ethischen Gefahren durch KI verdeutlichen die gesellschaftliche und betriebliche Relevanz des Themas.
Custom Agents, Fine-Tuning & RAG-Workflows
In dieser Session wurde systematisch aufgezeigt, wie ein Standard-LLM zu einem firmenspezifischen Arbeitsinstrument weiterentwickelt werden kann – durch drei zentrale Technologien: RAG-Workflows, LoRA-Fine-Tuning und Custom Agents.
Ladet euch hier gerne die Präsentation herunter:
Kernthemen des Calls:
RAG – Retrieve, Augment, Generate
- Ziel: Anbindung von unternehmensinternem Wissen an ein LLM ohne Modellveränderung.
- Unterschied zwischen parametrischem (gelerntem) und nichtparametrischem Wissen (z. B. HR-Dokumente).
- Dokumente werden gechunkt, in Embeddings überführt und in einer Vektor-Datenbank gespeichert.
- Semantische Suche ermöglicht kontextbezogene, präzise Antworten.
- Unterschied zu SQL: Statt Keyword-Matching erkennt RAG Bedeutungszusammenhänge.
- Erweiterung durch Graph-RAG für relationale Verknüpfungen von Begriffen.
Fine-Tuning vs. LoRA
- Full Fine-Tuning verändert das Modell tiefgreifend, benötigt große Datenmengen, ist teuer und risikobehaftet (Stichwort: Catastrophic Forgetting).
- LoRA (Low-Rank Adaptation) passt nur kleine Teilbereiche des Modells an und bleibt effizient, kostengünstig und reversibel.
- Optimal für das Training auf Stil, Tonalität oder Format (z. B. unternehmensspezifische Schreibweise).
- Bereits mit 100–500 Beispielen umsetzbar.
Custom Agents
- Agenten agieren autonom und führen Aufgaben aus – z. B. Recherche, Datenbankzugriffe, Terminbuchung.
- Tool-Integration erfolgt über Schnittstellen wie LangChain.
- Guardrails sichern den Agentenbetrieb auf drei Ebenen ab:
- Input Guardrails: Prüfung von Anfragen (z. B. keine Passwörter)
- Output Guardrails: Kontrolle der Ausgaben (z. B. keine sensiblen Informationen)
- Monitoring: Nachvollziehbarkeit aller Schritte und Entscheidungen
Weitere Kernthemen
- Wichtigkeit semantischer Suche zur Kontextbegrenzung im Prompt.
- Bedeutung von Metadaten, Re-Rankern und Datenstrategien für Qualität und Wartbarkeit.
- Diskussion zu Microsoft Copilot als Alternative im Konzernkontext.
- Praxisimpulse zur Aktualisierung und Pflege von Wissensdatenbanken im RAG-Setup.
