
Claude.AI - Torsten
... entdecke Claude von der praxisnahen Einführung bis in die Vertiefung ...
Deep Dive in Claude – von Oberfläche bis Code – 16.02.26
Teil 01: Einführung
Dieser Trainingscall markiert einen strukturierten, praxisnahen und ambitionierten Deep Dive in die Welt von Claude. Ziel des Abends ist es, einen vollständigen Überblick über das gesamte Ökosystem zu erhalten – nicht oberflächlich, sondern mit echtem Anwendungsbezug und direkter Umsetzung.
Dein Workbook zur Umsetzung
Alle Inhalte aus der Session, strukturiert aufbereitet – mit Übungen und konkreten Schritten zur direkten Umsetzung.
Der Trainer macht von Beginn an klar: Es geht nicht um Theorie. Es geht um Erleben, Umsetzen und Durchziehen.
Ziel des Abends
- Überblick über die gesamte Claude-Masterclass
- Verständnis für alle relevanten Bereiche der Plattform
- Erste eigene Umsetzungsschritte
- Erkennen von Vertiefungsfeldern für spätere Deep Dives
Der Abend ist bewusst ambitioniert aufgebaut. Nicht jede:r wird technisch bis zum Ende mithalten können – und das ist einkalkuliert. Der Fokus liegt auf Fortschritt, nicht auf Perfektion.
Haltung & Mindset
Ein zentrales Element des Calls ist die Haltung:
- Es geht um Bock auf Umsetzung
- Fragen werden zugelassen – aber nicht so, dass sie den Flow blockieren
- Es ist keine Help-Session, sondern eine Entwicklungs-Session
- Nicht alles wird sofort perfekt funktionieren
- Geschwindigkeit schlägt Detailverliebtheit
Der Trainer positioniert sich klar:
Er ist kein absoluter Claude-Experte – aber jemand, der bereit ist, sich tief einzuarbeiten und Wissen weiterzugeben. Lernen passiert sichtbar und gemeinsam.
Die inhaltlichen Bausteine des Trainings
Die Claude-Oberfläche
- Überblick über den Standard-Chat
- Verständnis der grundlegenden Struktur
- Navigation durch das Interface
Settings & Konfiguration
- Arbeiten mit den Einstellungen
- Einführung in Skills
- Eigene Skills anlegen und nutzen
- Token-Limits & Plan-Beschränkungen verstehen
Projekte & Artefakte
- Strukturierte Arbeitsweise in Projekten
- Arbeiten mit Artefakten
- Möglichkeiten zur strukturierten Weiterentwicklung
- Verständnis für Weiterentwicklungen im Artefakt-Bereich
Konnektoren
- Externe Tools anbinden
- CRM-Systeme
- Canva
- Figma
- Weitere Integrationen
Ziel: Claude als zentrales Arbeitsökosystem nutzen.
Claude Code
- Anwendungen entwickeln, ohne selbst Code schreiben zu müssen
- KI als Entwicklungspartner nutzen
- Praktische Beispiele aus dem Wochenende
- Verständnis für KI-gestützte Programmierung
Wichtige Erkenntnis: Man muss kein Entwickler sein – sondern verstehen, wie man KI führt.
Claude Co-Work (App)
- Zusammenarbeit mit Claude in erweiterten Arbeitsmodi
- App-spezifische Funktionen
- Praxisbeispiele
Terminal & Kommandozeile
- Einführung in das moderne Arbeiten über CLI
- Verständnis historischer und aktueller Programmierlogik
- Perspektive auf tiefere technische Integration
Das Workbook
- 140–150 Seiten
- Vollständige Dokumentation der Inhalte
- Skript und Leitfaden zugleich
- Grundlage für spätere Vertiefung
- Wird kontinuierlich erweitert
Didaktischer Ansatz
- Schnelles Eintauchen in viele Bereiche
- Sofortige Mini-Umsetzungen
- Intuitives Prompting im Live-Flow
- Kombination aus Struktur und Improvisation
- Klare Zeitbegrenzung (harte 22:00 Uhr)
Weiterführende Perspektive
- Deep-Dive-Serien zu einzelnen Themen möglich
- Austausch über WhatsApp & Chat
- Verbindung zur Ausbildung „Manager für angewandte KI-Transformation“
- Perspektivisch TÜV-Zertifizierung
Zusammenfassung
Ganzheitlicher Deep Dive in Claude: Oberfläche, Settings, Skills, Projekte, Artefakte, Konnektoren, Claude Code, Co-Work und Terminal. Praxisnahes Umsetzen statt Theorie. KI-gestützte Entwicklung ohne Programmierkenntnisse. Struktur + Free Flow. Workbook als Leitfaden. Fokus auf Überblick, Anwendung und Identifikation von Deep-Dive-Potenzialen. Mindset: Geschwindigkeit, Umsetzung, Eigenverantwortung.
Deep Dive in Claude – von Oberfläche bis Code – 16.02.26
Teil 02: KI strategisch nutzen – Pricing, Akademie, Screenshot-Methode & KI-Vergleich
Teil 2 verschiebt den Fokus von der reinen Plattform-Übersicht hin zu einer strategischen Meta-Ebene:
Wie nutzt man KI intelligent, flexibel und professionell – statt dogmatisch? Der Call verbindet technische Orientierung mit einer klaren strategischen Haltung im Umgang mit KI-Systemen.
Dein Workbook zur Umsetzung
Alle Inhalte aus der Session, strukturiert aufbereitet – mit Übungen und konkreten Schritten zur direkten Umsetzung.
Einstieg: Arbeitsfähigkeit sicherstellen
Zu Beginn wird sichergestellt, dass alle arbeitsfähig sind:
- Wer hat einen Claude-Account?
- Free, Pro oder Max?
- Wer arbeitet aktiv mit – wer beobachtet nur?
Wichtiger Kontext:
- Max-Plan ≈ 100 USD/Monat
- Deutlich höheres Token-Volumen (ca. 20-fach gegenüber Pro)
- Mehr Funktionen & intensivere Nutzung möglich
- Token-Limit ist real – selbst im Max-Plan
Erkenntnis: Wer ernsthaft baut, stößt an Volumen-Grenzen.
Claude Academy & GitHub – Lernen im „Maschinenraum“
Ein zentraler Impuls:
Claude bietet eine eigene Academy inklusive Zertifikaten.
Doch wer dort tiefer einsteigt, landet schnell im GitHub-Repository („Cookbook“).
Wichtige Erkenntnis:
- Es sieht nicht wie ein klassisches Lernportal aus.
- Man befindet sich im „Maschinenraum“.
- Verständnis entsteht nicht durch Klicken – sondern durch Fragen.
Die Screenshot-Methode (Gamechanger-Prinzip)
Der zentrale operative Hebel des Abends: Wenn du etwas nicht verstehst → Screenshot → KI fragen.
Anstatt:
- Herumprobieren
- Googeln
- Frustriert sein
Stattdessen:
- Screenshot machen
- In KI hochladen
- Kontext-Frage stellen
- Nächsten Handlungsschritt bekommen
Diese Methode wurde am Wochenende intensiv beim Programmieren eingesetzt – insbesondere beim Aufbau der Buch-Automation aus Transkripten.
Erkenntnis: KI ist nicht nur Output-Maschine – sie ist Navigationssystem.
KIs gegeneinander antreten lassen
Ein essenzieller strategischer Impuls:
Nicht fragen: „Welche KI ist die beste?“
Sondern testen:
- Gleiche Aufgabe in ChatGPT
- In Perplexity
- In Claude
- In Gemini
- In Copilot
Dann vergleichen:
- Tiefe
- Klarheit
- Struktur
- Quellenbezug
- Verständlichkeit
Wichtige Lernerkenntnisse:
- Jede KI braucht unterschiedliche Rahmenbedingungen
- Jede KI hat unterschiedliche Stärken
- Kein Tool ist universell überlegen
Beispiel aus dem Call:
- Perplexity liefert strukturierte, quellenbasierte Navigationshilfe
- ChatGPT antwortet oberflächlicher
- Claude liefert technisch korrekte, aber teilweise nicht intentionale Antworten
Strategischer Satz des Abends: „Lasst sie gegeneinander antreten.“
KI-Subscriptions strategisch nutzen
Wichtige Haltung:
- Monatlich wechseln ist möglich
- Keine ideologische Bindung
- Investieren, wenn man ernsthaft arbeitet
- Zurückstufen, wenn nicht gebraucht
Beispiel:
- ChatGPT Pro (200 €) gekündigt
- Perplexity Max reduziert
- Claude Max aktuell aktiv genutzt
Kernaussage: Flexibilität schlägt Fan-Denken.
Agentische Entwicklung & Scheuklappen vermeiden
Ein kritischer Impuls:
Wer sich nur auf ein System fokussiert und Entwicklungen ignoriert (z.B. agentische Browser, Extensions, Integration in IDEs), verliert Geschwindigkeit.
Claude kann:
- In Chrome andocken
- In Visual Studio Code arbeiten
- Agentisch handeln
- Automationen ausführen
Message:
Keine Scheuklappen.
Überblick behalten.
Entwicklungen beobachten.
Live-Case: Mac-Sprachfunktion per KI lösen
Praxisbeispiel im Call:
Frage: Wie aktiviere ich Diktierfunktion auf dem Mac?
Vorgehen:
- Screenshot Systemeinstellungen
- In KI hochladen
- Konkrete Schritt-für-Schritt-Anleitung erhalten
Ergebnis:
- Tastatur → Diktierfunktion aktivieren
- Shortcut konfigurieren
- Direkt nutzbar
Didaktische Botschaft: Nicht den Trainer fragen – erst KI fragen.
Meta-Learning des Calls
Dieser zweite Teil ist weniger ein Technik-Call – es ist ein Lernstrategie-Call.
Die eigentlichen Kernbotschaften:
- KI ist Denkpartner
- KI ist Navigationshilfe
- KI ist Debugger
- KI ist Tutor
- KI ist Sparringspartner
- KI ist Vergleichssystem
Aber: Nur wenn man sie bewusst und strategisch einsetzt.
Zusammenfassung
Strategischer Umgang mit KI: Screenshot-Methode zur Problemlösung, KIs gegeneinander testen, Pricing-Modelle verstehen, flexibel zwischen Abos wechseln. Claude Academy & GitHub als Maschinenraum nutzen. Agentische Entwicklungen beobachten. KI als Navigationssystem statt nur als Antwortmaschine einsetzen. Keine Scheuklappen – systematisches Vergleichen für bessere Ergebnisse.
Deep Dive in Claude – von Oberfläche bis Code – 16.02.26
Teil 3: Artefakte als Prototyping-Motor, KI-Integration und Erweiterungen
Im dritten Teil des Trainingscalls verschiebt sich der Fokus auf ein zentrales Praxis-Element von Claude: Artefakte. Dabei geht es nicht um theoretische Funktionen, sondern um unmittelbares Bauen, Testen, Veröffentlichen und Weiterentwickeln.
Dein Workbook zur Umsetzung
Alle Inhalte aus der Session, strukturiert aufbereitet – mit Übungen und konkreten Schritten zur direkten Umsetzung.
- Was sind Artefakte – strategisch gedacht?
Artefakte sind visuelle und funktionale Ausgabeelemente innerhalb von Claude. Sie ermöglichen:
- Dashboards
- Webseiten
- Prototypen aus Anforderungsdokumenten
- Mini-Applikationen
- Spiele
- Lernkarten
- Generatoren (z. B. QR-Codes)
- Interaktive Tools
Der entscheidende Punkt:
Man benötigt keine klassischen Programmierkenntnisse. Artefakte ermöglichen No-Code- bzw. Low-Code-Prototyping auf sehr niedrigschwelliger Basis.
Positionierung im Gesamtbild:
Seit „Claude Code“ wirken Artefakte fast in den Hintergrund gerückt – sind jedoch für schnelles Prototyping extrem wirkungsvoll.
- Praxisbeispiel: „Hello World“ als Einstieg
Ausgehend vom klassischen Programmier-Ritual („Hello World“) wird demonstriert:
- Erstellung einer einfachen Webseite
- Nutzung von Corporate-Farben
- Anpassung per Hex-Codes
- Automatische Generierung von CSS
- Veröffentlichung per Share-Link
- Download als HTML-Datei
Wichtige Erkenntnisse:
- Claude programmiert das Artefakt vollständig neu, wenn Anpassungen erfolgen (nicht inkrementell).
- Veröffentlichung ist sofort möglich.
- HTML kann lokal gespeichert werden.
- Prototypen sind direkt teilbar.
Didaktischer Effekt: Jede Person im Call baut innerhalb weniger Minuten ein eigenes veröffentlichbares Artefakt.
- Artefakte als Prototyping-Werkzeug im Business-Kontext
Über das „Hello World“ hinaus werden weitere Möglichkeiten sichtbar:
- Landingpages nach StoryBrand-Logik
- Prototypen aus PRDs (Product Requirement Documents)
- Schnell umsetzbare Webseiten-Konzepte
- Interaktive Spiele (z. B. Asteroids)
- Rhythmusmaschinen
- Mini-Games
- Visualisierte Ideen für Kunden
Zentrale Erkenntnis: Artefakte ersetzen frühe Wireframes, PowerPoint-Konzepte oder statische Mockups. Sie liefern direkt erlebbare Prototypen.
Vergleich: Was früher mit Lego Serious Play oder statischen Präsentationen modelliert wurde, kann nun funktional simuliert werden.
- Spiele als Demonstration für Geschwindigkeit
Am Beispiel eines Asteroids-Spiels wird gezeigt:
- Sprachprompt genügt.
- Claude erstellt spielbare Version.
- Veröffentlichung ist sofort möglich.
- Prototyp ist teilbar.
Das Ziel ist nicht Spielentwicklung – sondern Demonstration der Geschwindigkeit und Umsetzbarkeit.
Erkenntnis: Wenn ein Arcade-Spiel in Minuten entsteht, sind funktionale Business-Prototypen erst recht realisierbar.
- Intelligente Artefakte – KI in Artefakte integrieren
Ein wichtiger Impuls aus der Gruppe: Artefakte können mit KI-Funktionalität erweitert werden.
Beispiel:
- Landingpage mit integriertem KI-Dialog
- Intelligente Funnel-Vorsortierung
- Stilberater-Tool
- Interaktive Entscheidungslogik
Unterschied zu statischen Entscheidungsbäumen:
KI reagiert dynamisch auf Eingaben und kann individuell beraten.
Wichtiger technischer Hinweis:
Artefakte schreiben bei Anpassungen häufig neu.
Claude Code hingegen verändert direkt im Code – stabiler und präziser.
- Claude-Integrationen in Microsoft-Umgebung
Ein weiterer Schwerpunkt:
Claude lässt sich als Erweiterung in:
- Excel
- PowerPoint
integrieren (derzeit abhängig vom Plan – Max oder Enterprise).
Praxisbeispiel:
- Automatische Erstellung einer Vertriebs-Performance-Tabelle
- Generierung von Auswertungen
- Automatische Diagrammerstellung
- Prozentanteile, Top-Performer, Umsatzverteilung
Wichtig:
- Funktioniert ohne Copilot
- Greift agentisch in Excel ein
- Erzeugt neue Tabellen und Visualisierungen
Einordnung: Für datengetriebene Auswertungen und schnelle Business-Analysen hoch relevant.
- Agentisches Arbeiten mit Browser-Extension
Ein weiteres Praxisbeispiel aus der Gruppe:
Claude-Plugin für Chrome analysiert LinkedIn-Kontakte und erstellt:
- Potenzielle Kundenliste
- Begründung der Eignung
- CSV-Export
- Kategorisierung
Wichtige Warnung: Plattformrichtlinien beachten – Scraping kann zu Account-Problemen führen.
Strategischer Nutzen: Vertriebsvorselektion und Lead-Identifikation automatisiert.
- Projekte vs. Artefakte – Abgrenzung
Erneute Klarstellung:
Projekte
- Abgeschottete Arbeitsräume
- Langfristige Entwicklung
- Buchprojekte
- Kundenprojekte
- Iterative Weiterarbeit
Artefakte
- Schnelle, sichtbare Ergebnisse
- Prototypen
- Visualisierungen
- Mini-Apps
- Shareable Outputs
Beide erfüllen unterschiedliche strategische Funktionen im KI-Workflow.
- Meta-Ebene: Niedrigschwellige Umsetzung
Ein zentrales Learning des dritten Teils: Die Schwelle zwischen Idee und funktionalem Prototyp ist massiv gesunken.
Man benötigt:
- Eine Idee
- Einen klaren Prompt
- Mut zum Testen
Artefakte sind keine Spielerei, sondern Beschleuniger für:
- Innovation
- Vertrieb
- Produktentwicklung
- Beratung
- Ideenvalidierung
Zusammenfassung
Artefakte als No-Code-Prototyping-Tool: Webseiten, Spiele, Dashboards und Business-Tools schnell erstellen, veröffentlichen und teilen. Anpassung über Prompts, HTML-Export möglich. KI in Artefakte integrierbar für intelligente Funnel und Beratung. Unterschied zu Projekten klar definiert. Claude-Integration in Excel ermöglicht agentische Datenanalyse. Niedrigschwellige Umsetzung beschleunigt Innovation und Produktentwicklung erheblich.
Deep Dive in Claude – von Oberfläche bis Code – 16.02.26
Teil 4: Projekte in Claude – Strategischer Arbeitsraum mit Kontexttiefe
Im vierten Teil des Trainings steht ein zentrales Struktur-Element von Claude im Fokus: Projekte. Dabei geht es nicht um eine neue Chat-Oberfläche, sondern um einen strategisch abgeschotteten Denk- und Arbeitsraum.
Dein Workbook zur Umsetzung
Alle Inhalte aus der Session, strukturiert aufbereitet – mit Übungen und konkreten Schritten zur direkten Umsetzung.
- Was sind Projekte – und warum sind sie relevant?
Projekte sind in sich geschlossene Kontexteinheiten.
Sie unterscheiden sich vom normalen Chat durch:
- Isolierten Arbeitsraum
- Eigene Projektanweisungen
- Eigene Dokumentenbasis
- Hohe Kontextkapazität
- Mehrere Chats innerhalb desselben Projektkosmos
Ein Projekt ist damit kein einzelnes Gespräch, sondern ein strategischer Container.
Typische Anwendungsfelder:
- Strategische Unternehmensreflexion
- Kundenprojekte
- Buchprojekte
- Workshop-Vorbereitung
- Marktanalysen
- Produktentwicklung
- Projektstruktur: Titel, Beschreibung, Anweisungen
Titel und Beschreibung dienen der Struktur – sie beeinflussen das Modellverhalten nicht direkt.
Entscheidend sind die Projektanweisungen.
Hier können hinterlegt werden:
- Rolle der KI (z. B. strategischer Berater)
- Tonalität
- Sprachstil
- gewünschte Direktheit
- Arbeitsprinzipien
- gewünschtes Verhalten (z. B. kritische Rückfragen stellen)
Beispielhafte Anweisung:
Die KI soll ehrlich, direkt, strategisch denken, Rückfragen stellen und nicht beschönigen.
Wirkung:
Die Antworten verändern sich messbar.
Die KI hält sich an die gesetzten Rahmenbedingungen.
- Der entscheidende Unterschied: Kontexttiefe
Ein Projekt erlaubt das Hochladen umfangreicher Dokumente.
Beispiel im Call:
- Marktanalyse
- Strategische Reflexion
- Business-Positionierung
- Transkribierte Selbstanalyse (40 Fragen für Workshop)
Die gleiche Frage führt zu deutlich besseren Ergebnissen, wenn:
- Mehr Kontext im Projekt hinterlegt ist
- Anweisungen präzise formuliert sind
- Dokumente dauerhaft verfügbar sind
Erkenntnis: Qualität entsteht nicht durch bessere Prompts, sondern durch besseren Kontext.
- Arbeiten mit Dateien – strukturiert und strategisch
Innerhalb eines Projekts können…
- Word-Dokumente
- PDFs
- Markdown-Dateien
- Google Docs (über Drive-Verknüpfung)
…hochgeladen werden.
Wichtige Learnings aus der Gruppe:
- Dateinamen vorne eindeutig strukturieren
(weil lange Namen abgeschnitten werden) - Dokumente komprimieren, bevor sie hochgeladen werden
- Markdown (.md) nutzen, da strukturierter und leichter lesbar für das Modell
- Google Docs dynamisch verknüpfen, um Änderungen synchron zu halten
Das erhöht:
- Lesegenauigkeit
- Kontextqualität
- Projektübersicht
- Kontextmanagement & Komprimierung
Claude informiert aktiv, wenn das Kontextfenster erreicht wird.
Es komprimiert automatisch und arbeitet weiter.
Unterschied zu anderen Systemen:
- Kontextverlust wird transparent gemacht.
- Komprimierung wird angekündigt.
- Weiterarbeit bleibt stabil möglich.
Praxis-Tipp: Innerhalb eines Projekts neue Chats eröffnen und gezielt referenzieren.
Beispiel: „Schau im vorherigen Chat nach …“
Das ermöglicht:
- Modularisierung
- Saubere Struktur
- Mandantentrennung
- Unterschied Claude Projects vs. ChatGPT Projects
Diskutierte Unterschiede:
- Deutlich größere Kontextkapazität
- Umfangreichere Dokumentenintegration
- Projektübergreifende Struktur
- Direkte Übernahme von Chat-Ergebnissen ins Projekt
- Stärkere sprachliche Qualität
- Stabileres Arbeiten mit größeren Dokumentenmengen
Ein besonders relevanter Punkt: Ergebnisse können direkt als Projektdokument übernommen werden – ohne Umwege.
- Projekte als strategischer Sparrings-Raum
Ein Projekt kann bewusst als…
- Strategischer Berater
- Kritischer Sparringspartner
- Business-Reflexionsraum
…aufgesetzt werden.
Beispiel aus dem Call: Strategische Analyse mit klarer Rückfrage-Logik führte zu:
- Produktüberfrachtungs-Analyse
- Umsatz-Fokus-Hinweisen
- Identifikation fehlender USPs
- Marktrisiko-Reflexion
- Strategischer Zuspitzung
Ergebnis: Brutal ehrliche Analyse statt oberflächlicher SWOT-Standardantwort.
- Mandantenfähigkeit & Abgrenzung
Ein wichtiges Argument: Projekte sind getrennte Kontexte.
Das ermöglicht:
- Kundenspezifische Arbeitsräume
- Getrennte Strategien
- Keine Vermischung sensibler Inhalte
- Strukturierte Beratung
Besonders relevant für:
- Strategieberater
- Coaches
- Agenturen
- Entwickler
- Meta-Learning dieses Calls
Projekte sind kein Feature – sie sind ein Arbeitsprinzip.
Sie ermöglichen:
- Tiefes Denken statt Chat-Snippets
- Nachhaltige Wissensarchitektur
- Strukturierte KI-Zusammenarbeit
- Höhere Ergebnisqualität durch Kontext
Der entscheidende Unterschied entsteht nicht durch bessere Modelle, sondern durch bessere Struktur.
Zusammenfassung
Claude Projects sind isolierte, kontextstarke Arbeitsräume mit Projektanweisungen und umfangreicher Dokumentenintegration. Sie ermöglichen strategische Beratung, Buchprojekte und Kundenarbeit auf hoher Kontexttiefe. Dateien, Markdown und Google-Drive-Anbindung erhöhen Qualität und Struktur. Ergebnisse können direkt ins Projekt übernommen werden. Größeres Kontextfenster und sauberes Kontextmanagement unterscheiden sie deutlich von ChatGPT Projects.
Deep Dive in Claude – von Oberfläche bis Code – 16.02.26
Teil 5: Artefakte vertieft – Prototyping, Interaktivität, KI-Integration und Systemerweiterungen
Im fünften Teil wird das Thema Artefakte nicht nur wieder aufgegriffen, sondern systematisch vertieft. Der Fokus liegt auf einem klaren Prinzip: Artefakte sind kein Spielzeug – sie sind ein Beschleuniger für Prototyping, Visualisierung und funktionale Umsetzung.
Dein Workbook zur Umsetzung
Alle Inhalte aus der Session, strukturiert aufbereitet – mit Übungen und konkreten Schritten zur direkten Umsetzung.
- Artefakte – visuelle und funktionale Outputs ohne Coding-Hürde
Artefakte ermöglichen:
- Webseiten
- Dashboards
- Mini-Apps
- Spiele
- Lernkarten
- Generatoren
- Interaktive Tools
Der zentrale Vorteil: Keine klassische Programmierung notwendig. Keine IDE. Kein Setup. Kein Hosting.
Eine Idee + ein klarer Prompt → sofort sichtbarer Prototyp.
- „Hello World“ als symbolischer Einstieg
Der Call startet bewusst mit dem klassischen Entwickler-Ritual:
Eine „Hello World“-Webseite in Corporate-Farben erstellen.
Dabei wird sichtbar:
- Claude zieht sich selbständig Design-Informationen von einer Website
- CSS wird automatisch generiert
- Farben können per Hex-Code angepasst werden
- Änderungen führen zu vollständigem Neuaufbau des Artefakts
- Veröffentlichung per Link ist sofort möglich
- Export als HTML-Datei ist ebenfalls möglich
Didaktischer Kern: Sichtbare Umsetzung in Minuten erzeugt Handlungssicherheit.
- Veröffentlichung & Teilbarkeit
Artefakte können:
- veröffentlicht werden (Share-Link)
- als HTML exportiert werden
- lokal getestet werden
- mit Kunden geteilt werden
Wichtig: Lokale HTML-Dateien sind nicht öffentlich teilbar – dafür gibt es die Publish-Funktion.
Damit entsteht ein zentraler Mehrwert: Sofort präsentierbare Prototypen ohne Entwicklerteam.
- Von Webseiten zu Spielen
Anhand eines Beispiels wird demonstriert:
Ein klassisches „Asteroids“-Spiel aus den 80ern wird per Prompt erstellt.
Erkenntnisse:
- Spielmechanik entsteht automatisch
- Interaktion ist sofort möglich
- Der Prototyp ist spielbar
- Veröffentlichung ist direkt möglich
Der Punkt ist nicht das Spiel selbst.
Der Punkt ist: Wenn ein Arcade-Spiel in Minuten entsteht, sind Business-Prototypen erst recht möglich.
- Artefakte als Innovationswerkzeug
Weitere Beispiele:
- Rhythmusmaschine
- Lernkarten
- Lebenszeit-Visualisierung („Leben in Wochen“)
- QR-Code-Generator
- Mini-Plattformspiele
- Landingpages nach StoryBrand oder Hero-Journey
Artefakte ersetzen in frühen Phasen:
- Wireframes
- PowerPoint-Mockups
- statische Präsentationen
- theoretische Konzepte
Sie liefern: Erlebbare Funktion.
- KI in Artefakte integrieren
Ein besonders wichtiger Impuls: Artefakte können selbst KI-Funktionalität enthalten.
Beispiele:
- Interaktive Landingpage mit KI-Dialog
- Intelligente Funnel-Vorsortierung
- Stilberater für eine Stylistin
- Dynamische Entscheidungslogik
Unterschied zu klassischen Entscheidungsbäumen:
Die KI reagiert kontextabhängig und flexibel.
Hinweis:
Artefakte schreiben bei Änderungen oft neu.
Claude Code arbeitet inkrementell im bestehenden Code – stabiler bei komplexen Projekten.
- Claude in Excel und PowerPoint
Ein weiterer Schwerpunkt des Calls: Claude kann als Erweiterung in Microsoft-Produkte integriert werden (Beta).
Beispiel Excel:
- Automatische Erstellung einer Vertriebsübersicht
- Generierung von Quartalszahlen
- Erstellung von Diagrammen
- Prozentuale Auswertung
- Top-Performer-Analyse
Wichtig:
- Funktioniert ohne Copilot
- Agentische Bearbeitung der Tabelle
- Direkte Diagrammerstellung
- Aktuell teilweise planabhängig (Max/Enterprise)
Relevanz: Schnelle Business-Analyse ohne manuelles Modellieren.
- Agentisches Arbeiten im Browser (LinkedIn-Beispiel)
Praxisbeispiel aus der Gruppe:
Claude-Plugin für Chrome analysiert LinkedIn-Kontakte:
- Positionierung aus Profil ableiten
- Kontakte auf Kundenpotenzial prüfen
- CSV-Tabelle erstellen
- Begründung für Kunden-Eignung liefern
Strategischer Nutzen: Automatisierte Lead-Vorselektion.
Wichtiger Hinweis: Plattformrichtlinien beachten – Scraping-Risiken berücksichtigen.
- Geschwindigkeit als strategischer Hebel
Ein wiederkehrendes Muster dieses Calls: Die Zeit zwischen Idee und Prototyp schrumpft dramatisch.
Früher: Konzept → Briefing → Entwickler → Feedbackschleife
Heute: Idee → Prompt → Prototyp → Veröffentlichung
Das verändert:
- Innovationszyklen
- Beratungsprozesse
- Produktentwicklung
- Vertriebsargumentation
- Meta-Learning aus Teil 5
Artefakte sind:
- Experimentierfläche
- Innovationslabor
- Visualisierungswerkzeug
- Vertriebsbeschleuniger
- Produktvalidierungsinstrument
Sie senken die Schwelle von: „Das wäre eine Idee“ zu „Hier, klick mal drauf.“
Zusammenfassung
Artefakte ermöglichen schnelle No-Code-Prototypen: Webseiten, Spiele, Dashboards und interaktive Tools. Veröffentlichung und HTML-Export sind direkt möglich. KI kann in Artefakte integriert werden für intelligente Funnel oder Beratung. Claude lässt sich in Excel integrieren und erzeugt agentisch Analysen und Diagramme. Geschwindigkeit zwischen Idee und Prototyp wird zum strategischen Wettbewerbsvorteil.
Deep Dive in Claude – von Oberfläche bis Code – 16.02.26
Teil 6: Skills als strategischer Hebel – Wiederverwendbare Intelligenz in Claude
Im sechsten Teil verschiebt sich der Fokus von Projekten und Artefakten auf eine Meta-Ebene der Zusammenarbeit mit KI: Skills. Skills sind kein nettes Zusatzfeature. Sie sind der Übergang von situativer Prompt-Nutzung hin zu systematisierter KI-Architektur.
Dein Workbook zur Umsetzung
Alle Inhalte aus der Session, strukturiert aufbereitet – mit Übungen und konkreten Schritten zur direkten Umsetzung.
- Was sind Skills?
Skills sind wiederverwendbare, strukturierte Fähigkeiten, die Claude kontextabhängig aktiviert, wenn sie gebraucht werden.
Sie ersetzen:
- Wiederkehrende Prompt-Blöcke
- Copy-Paste-Strukturen
- Custom-GPT-Workarounds
- Manuelle Stil-Anweisungen
Ein Skill wird einmal sauber definiert – danach arbeitet Claude automatisch damit.
- Grundprinzip: Wiederholbare Aufgaben systematisieren
Beispielhafte Anwendungsfälle:
- LinkedIn-Posts im eigenen Stil erzeugen
- Word-Dokumente im Corporate Design erstellen
- Transkripte in Social Content transformieren
- Newsletter-Formate standardisieren
- Workshop-Zusammenfassungen strukturieren
Die Logik lautet: Was ich regelmäßig tue → wird zu einem Skill.
- Skill Creator aktivieren
Vorgehen:
- Einstellungen öffnen
- Bereich „Fähigkeiten“ (Skills) aufrufen
- Beispiel-Fähigkeit „Skill Creator“ aktivieren
Dieser Skill hilft dabei, neue Skills sauber im richtigen Format zu erstellen.
Wichtige Erkenntnis: Claude kann Skills generieren – wenn man ihn explizit darum bittet.
- Praxisbeispiel: LinkedIn Content Transformer
Im Call wird ein Skill entwickelt, der:
- KI-Café-Transkripte analysiert
- Tonalität erkennt
- Struktur extrahiert
- Hook-Logik abbildet
- Emojis passend integriert
- Engagement-Fragen einbaut
Dafür werden:
- Frühere LinkedIn-Beiträge als Stilreferenz eingefügt
- Strukturmerkmale explizit gemacht
- Beispiele mitgegeben
Ergebnis: Claude versteht Stil, Rhythmus, Dramaturgie.
- Zentrale Erkenntnis: Qualität entsteht durch Fütterung
Der Skill wird nicht magisch gut.
Er wird gut durch:
- echte Beispiele
- vorhandene Strukturen
- klare Rahmenbedingungen
- präzise Kontextbeschreibung
Ohne Referenzen bleibt er generisch. Mit Referenzen wird er personalisiert.
- Skill-Architektur verstehen
Ein Skill besteht aus:
- klarer Aufgabenbeschreibung
- Input-Definition
- Output-Struktur
- Tonalitäts-Vorgaben
- Trigger-Bedingungen
Er wird als strukturierte Datei erzeugt (Skill-Format) und anschließend im Skill-Bereich hochgeladen.
Wichtig:
Wenn das Format nicht stimmt → Fehlermeldung.
Lösung: Claude seinen eigenen Skill prüfen lassen.
- Skill-Nutzung im Alltag
Sobald aktiviert:
- erkennt Claude kontextabhängig, wann der Skill relevant ist
- lädt ihn automatisch
- integriert ihn in die Verarbeitung
Beispiel: „Hier ist ein KI-Café-Transkript. Mach LinkedIn-Posts.“
Claude erkennt:
→ LinkedIn-Content-Skill vorhanden
→ wird aktiviert
→ Output folgt definierter Struktur
- Unterschied zu Custom GPTs
Zentrale Frage im Call: Ersetzen Skills Custom GPTs?
Antwort: In vielen Fällen Ja.
Unterschiede:
Custom GPTs:
- Separates Interface
- Eigenständige Instanzen
- Externe Verwaltung
Skills:
- Direkt integriert
- Kontextsensitiv
- Automatisch aktiv
- Kombinierbar mit Projekten
Skills + Projekte = modulare KI-Architektur.
- Kombination mit Projekten
Stärkste Wirkung entsteht durch Kombination:
Projekt: → Kontext, Dokumente, Strategie, Mandant
Skill: → Struktur, Stil, Formatlogik
Beispiel: Projekt „Außenkommunikation“
- Skill „LinkedIn Content Transformer“
- Skill „Corporate Word Template“
Ergebnis: Automatisierte, konsistente Markenkommunikation.
- Plattformstrategie & Zukunftsfrage
Im Abschluss entsteht eine strategische Diskussion:
Warum wirkt Claude innovationsstärker als OpenAI?
Beobachtete Unterschiede:
- Fokus auf Code und Integration
- Starkes Skill-System
- Agentische Erweiterungen
- Tiefe Systemarchitektur
- Konzentration auf Kernkompetenzen
Wichtige Erkenntnis: Plattformwahl ist strategisch.
Ein späterer Wechsel wird aufwendig.
- Meta-Learning des Abends
Skills sind kein Feature. Sie sind der Übergang von „Prompten“ zu „Systembauen“.
Statt: Jede Aufgabe neu formulieren
Jetzt: Fähigkeiten einmal definieren und wiederverwenden
Das ist der Schritt von Nutzer zu Architekt.
Zusammenfassung
Skills sind wiederverwendbare KI-Fähigkeiten für wiederkehrende Aufgaben. Sie ersetzen Copy-Paste-Prompts und Custom GPTs durch kontextsensitives Aktivieren definierter Strukturen. Durch Beispiele und klare Formatvorgaben entstehen personalisierte Outputs. In Kombination mit Projekten ermöglichen Skills modulare KI-Architekturen für Content, Strategie und Automatisierung.
Claude Deep Dive Teil 3 – 02.03.26
Claude Cowork und Claude Code
In diesem Trainingscall wird das bisher erarbeitete Claude-Ökosystem weiter vertieft und um zwei entscheidende Bausteine erweitert: Claude Cowork und Claude Code. Ziel des Abends ist es, nicht nur neue Funktionen kennenzulernen, sondern ein fundamentales Verständnis dafür zu entwickeln, wie KI zu einem echten Produktivitäts- und Wettbewerbsvorteil wird.
Dein Workbook zur Umsetzung
Alle Inhalte aus der Session, strukturiert aufbereitet – mit Übungen und konkreten Schritten zur direkten Umsetzung.
Rückblick auf die bisherigen Bausteine
Zu Beginn wird das bisher aufgebaute Fundament zusammengefasst. Die Teilnehmer haben bereits gelernt, mit drei zentralen Elementen des Claude-Systems zu arbeiten:
-
Chat – klassisches Prompting innerhalb eines Gesprächskontextes
-
Projects – strukturierte Arbeitsräume mit dauerhaftem Kontext
-
Artifacts – schnelle Prototypen wie Webseiten, Spiele oder kleine Tools
Diese Komponenten ermöglichen bereits heute, innerhalb weniger Minuten erste digitale Lösungen zu entwickeln.
Darüber hinaus wurden weitere Erweiterungen eingeführt:
-
Extensions (z. B. für Chrome, Excel oder PowerPoint)
-
Connectoren zu externen Systemen wie CRM, Dropbox oder E-Mail
-
MCP-Integrationen für zusätzliche Tools
-
Skills für wiederverwendbare Fähigkeiten innerhalb von Claude
Damit entsteht ein wachsendes KI-Ökosystem, das immer stärker mit bestehenden Arbeitsprozessen verbunden werden kann.
Der strategische Kontext: Warum diese Fähigkeiten entscheidend sind
Ein zentraler Gedanke des Trainingscalls ist die Frage:
Was unterscheidet Experten, die KI wirklich nutzen, von denen, die sie nur ausprobieren?
Die Teilnehmer verfügen bereits über drei entscheidende Kompetenzbereiche:
-
Fachexpertise in ihrer Branche
-
Transformationskompetenz – Menschen und Organisationen zu Veränderungen führen
-
KI-Kompetenz
Die Kombination dieser drei Bereiche macht Experten extrem selten – und schafft einen massiven Wettbewerbsvorteil.
Besonders relevant wird dabei die Fähigkeit, KI nicht nur für Texte oder Bilder zu nutzen, sondern für echte Lösungen und Anwendungen.
Drei KI-Kompetenzen mit „unfairen Wettbewerbsvorteilen“
Im Training werden drei Fähigkeiten hervorgehoben, die aktuell nur sehr wenige Menschen professionell einsetzen.
1. Real-Time Meeting & Workshop Assistance
Mit KI-Tools wie Hedy kann KI live in Meetings oder Workshops integriert werden.
Die KI wird dabei zum triadischen Partner im Gespräch, der:
-
Diskussionen analysiert
-
neue Perspektiven einbringt
-
Bias sichtbar macht
-
Ideen strukturiert
Damit entsteht ein enormer Mehrwert für Workshops, Strategieprozesse und Beratungsprojekte.
2. Instant Prototyping
Ein besonders wichtiger Durchbruch entsteht durch KI-gestützte Entwicklung.
Früher:
-
Konzept
-
Design
-
Entwicklung
-
Test
→ oft Monate oder Jahre
Heute:
Nach einem Gespräch oder Workshop kann innerhalb von 10–20 Minuten ein funktionaler Prototyp entstehen.
Das bedeutet:
-
Kunden sehen sofort eine Lösung
-
Ideen werden sofort erlebbar
-
Entscheidungen werden beschleunigt
Dieser Ansatz ersetzt klassisches Rapid Prototyping durch Instant Prototyping.
3. Eigene KI-Tools und „kleine Helfer“
Teilnehmer können mit KI inzwischen selbst kleine Anwendungen entwickeln, z. B.:
-
individuelle Tools
-
Automationen
-
interne Assistenten
-
Webseiten oder Dashboards
Beispiele aus dem Call:
-
automatischer News-Kurator
-
Workbook-Generator
-
Regie-Alert-App für Events
-
individuelle Linktree-Alternativen
-
kleine Spiele oder Webseiten
Diese Tools entstehen oft in wenigen Minuten direkt aus einem Prompt.
Claude Cowork – KI als persönlicher Desktop-Assistent
Claude Cowork ermöglicht KI-gestützte Arbeitsabläufe direkt auf dem eigenen Computer.
Wichtige Fähigkeiten:
-
Zugriff auf lokale Dateien und Ordner
-
Automatisierung von Workflows
-
Planung von Aufgaben (Scheduled Tasks)
-
Analyse von Daten und Dokumenten
-
Integration mit anderen Tools
Die KI kann dabei mehrere Schritte selbstständig ausführen und komplette Prozesse automatisieren.
Beispiel:
-
Daten analysieren
-
Dashboard erstellen
-
Präsentation generieren
-
Follow-up-E-Mail vorbereiten
Alles in einem einzigen Workflow.
Claude Code – Anwendungen ohne Programmierkenntnisse entwickeln
Der zweite große Schwerpunkt ist Claude Code.
Hier können Teilnehmer mit Hilfe von KI:
-
Apps bauen
-
Webseiten erstellen
-
Tools programmieren
-
Daten analysieren
-
Automatisierungen entwickeln
Besonders wichtig:
Man muss keine Programmierkenntnisse haben.
Die KI übernimmt:
-
Architektur
-
Code
-
Tests
-
Anpassungen
Die Teilnehmer müssen lediglich das Problem beschreiben.
Praxisübung im Training
Im Trainingscall werden mehrere praktische Experimente durchgeführt:
-
Vergleich verschiedener KI-Modelle
-
Automatische Erstellung von Berichten
-
Generierung von Präsentationen
-
Entwicklung kleiner Anwendungen
-
Automatisierung von Datenanalysen
Dabei wird deutlich:
Die eigentliche Fähigkeit liegt nicht im Programmieren, sondern im richtigen Fragenstellen und Experimentieren mit KI.
Zentrale Erkenntnis des Trainingscalls
Der entscheidende Unterschied entsteht nicht durch Technologie allein.
Sondern durch die Kombination aus:
-
Fachwissen
-
Transformationskompetenz
-
KI-Umsetzungskompetenz
Wer diese drei Elemente verbindet, kann mit KI:
-
schneller Lösungen entwickeln
-
Kunden mehr Mehrwert liefern
-
neue Geschäftsmodelle erschließen
-
einen deutlichen Wettbewerbsvorteil aufbauen.
Claude Deep Dive Teil 2 – 02.03.26
Teil 1: Rückblick – Einordnung und Kontext der Masterclass
Der Trainingscall baut auf den Grundlagen der vorherigen Session auf und vertieft das Verständnis rund um Claude als KI-Plattform. Ziel ist es, die Teilnehmer Schritt für Schritt in die praktische Nutzung zu führen und ihnen zu zeigen, wie sie mit KI reale Anwendungen und Ergebnisse erschaffen können.
Dein Workbook zur Umsetzung
Alle Inhalte aus der Session, strukturiert aufbereitet – mit Übungen und konkreten Schritten zur direkten Umsetzung.
Die aktuelle Entwicklung rund um Claude – insbesondere neue Funktionen und strukturelle Verbesserungen – zeigt, dass sich die Plattform schnell weiterentwickelt und für viele Anwender zu einer ernsthaften Alternative zu anderen KI-Systemen geworden ist.
Gleichzeitig wird betont: Wir befinden uns in einer Zeit, in der KI-Tools immer leistungsfähiger werden und es heute möglich ist, Ideen, Gespräche oder Transkripte in reale digitale Produkte umzusetzen.
Ziel des heutigen Trainingscalls
Der Call verfolgt drei zentrale Ziele:
- Rückblick auf die Grundlagen aus Teil 1
- Vertiefung der Arbeit mit Skills
- Einführung in MCPs und Konnektoren
Diese Themen bilden die Grundlage für die nächste Session, in der mit Claude Code und Claude Cowork gearbeitet wird, um aus Ideen reale Anwendungen zu bauen.
Überblick über die nächsten Schritte der Masterclass
Die Masterclass ist als Lernreise aufgebaut:
Teil 1
Grundlagen von Claude verstehen.
Teil 2 (dieser Call)
Vertiefung von Skills sowie Integration von Konnektoren und MCPs.
Teil 3
Arbeiten mit Claude Cowork und Claude Code, um Ideen in funktionierende Anwendungen zu verwandeln.
Darüber hinaus wird es eine Session geben, in der Teilnehmer ihre besten Ergebnisse präsentieren („Show us your best results“), um voneinander zu lernen und praktische Projekte sichtbar zu machen.
Zusätzlich ist eine offene 5-Tage-Challenge geplant, bei der Teilnehmer lernen, eigene KI-Tools – beispielsweise einen Buchgenerator – zu entwickeln.
Rückblick: Grundlagen zu Claude
Im ersten Teil der Masterclass wurden die grundlegenden Elemente von Claude erklärt:
- Aufbau der Plattform
Claude funktioniert ähnlich wie andere KI-Modelle, bietet jedoch zusätzliche Funktionen und verschiedene Modelle, die unterschiedliche Leistungsstufen ermöglichen.
- Abomodelle
Es gibt mehrere Preisstufen:
- Free Plan
- Plus-Plan (~20 Dollar)
- Max-Plan (~90 Euro)
Der Max-Plan bietet deutlich mehr Token-Kapazität und eignet sich besonders für intensivere Nutzung oder Entwicklungsprojekte.
Neue Struktur in Claude: Skills und Konnektoren
Ein wichtiges Update betrifft die Benutzeroberfläche.
Skills und Konnektoren wurden in einen eigenen Bereich verschoben und sind nun unter „Anpassen“ (Customize) zu finden. Dadurch entsteht eine klarere Struktur und mehr Transparenz bei der Konfiguration von Fähigkeiten und Integrationen.
Diese Veränderung zeigt auch, dass Anthropic in diesem Bereich noch viele Erweiterungen plant.
Projekte in Claude
Ein zentrales Element von Claude sind Projekte.
Projekte ermöglichen es:
- Inhalte strukturiert zu organisieren
- Dokumente oder Kontext dauerhaft bereitzuhalten
- komplexere Aufgaben über mehrere Schritte hinweg zu bearbeiten
Die Masterclass verfolgt bewusst nicht nur Schritt-für-Schritt-Anleitungen, sondern vermittelt Prinzipien, damit Teilnehmer selbstständig mit der Technologie arbeiten und eigene Lösungen entwickeln können.
Artefakte – der Einstieg ins „Bauen“
Ein weiteres wichtiges Feature sind Artefakte.
Artefakte erlauben es, innerhalb von Claude direkt kleine Anwendungen oder Inhalte zu erzeugen, beispielsweise:
- kleine Spiele
- Texteditoren
- interaktive Anwendungen
- einfache Tools
Diese Funktion dient als niedrigschwelliger Einstieg in das Erschaffen und Entwickeln mit KI.
Die Möglichkeiten sind zwar begrenzter als bei Claude Code, aber ideal, um erste Erfahrungen im Erstellen von digitalen Lösungen zu sammeln.
Skills – Automatisierung innerhalb von Claude
Im letzten Call wurden bereits erste Skills erstellt.
Skills können beispielsweise:
- LinkedIn-Posts generieren
- Inhalte strukturieren
- wiederkehrende Aufgaben automatisieren
Allerdings gab es während des Trainings technische Einschränkungen, weshalb heute der Fokus stärker auf MCPs und Konnektoren gelegt wird.
MCPs und Konnektoren
Ein Kernpunkt des Calls ist das Model Context Protocol (MCP).
MCP beschreibt die Schnittstelle, über die KI-Systeme mit anderen Tools kommunizieren können.
Dadurch wird Claude mit externen Anwendungen verbunden, zum Beispiel:
- Gamma
- Canva
- Mail-Accounts
- weitere Softwaretools
Diese Verbindungen ermöglichen es, Workflows über mehrere Tools hinweg zu automatisieren.
Zwei zentrale Prinzipien im Umgang mit KI
- Mit KI kommunizieren statt kompliziert prompten
Die effektivste Nutzung entsteht durch Dialog.
Man spricht mit der KI wie mit einem sehr kompetenten Praktikanten oder Berater und entwickelt Lösungen gemeinsam Schritt für Schritt.
- Bei Problemen zuerst die KI fragen
Wenn Fehler oder Herausforderungen auftreten:
- zuerst die KI fragen
- dann Google
- dann andere Menschen
Besonders effektiv ist es, Screenshots direkt in die KI zu laden, damit sie den Kontext versteht.
Unterschiedliche KI für unterschiedliche Aufgaben
Ein wichtiger Lernpunkt des Calls:
Nicht jede KI ist für jede Aufgabe gleich gut geeignet.
Empfohlen wird deshalb:
- mehrere KI-Modelle gegeneinander antreten lassen
- denselben Prompt testen
- herausfinden, welche KI für welchen Anwendungsfall am besten funktioniert
Beispiele:
- Perplexity für Fehleranalyse
- Claude für Struktur und Entwicklung
- andere Modelle für spezielle Aufgaben
So entwickelt jeder Nutzer seinen eigenen „KI-Stack“, der optimal zu seinem Arbeitsstil passt.
Zentrale Erkenntnis des Trainingscalls
Die wichtigste Botschaft lautet:
KI ist kein Werkzeug mehr nur zum Antworten – sondern zum Bauen.
Heute kann nahezu jeder:
- Ideen
- Gespräche
- Konzepte
in reale digitale Anwendungen verwandeln.
Das eröffnet enorme Chancen für Unternehmer, Selbstständige und Kreative.
Zusammenfassung
Die Session vertieft die Arbeit mit Claude und bereitet auf das Entwickeln eigener KI-Anwendungen vor. Behandelt werden die Struktur von Claude (Projekte, Artefakte, Skills), neue Funktionen sowie die Integration externer Tools über MCP und Konnektoren. Ein zentrales Prinzip ist die dialogbasierte Zusammenarbeit mit KI und das Testen verschiedener Modelle für unterschiedliche Aufgaben, um den eigenen optimalen KI-Workflow zu entwickeln.
Claude Deep Dive Teil 2 – 02.03.26
Teil 2: MCPs & Konnektoren
Einführung: Konnektoren als Brücke zwischen KI und Tools
Im zweiten Teil der Session steht die Frage im Mittelpunkt, wie Claude mit der Außenwelt verbunden werden kann.
Eine KI besteht im Kern aus einem Modell mit unterschiedlichen Funktionen. Dazu gehören:
- verschiedene Modelle (z. B. Sonnet, Opus)
- Funktionen wie Projekte oder Artefakte
- fortgeschrittene Features wie Deep Research oder Websuche
Doch erst durch Konnektoren wird eine KI wirklich mächtig:
Sie ermöglichen den Zugriff auf externe Anwendungen, Datenbanken und Systeme.
Damit kann Claude nicht nur denken oder analysieren, sondern mit realen Systemen interagieren.
Das Model Context Protocol (MCP)
Die technische Grundlage dieser Integrationen ist das Model Context Protocol (MCP).
MCP ist ein offener Standard, der es ermöglicht, dass:
- KI-Modelle
- Software-Anwendungen
- Datenquellen
über eine gemeinsame Schnittstelle miteinander kommunizieren.
Man kann sich MCP wie einen Adapter zwischen verschiedenen Systemen vorstellen:
Der „Stecker“ der KI passt dadurch in die „Steckdose“ einer Anwendung.
Dadurch wird es möglich, dass Claude direkt auf externe Tools zugreift oder Informationen austauscht.
Zwei Arten von Konnektoren
Im Training werden zwei Kategorien von Konnektoren unterschieden:
- Standard-Konnektoren
Diese sind bereits in Claude integriert und können direkt aktiviert werden.
Beispiele: Gmail, Google Drive, Google Kalender, Canva, Gamma, Slack, GitHub, Notion, WordPress, Stripe, Zapier, Asana, Monday
Der Vorteil: Sie lassen sich mit wenigen Klicks verbinden und sofort nutzen.
- Benutzerdefinierte Konnektoren
Diese sind nicht standardmäßig integriert, können aber über eine MCP-URL angebunden werden.
Beispiel aus der Session:
Hedy – ein Real-Time Meeting Assistant
Hier wird eine spezielle MCP-Server-URL genutzt, um Hedy mit Claude zu verbinden.
Dadurch kann Claude direkt auf Meeting-Transkripte oder Zusammenfassungen zugreifen.
Praktische Demonstration: CRM + Präsentation automatisieren
Ein zentrales Beispiel der Session zeigt, wie Konnektoren in der Praxis genutzt werden können.
Schritt für Schritt wird demonstriert:
- Claude wird mit einem CRM-System verbunden.
- Claude liest Kundendaten aus dem CRM aus.
- Diese Informationen werden automatisch analysiert.
- Anschließend erstellt Claude daraus eine Präsentation in Gamma.
Damit entsteht ein automatisierter Workflow über mehrere Tools hinweg.
Das Ergebnis:
- Daten aus einem System abrufen
- Inhalte automatisch aufbereiten
- Präsentationen generieren
Alles gesteuert über einen einzigen Prompt.
Automatisierte Workflows mit mehreren Tools
Der eigentliche Mehrwert entsteht, wenn mehrere Konnektoren kombiniert werden.
Beispiele für mögliche Workflows:
- Kundendaten aus dem CRM analysieren und eine Präsentation erstellen
- Meeting-Transkripte automatisch auswerten
- Präsentationen generieren
- Bilder über Canva erstellen
- E-Mails oder Dokumente automatisiert verarbeiten
Die KI wird damit zu einer zentralen Steuerung für verschiedene Systeme.
Berechtigungen und Zugriffskontrolle
Beim Verbinden von Konnektoren spielt das Thema Zugriffsrechte eine wichtige Rolle.
Typische Optionen sind:
- Zugriff immer erlauben
- Zugriff nur nach Genehmigung
- Zugriff blockieren
So kann genau gesteuert werden, welche Daten Claude automatisch nutzen darf und wo eine Bestätigung erforderlich ist.
Unterschied: Konnektoren vs. Erweiterungen
Im Call wird außerdem ein wichtiger technischer Unterschied erklärt.
Konnektoren
- verbinden Claude mit externen Anwendungen
- ermöglichen Datenaustausch zwischen Systemen
Extensions oder Add-ins
- erweitern Anwendungen wie Excel oder Chrome
- integrieren KI direkt in ein bestimmtes Tool
Während Extensions KI in Tools bringen,
bringen Konnektoren Tools zur KI.
Strategischer Einsatz von KI-Tools
Ein weiterer wichtiger Lernpunkt der Session:
Nicht jede KI ist für jede Aufgabe optimal.
Deshalb empfiehlt sich:
- verschiedene Modelle zu testen
- KI-Tools gegeneinander antreten zu lassen
- den eigenen optimalen Workflow zu entwickeln
So entsteht mit der Zeit ein persönlicher KI-Stack, der perfekt zum eigenen Arbeitsstil passt.
Zentrale Erkenntnis des Trainingscalls
Konnektoren machen aus einer KI ein operatives System für digitale Arbeit.
Claude kann dadurch:
- Daten auslesen
- Systeme verbinden
- Inhalte generieren
- automatisierte Workflows steuern
Die KI wird damit nicht nur zum Assistenten – sondern zu einer zentralen Schnittstelle zwischen verschiedenen digitalen Tools.
Zusammenfassung
Der Trainingscall erklärt, wie Claude über Konnektoren und das Model Context Protocol (MCP) mit externen Anwendungen verbunden werden kann. Teilnehmer lernen, Standard- und benutzerdefinierte Konnektoren einzurichten, Daten aus Tools wie CRM-Systemen oder Meeting-Assistants auszulesen und daraus automatisch Inhalte wie Präsentationen zu erstellen. Dadurch entstehen KI-gesteuerte Workflows über mehrere Systeme hinweg.
Claude Deep Dive Teil 3 – 09.03.26
Teil 3: Skill Entwicklung
Vom Workflow zum Skill: Automatisierung wiederkehrender Aufgaben
Im letzten Teil des Trainingscalls wird der nächste logische Schritt gezeigt:
Wie aus einem einmal funktionierenden Workflow ein wiederverwendbarer Skill entsteht.
Dein Workbook zur Umsetzung
Alle Inhalte aus der Session, strukturiert aufbereitet – mit Übungen und konkreten Schritten zur direkten Umsetzung.
Die Ausgangssituation: Im vorherigen Schritt wurde bereits ein Prozess erstellt, bei dem:
- Kundendaten aus einem CRM ausgelesen werden
- diese Informationen analysiert werden
- daraus automatisch eine Präsentation erstellt wird
Dieser Ablauf kann über einen Prompt gestartet werden, ist aber noch manuell.
Die zentrale Frage lautet daher: Wann lohnt es sich, aus einem solchen Prozess einen eigenen Skill zu bauen?
Wann Skills sinnvoll sind
Im Training werden drei Kriterien genannt, wann sich die Erstellung eines Skills lohnt:
- Wiederholung
Wenn dieselben Instructions immer wieder in mehreren Chats verwendet werden. - Delegierbarkeit
Wenn man in der realen Welt einen Mitarbeiter für diesen Prozess einarbeiten würde. - Konsistenz
Wenn das Ergebnis immer im gleichen Format oder Qualitätsstandard benötigt wird.
Typisches Beispiel: Ein wöchentlicher Report über Kunden, Leads oder Prospects, der immer gleich aufgebaut sein soll.
Skills automatisch erstellen lassen
Ein wichtiger Punkt der Session:
Man muss Skills nicht selbst programmieren.
Claude stellt einen integrierten Skill Creator bereit, der aus einem bestehenden Workflow automatisch einen Skill generieren kann.
Der Ablauf ist einfach:
- Workflow im Chat erstellen
- Skill Creator aktivieren
- Claude bitten, daraus einen Skill zu generieren
- Skill herunterladen oder direkt installieren
Der Skill wird anschließend als Markdown-Datei (.md) gespeichert, die die komplette Logik und Struktur des Skills enthält.
Aufbau einer Skill-Datei
Die Skill-Datei enthält unter anderem:
- Beschreibung des Skills
- Trigger-Wörter, die den Skill aktivieren
- definierte Schritte im Workflow
- Zugriff auf Konnektoren
- Formatvorgaben für Ergebnisse
Diese Datei bildet die technische Grundlage, mit der Claude versteht, wann und wie der Skill ausgeführt werden soll.
Skill in Claude integrieren
Um einen Skill zu nutzen, wird die Datei einfach hochgeladen.
Der Prozess:
- Skill-Datei herunterladen
- Im Bereich Skills → Upload hinzufügen
- Aktivieren
- Im Chat auslösen
Danach genügt ein kurzer Befehl, z. B.: „Kundenanalyse [Name]“
Claude führt automatisch alle Schritte aus:
- CRM-Daten abrufen
- Analyse erstellen
- Präsentation generieren
Der gesamte Workflow läuft dann automatisiert im Hintergrund.
Skills als Bausteine für Anwendungen
Ein entscheidender Gedanke der Session:
Skills sind nicht nur Automatisierungen – sie sind Bausteine für spätere Anwendungen.
Beispiel aus dem Training: Ein Buchgenerator wurde entwickelt, der aus Transkripten automatisch Kapitel erstellt.
Dabei werden mehrere Skills kombiniert:
- Skill 1: Buchkapitel aus Transkript erstellen
- Skill 2: Kapitel im richtigen Design formatieren
Diese Skills werden anschließend in einer Anwendung zusammengeführt.
Der Weg dorthin erfolgt Schritt für Schritt:
- Einzelne Funktion entwickeln
- Als Skill stabilisieren
- Mehrere Skills kombinieren
- Daraus eine Anwendung bauen
So entsteht aus einfachen Automationen eine komplette KI-gestützte Softwarelösung.
Erweiterte Nutzung von Skills
In der Diskussion des Calls werden weitere Möglichkeiten aufgezeigt:
- Skills können mit Konnektoren kombiniert werden
- mehrere Tools können automatisiert miteinander arbeiten
- Skills können auch von anderen KI-Systemen analysiert oder optimiert werden
- komplette Arbeitsprozesse können so modular aufgebaut werden
Dadurch entsteht eine neue Arbeitsweise: KI wird nicht nur genutzt – sie wird konfiguriert und orchestriert.
Sicherheit und Vorsicht bei fremden Skills
Ein wichtiger Hinweis aus dem Training: Skills können theoretisch Zugriff auf Daten oder Systeme erhalten.
Deshalb sollte man vorsichtig sein bei:
- heruntergeladenen Skills
- öffentlichen Skill-Repositories
- fremden Automationen
Empfohlen wird:
- Skills analysieren
- selbst bauen oder anpassen
- externe Skills zunächst prüfen
So bleibt die Kontrolle über Daten und Prozesse erhalten.
Zentrale Erkenntnis des Trainingscalls
Die wichtigste Botschaft des Abschlusses:
Die Zukunft liegt nicht nur im Prompting – sondern im Bauen eigener KI-Funktionen.
Mit Skills, Konnektoren und Modellen entsteht eine neue Arbeitsweise, in der jeder:
- Prozesse automatisieren
- Tools verbinden
- eigene KI-Anwendungen entwickeln kann.
Diese Fähigkeiten eröffnen enorme Möglichkeiten für Unternehmer, Berater und Creator.
Zusammenfassung
Der Trainingscall zeigt, wie aus funktionierenden KI-Workflows wiederverwendbare Skills entstehen. Teilnehmer lernen, den Skill Creator zu nutzen, Skill-Dateien zu erzeugen und diese in Claude zu integrieren. Skills automatisieren wiederkehrende Aufgaben und können mit Konnektoren kombiniert werden. Dadurch entstehen modulare Bausteine, aus denen später komplette KI-gestützte Anwendungen entwickelt werden können.
Claude Deep Dive Teil 4 – 16.03.26
Teil 4: Claude MD, Skills & Setup
In diesem Trainingscall wurde der nächste entscheidende Schritt im Arbeiten mit Claude Code behandelt: Der Übergang von ersten App-Prototypen hin zu strukturierter, skalierbarer Entwicklung durch Systemlogik, Projektstruktur und Automatisierung.
Hier findest du die Recap-Präsentation zur Masterclass. Darin sind die wichtigsten Punkte zu Projektordnern, CLAUDE.md (inkl. MEMOMRY.md) und Skills nochmal übersichtlich zusammengefasst. Lade sie dir gerne herunter und geh alles in Ruhe nochmal durch.
Dein Workbook zur Umsetzung
Alle Inhalte aus der Session, strukturiert aufbereitet – mit Übungen und konkreten Schritten zur direkten Umsetzung.
- Fundament: Projektstruktur & Arbeitsweise verstehen
Ein zentrales Learning des Calls: Ohne saubere Struktur wird jede Weiterentwicklung chaotisch.
- Jede App benötigt einen eigenen Projektordner (Repository)
- Dieser Ordner enthält ausschließlich den Code und alle systemrelevanten Dateien
- Mehrere Chats/Sessions gehören immer zum gleichen Projektordner
- Neue Projekte = neuer Ordner
- Kontextverlust wird durch strukturierte Übergaben reduziert
Entscheidender Shift: Nicht mehr „im Chat bauen“, sondern in Projekten denken und arbeiten
- Claude MD – das Gehirn deiner App
Die Claude MD Datei ist die zentrale Steuerungsinstanz deiner Anwendung.
Funktionen:
- Speichert Kontext, Regeln und Struktur
- Definiert, wie Claude arbeitet (nicht nur was)
- Existiert in zwei Formen:
- Projektspezifisch → für eine konkrete App
- Global → für dein generelles Arbeiten
Wichtige Erkenntnisse:
- Die Claude MD wird einmal angelegt und kontinuierlich erweitert
- Sie macht deine Arbeit:
- konsistenter
- wiederholbar
- skalierbar
Ohne Claude MD arbeitest du jedes Mal „von vorne“
- Memory MD – Kontext über Sessions hinweg
Die Memory MD ist ein neues Feature und löst ein zentrales Problem:
Kontextverlust beim Wechsel zwischen Chats
Wichtig:
- Wird automatisch im Hintergrund erstellt
- Speichert komprimierte Erinnerung, kein vollständiges Protokoll
- Ersetzt nicht komplett Übergabe-Dokumentationen
- Hilft aber massiv bei:
- Kontinuität
- effizientem Weiterarbeiten
Best Practice:
- KI aktiv fragen: „Bist du up to date?“
- Bei Komprimierung → neuen Chat starten
- Skills – Wiederverwendbare Intelligenz
Skills sind einer der größten Hebel im gesamten System.
Definition:
Wiederverwendbare Anweisungen (Markdown-Dateien), die bestimmen, wie etwas umgesetzt wird.
Typische Einsatzbereiche:
- Design (Farben, CI, UI)
- Schreibstil & Kommunikation
- Fachlogik / Expertensysteme
- Qualitätsprüfungen
- Automatisierungen (z. B. Dokumentation, Kommentare, Prozesse)
Wichtige Prinzipien:
- Skills = Modularisierung von Wissen
- Können kombiniert und verschachtelt werden
- Sparen massiv Zeit bei wiederkehrenden Aufgaben
Praxis-Learnings aus dem Call:
- Skills können ganze Workflows automatisieren (z. B. Dokumentation, LinkedIn-Kommentare, Architekturvisualisierung)
- Inspiration holen ist sinnvoll – selbst bauen ist besser
- Arbeiten mit Claude Code – neue Denkweise
Der Call macht deutlich: Claude Code ist kein Tool – es ist ein Systemwechsel.
Neue Arbeitslogik:
- Weg von einzelnen Prompts
- Hin zu:
- Projekten
- Systemlogik
- wiederverwendbaren Bausteinen
Erfolgreich ist, wer:
- strukturiert denkt
- Prozesse erkennt
- Wiederholbarkeit schafft
- Häufige Herausforderungen (und Lösungen)
Typische Hürden im Call:
- Fehlende Projektordner
- Verwirrung zwischen Chat & Code
- keine Reaktion von Claude → oft fehlendes Setup (z. B. Git)
- falsche Dateistruktur
Lösungsprinzip: „Frag die KI“ – aktiv, präzise, iterativ
- Ausblick
Nicht mehr behandelt (folgt im nächsten Call):
- API Keys
- Connectoren
- Erweiterte Integrationen
Diese Themen sind der nächste Schritt zur echten Automatisierung.
Fazit
Dieser Call legt die Grundlagen für professionelles Arbeiten mit Claude Code:
- Struktur vor Geschwindigkeit
- Systeme statt Einzelaktionen
- Wiederverwendbarkeit statt Chaos
Wer diese Prinzipien verinnerlicht, baut nicht nur Apps – sondern skalierbare, intelligente Systeme.
Zusammenfassung
Claude Code erfordert strukturiertes Arbeiten in Projektordnern. Die Claude MD steuert Logik und Kontext, die Memory MD sichert Übergänge zwischen Chats. Skills machen Wissen wiederverwendbar und automatisieren Prozesse. Entscheidend ist der Wechsel von Prompt-Denken hin zu systematischer Entwicklung mit klaren Strukturen, modularen Bausteinen und skalierbarer Logik.
