
Microsoft Copilot Tanja Förster Teil 1
Microsoft Copilot: Überblick, Einordnung & Lernziele
Tanja Förster eröffnet die Microsoft-Copilot-Reihe mit einer Einordnung: Warum lohnt sich Copilot neben spannenden Tools wie Claude Code überhaupt? Du bekommst einen Überblick über das verzweigte Copilot-Universum, verstehst die typischen Stolperfallen bei Lizenzen und Einstiegspunkten und erfährst, wie die dreiteilige Reihe aufgebaut ist – vom Fundament über Deep Dives in Word, Excel und PowerPoint bis hin zum Bauen eigener Agenten.
Warum Copilot – trotz Claude Code & Co.?
Im KI-Alltag tauchen wir aktuell tief in spannende Agenten-Tools wie Claude Code ein. Trotzdem lohnt es sich, Microsoft Copilot ernsthaft zu betrachten. Tanja bringt bewusst etwas Theorie mit, um einzuordnen, warum die Beschäftigung mit Copilot Sinn ergibt – und kombiniert das mit Live-Einblicken in das Tool.
Das Copilot-Universum: Alles heißt Copilot
Den Einstieg macht ein Bild von Tay Bannerman (LinkedIn), das die Frage aufwirft: Was passiert eigentlich, wenn bei Microsoft alles Copilot heißt?
So negativ das auf den ersten Blick wirkt, so positiv ist die andere Seite: Alle Bereiche sind miteinander vernetzt.
Die Striche zwischen den Einzelbereichen zeigen, dass die Komponenten aufeinander aufbauen.
In der Praxis führt das aber zu Verwirrung: Unternehmen sagen „Wir nutzen Copilot“ – wissen aber gar nicht genau, welchen Copilot sie eigentlich nutzen.
Genau deshalb geht es in dieser Reihe nicht darum, jeden einzelnen Bereich im Copilot-Kosmos abzuklappern, sondern bewusst auf die Anwenderebene zu gehen.
Die typischen Stolperfallen
Copilot ist kein einzelnes Produkt, sondern ein ganzes Feld:
Es gibt viele Einstiegspunkte in den Copilot.
Es existieren unterschiedliche Lizenzmodelle.
Die Bezeichnungen variieren – was schnell für Verwirrung sorgt.
Ziel ist deshalb, dir einen klaren Überblick zu geben: Was kannst du als Anwender konkret nutzen, und wie ordnest du die Begriffe richtig ein?
Worum es heute geht: Das Fundament
Dieses erste Segment legt die Basis:
Worauf baut der Copilot eigentlich auf?
Wo stehen wir aktuell in der Entwicklung – inklusive einer großen Neuerung aus der letzten Woche?
Welche Agenten- und Einsatzszenarien gibt es bereits, mit denen wir arbeiten können?
„Heute gehen wir so ein bisschen in das Verstehen, damit wir eine Grundlage haben, damit wir wissen, wo sprechen wir eigentlich drüber.“
Aufbau der Reihe: Verstehen – Vertiefen – Bauen
Tanja hat die Reihe in drei Schritten gedacht:
1. Heute – Verstehen: Grundlage schaffen, Begriffe sortieren, Einsatzszenarien skizzieren.
2. Übernächster Freitag – Deep Dive: Genauerer Blick darauf, wie der Copilot mittlerweile in Word, Excel und PowerPoint als Agent tätig ist und wie du andere Agenten für dich nutzen kannst. Auch der Einstieg ins Automatisieren wird Thema – inklusive des neuesten Copilot-Agenten, dem Co-Work-Agenten.
3. Danach – Bauen: Eigene Agenten bauen und unterschiedliche Agent-Varianten praktisch umsetzen.
Damit hast du die Landkarte für die kommenden Wochen: Erst das Fundament, dann die Tiefe in den Office-Anwendungen, dann der Sprung ins eigene Bauen.
Copilot Cowork Agent: Einrichtung, Demo & Microsoft Graph
Tanja Förster stellt den brandneuen Copilot Cowork Agent vor – Microsofts agentische Antwort, die auf Anthropic/Claude-Technologie aufsetzt. Du siehst live, wie der Agent eine komplexe Workshop-Vorbereitung in mehreren Schritten abarbeitet: Texte, Präsentation, Termin-Mail. Außerdem lernst du, wie du Cowork über das Admin-Center und das Frontier-Programm freischaltest, was es mit der Anthropic-Datenschutzfrage auf sich hat und warum Microsoft Graph plus Work-IQ das eigentliche Fundament sind – inklusive eines wichtigen Warnhinweises zu Berechtigungen in Unternehmen.
Was der Copilot Cowork Agent ist
Der Cowork Agent ist Microsofts jüngster Schritt in Richtung echter Agentik im Copilot-Universum. Der Name ist kein Zufall: Microsoft hat sich für diesen Agenten an die Anthropic-Technologie (Claude) angedockt. Cowork läuft also nicht mehr auf OpenAI/ChatGPT, sondern ein Teil des Claude-Universums ist hier in Copilot eingebaut worden.
Das Besondere: Cowork ist ein echter Agent, kein klassischer Chat. Er antwortet nicht nur auf einen Prompt, sondern bearbeitet einen Auftrag in mehreren Schritten – inklusive:
mehrschichtiger Aufgabenstränge
terminierter Aufgaben
immer wiederkehrender Aufgaben
Je nachdem, wie viele Schichten du ihm gibst, dauert die Bearbeitung entsprechend länger. Genau deshalb startet Tanja den Agenten im Call gleich zu Beginn – er arbeitet im Hintergrund weiter, während sie die Theorie erklärt.
Die Live-Demo: Workshop-Vorbereitung mit TJ
Tanja gibt Cowork einen sehr detaillierten Auftrag, nämlich eine Workshop-Besprechung mit Torsten Körting zum Thema Copilot vorzubereiten. Der Agent soll dabei:
bestehende Unterlagen nutzen
das Verhältnis zwischen Tanja und dem Körting-Institut einordnen
wahrscheinliche Ziele und Erwartungen herausarbeiten
eine Liste offener Fragen liefern, die vorab zu klären sind
eine E-Mail zur Terminbestätigung als Entwurf erstellen
eine Präsentation im eigenen Präsentationsdesign generieren
Cowork zerlegt diesen Sammelauftrag sichtbar in Einzelaufgaben und arbeitet sie nacheinander ab. Das Ergebnis: ein Ausgabeordner mit Kundenkontext, bisherigem Austausch, Workshop-Zielen, Agenda und offenen Fragen – plus eine bereits gebaute Präsentation und ein fertiger Mail-Entwurf direkt im Outlook-Entwürfe-Ordner.
„Das ist schon so ein vollumfänglicher Assistent, der in Zukunft tatsächlich uns vielleicht da so ein paar von diesen Standardaufgaben auch abnimmt.“
Praxis-Beispiel Newsletter-Routine: Tanja hat einen Outlook-Ordner, in den alle Newsletter wandern. Statt täglich reinzuschauen, hat sie Cowork eine terminierte, wiederkehrende Aufgabe gegeben: eine wöchentliche Zusammenfassung aller Newsletter aus diesem Ordner, geschickt an ihre eigene Mailadresse. Die Originale werden nicht gelöscht, sondern ins Archiv verschoben – so kann sie bei Bedarf in die Einzel-Mail zurückspringen.
Voraussetzungen und Einrichtung
Cowork ist aktuell noch im Rollout und nicht für jeden Account sofort sichtbar. Du brauchst:
1. eine Copilot-Business-Lizenz (kein Familien-/Privataccount, kein „Copilot nicht extra gekauft“)
2. Adminrechte für deine Microsoft-Umgebung (globaler Admin)
3. Teilnahme am Copilot Frontier-Programm (Beta/Vorschau)
So aktivierst du Frontier:
1. Gehe in dein Admin-Center unter admin.cloud.microsoft
2. Navigiere zu Copilot – Einstellungen
3. Klicke oben auf „Alle anzeigen“
4. Suche im Suchfeld rechts nach „Frontier“
5. Wähle „Copilot Frontier“ (nicht „Opal Frontier“ – das ist etwas anderes)
6. Aktiviere es entweder für alle Benutzer oder gezielt für einzelne Personen
Bei manchen Teilnehmer:innen war nur „Opal Frontier“ sichtbar – das liegt am noch laufenden Rollout der letzten Wochen.
Datenschutz: Anthropic im europäischen Kontext
Eine zentrale Frage aus dem Publikum: Manche Unternehmen schalten Cowork bewusst nicht frei, weil mit Claude der gewohnte europäische Datenschutzraum nicht mehr gegeben sei. Die Einordnung:
Cowork läuft auf Anthropic-Technologie.
Anthropic hat derzeit keinen europäischen Server. Bei ChatGPT und auch Microsoft selbst stehen die Server in Europa – bei Anthropic noch nicht.
Damit Cowork überhaupt funktioniert, musst du im Admin-Center unter „KI-Anbieter, die als Microsoft-Unterauftragsverarbeiter tätig sind“ Anthropic aktiv zulassen.
Daten, die du in Cowork eingibst, werden dann so behandelt, als würdest du direkt in Claude arbeiten.
Wichtig: In einzelnen Apps (z.B. Excel) ist die Anthropic-Nutzung bereits datenschutzkonform abgebildet. Bei Cowork selbst ist das aktuell noch nicht der Fall. Es gibt Hinweise, dass AWS einen europäischen Server für Anthropic bereitstellen will – dann würde sich diese Lage entspannen.
Das Fundament: Microsoft Graph + Work-IQ
Warum funktioniert Cowork überhaupt so gut? Weil im Hintergrund zwei Schichten zusammenspielen.
Microsoft Graph ist das Fundament. Hier liegen alle Daten, die in Microsoft bearbeitet werden:
E-Mails
Dateien
Chats
Personen
alle Beziehungsdaten
Berechtigungen
Copilot ist nur so gut wie das, was Copilot über den Graph sehen darf. Vorteil: Dein Copilot sieht nur das, was du als Person sehen darfst – das gesamte Berechtigungsmanagement wird beachtet.
Work-IQ ist die neue Intelligenzschicht, die auf dem Graph aufsitzt. Sie ist quasi das Herz in allen Apps und versteht den Arbeitskontext:
Woran arbeitest du gerade?
In welchem Verhältnis stehen Personen zueinander?
Wo gab es schon Berührungspunkte?
Was wurde schon einmal verschickt?
In der Demo erkennt Work-IQ z.B. selbstständig, wer TJ ist, dass es bereits eine frühere Testmail gab, und priorisiert entsprechend („Du hast es schon gemacht – ändere was, falls du es noch mal versuchst“).
Berechtigungen: die unterschätzte Gefahr im Unternehmenskontext
Ein wichtiger Realitätscheck aus dem Q&A: In mehreren Unternehmen sehen Mitarbeitende seit der Copilot-Einführung plötzlich Dokumente, die sie eigentlich nicht sehen sollten – SOPs, Geschäftsführer-Mails, sensible Dateien.
Wie kommt das? Copilot bricht keine Berechtigungen – aber er macht bestehende Schlampigkeiten sichtbar. Beispiele:
Dateien in SharePoint, die pauschal „für alle“ freigegeben wurden, statt gezielt
Postfächer, deren Zugriffsschutz vom Admin nie sauber konfiguriert wurde
Dokumente in OneDrive, die über Teams-SharePoints unbeabsichtigt geteilt werden
Vorher hätte man diese Dateien theoretisch auch finden können – aber nur mit dem richtigen Link oder viel Sucharbeit. Mit Copilot reicht jetzt eine simple Anfrage wie „Such mir die Gehaltsabrechnung von X“ – und das System zieht die Datei heraus.
Tanjas klare Empfehlung an Unternehmen:
„Bevor ihr Copilot in die Breite ausrollt, muss wirklich dringend nochmal in die Berechtigungsstruktur.“
Und wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist: Copilot erstmal abschalten, Berechtigungsstufen sauber durchleuchten, dann wieder ausrollen. Es gibt im Admin-Bereich u.a. den Graph Explorer, mit dem sich einsehen lässt, was Copilot über eine Person sehen darf – aber das ist Admin-Tiefe, kein Anwender-Thema.
Die Quintessenz: Datenlage und Rollenzuweisung müssen von Anfang an stimmen. Sonst zieht jeder Copilot-Rollout einen unangenehmen Rattenschwanz nach sich.
Planner Agent, Agent-Marketplace & Rollout-Strategie
Tanja Förster zeigt live, wie der Planner-Agent in Microsoft Teams Projektpläne, Checklisten und Budgetempfehlungen eigenständig erstellt. Du lernst, wie der Agent-Marketplace funktioniert, was hinter Preview- und Frontier-Stufen steckt und warum Copilot kein Produkt, sondern eine neue Arbeitslogik ist. Außerdem: Wie du Agents sinnvoll im Unternehmen ausrollst – mit Key Usern, Peer Groups und klarer Berechtigungssteuerung statt Gießkanne.
Der Planner-Agent als digitaler Projektmitarbeiter
Tanja stellt einen ihrer Lieblings-Agents vor: den Planner-Agent in Microsoft Teams. Wer im Teams-Planner Aufgaben strukturiert (projektabhängig, wie Thomas im Chat anmerkt), kann sich diese Arbeit jetzt deutlich vereinfachen.
So legst du einen Plan mit Agent-Unterstützung an:
1. In Teams wechseln und das gewünschte Team öffnen.
2. Über Apps den Planner hinzufügen und einen neuen Plan erstellen.
3. Statt eines klassischen Plans einen Premium Plan wählen – diese Option ist brandneu.
4. Den Planner-Agent als „Mitarbeiter“ in den Plan aufnehmen.
Der entscheidende Punkt: Der Planner-Agent agiert wie ein echtes Teammitglied. Du kannst ihm Aufgaben zuweisen, und er bearbeitet sie. Beispiel aus dem Live-Test: Die Aufgabe „Sicherheitstest durchführen“ wird vom Agent natürlich nicht physisch ausgeführt – aber er erstellt automatisch eine Checkliste mit allen Schritten, die bei so einem Sicherheitstest relevant sind.
Budget, Erfolgskriterien und Review-Bucket
Tanja hatte dem Projekt ein Budget von 330.000 Euro hinterlegt. Der Agent verteilt dieses Budget eigenständig auf die Arbeitspakete und liefert eine Empfehlung, die du jederzeit anpassen kannst („das soll mehr, das soll weniger Budget haben“).
Zusätzlich generiert der Agent:
Erfolgskriterien für das Projekt
Hinweise zum weiteren Vorgehen
Einträge im Bucket „Review und Freigabe“, die du als Projektleiter prüfst
Alle Inhalte sind für jeden im Plan sichtbar und können auch extern freigegeben werden. Über den Copilot-Chat lassen sich weitere Aufgaben hinzufügen – der Agent erarbeitet den Plan iterativ mit dir.
Reifegrade: Development, Preview, Frontier, General Availability
Microsoft „arbeitet am offenen Herzen“. Tanja erklärt die Stufen, in denen neue Funktionen ausgerollt werden, mit einem Baustellenbild:
Development / Frontier-Programm: Frühphase, viel im Umbruch. Hier darfst du „über die Schulter schauen“ – aber Sicherheitsaspekte (Helm auf!) sind Pflicht.
Preview: Zwischenstufe. Mehr Stabilität, aber noch nicht final.
General Availability: Das „fertige Haus“ – produktionsreif.
„Nie immer alles sofort an alle ausrollen.“
Das ist Tanjas klarer Rat: In Enterprise-Umgebungen erst mit zwei bis drei Key Usern testen, alle rechtlichen Aspekte und Berechtigungsfragen klären – und erst dann in die Breite gehen.
Wie kommst du an den SharePoint-Agent? (Frage Dirk)
Der Weg zum SharePoint-Agent:
1. In den gewünschten SharePoint gehen.
2. Bereich Dokumente öffnen.
3. Mit der Maus über einen Ordner fahren – dann erscheinen die zwei KI-Sterne, über die du den Agent ansprichst.
Wichtig: Das funktioniert direkt im SharePoint, nicht über Umwege.
Welche Agents siehst du? Der Admin entscheidet
Im Microsoft 365 Admin Center gibt es neben dem Copilot-Bereich auch den Bereich Agents. Dort sehen Admins alle verfügbaren Agents – auch externe von Microsoft-Partnern, nicht nur Microsoft-eigene.
Pro Agent wird über Berechtigungen gesteuert, welche Benutzer ihn sehen und nutzen dürfen. Nur freigegebene Agents tauchen im Copilot-Umfeld der einzelnen Mitarbeiter auf. Das erklärt, warum Dirk in seiner Firmenumgebung oft nur rund zehn Agents sieht, während Tanja als Solopreneur mit Admin-Rechten viel mehr zur Verfügung hat.
Ramonas Tipp: Im Admin Center gibt es zu jedem Agent eine Kurzbeschreibung. So bekommst du schnell einen Eindruck, ob du den Agent überhaupt freigeben willst, ohne jeden einzeln testen zu müssen.
Sicherheit beim Agent-Marketplace
Alle Agents im Microsoft Agent Marketplace werden vorher von Microsoft geprüft – Risiko-Agents kommen dort gar nicht erst rein. Trotzdem:
Die Liste verändert sich quasi täglich.
Was du heute aufschreibst, kann morgen Makulatur sein.
Externe Agents prüfst du immer zusätzlich (vergleichbar mit Claude-Skills oder anderen Anbindungen).
Lizenzlogik: Agents auch ohne Copilot-Bezahllizenz
Ein oft übersehener Punkt: Du kannst auch ohne Copilot-Bezahllizenz diverse Agents nutzen – auch Microsoft-eigene. Du kannst dir sogar einen eigenen Agent bauen und selbst nutzen.
Microsoft-Idee dahinter: Die Copilot-Chat-Lizenz ist in jeder Microsoft-Lizenz enthalten und soll die Basis für alles bilden, was in der Copilot-Welt darüber hinaus entsteht. Als Unternehmen kannst du Agents bauen und deinen Usern zur Verfügung stellen – auch wenn diese keine Bezahlversion haben. Funktional ist das natürlich begrenzt, aber charmant für den Einstieg.
Rollout-Strategie: Peer Group statt Gießkanne
Tanja verbindet den Microsoft-Stoff mit dem Masterclass-Prinzip: Anwendungsfall zuerst, Tool danach.
Konkretes Vorgehen:
Erst eine kleine Peer Group schaffen, die Erfahrung sammelt.
Train the Trainer: Diese Gruppe wird zum Influencer für die App im Unternehmen.
Klare Abmachung: „Wenn ihr was seht, sagt sofort Bescheid.“
Erst nach Test und Absicherung in die Breite ausrollen.
Warum so vorsichtig? Tanjas drastisches Beispiel:
„Dreimal falsch geklickt, und schon kann ich in die Geschäftsführer-E-Mails gucken.“
Berechtigungs- und Sicherheitsthemen sind real – und sie binden Ressourcen, sowohl bei der IT (Zuweisung) als auch bei den Champions (Testen). Wer jeden Agent einzeln in jeder Firma durchtesten will, kommt nicht hinterher.
Copilot ist kein Produkt – sondern eine neue Arbeitslogik
Die wichtigste Botschaft des Segments:
„Copilot ist kein einzelnes Produkt, sondern eine neue Arbeitslogik, die immer weiter erweitert wird.“
Beispiel: Tanja hat sich gerade für den Early Access von Copilot Tasks angemeldet. Künftig werden Agent-Aufgaben parallel zu deinen eigentlichen Aufgaben laufen – gerade in Zeiten von Fachkräftemangel und Zeitdruck eine echte Entlastung.
Der Microsoft Graph verbindet im Hintergrund alle Microsoft-Tools. Dadurch verschwindet das klassische „Datei rüber, Text kopieren, woanders einfügen“. Der Chat wird zur zentralen Steuerungsform, über die du in alle möglichen Kanäle hinein arbeitest.
Perspektive Agent-Marketplace: Auf Ramonas Frage, ob das perspektivisch wie ein App Store wird – Tanjas Antwort: Im Endeffekt ist es das schon. Du kannst Agents wie Apps hinzufügen. Der entscheidende Unterschied bleibt der Admin als Zwischeninstanz, der freigibt, welche Agents im Unternehmen tatsächlich genutzt werden dürfen.
Ausblick auf die nächsten Sessions
Tanja plant für die nächste Session einen Deep Dive in App Agents – inklusive des neuen Agents in Outlook, dem du Aufgaben wie „schreibe mir eine E-Mail und greife auf XY zu“ übergeben kannst. Danach folgen:
Automatisierungen
Apps bauen
Agents bauen und mit Inhalten verbinden
Mit dem Vorbehalt: Bei Microsoft kann sich bis dahin wieder einiges ändern.
Komplette Aufzeichnung
Hier findest du die ungeschnittene Original-Aufzeichnung des kompletten Calls. Du kannst sie ansehen oder das vollständige Transkript herunterladen — der Link wird vom Team final gesetzt.
Diese Aufzeichnung enthält den gesamten Call ohne Schnitt — inklusive Begrüßung, Pausen, Q&A und Abschluss. Sie eignet sich als Backup oder zum Nachschlagen einzelner Stellen, die in den thematischen Segmenten oben nicht enthalten sind. Das vollständige Transkript ist als Textdatei verfügbar.
