Engpässe lösen, Hebel finden

Sechs Teilnehmer, sechs Engpässe – wir arbeiten live an Lead-Magneten, Skalierung, Fokus und Outbound-Strategien für mehr unternehmerische Schlagkraft.

Call - Engpass-Analyse im Sales

In diesem Segment führt Torsten am Beispiel von René, Katja und Sabine vor, wie du den wahren Engpass eines Kunden – und deines eigenen Business – herausarbeitest. Du lernst, warum „kein Budget“ selten der echte Grund ist, wie du über sieben Kernfragen Problembewusstsein erzeugst und wann du als Anbieter überhaupt in der Lage bist, die Lücke zu schließen. Ein praxisnaher Deep-Dive in Qualifizierungsgespräche und ehrliche Selbstreflexion.

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Geld ist nie der wahre Engpass

René berichtet von einem potenziellen Kunden – einem Hausmeister-Service, der ein Franchise aufbauen will. Nach Wochen des Kontakts kam die Vertröstung: „Kein Budget, wir machen es selbst, vielleicht nächstes Jahr.“ Klingt nach einer klaren Absage. Ist es aber nicht.

Der Grundsatz lautet:

Geld ist Priorität, keine Ressource.

Wenn ein Kunde ein echtes Problembewusstsein hat und ein Bedürfnis unbedingt gelöst haben will, findet er das Geld dafür. Wird auf „fehlendes Budget“ vertröstet, fehlt in Wahrheit das Bewusstsein über den eigentlichen Engpass – und damit die Dringlichkeit.

Was ist überhaupt ein Engpass?

Stell dir den Everest vor: Der Hillary Step ist der größte Engpass auf dem Weg zum Gipfel – nicht nur, weil er klettertechnisch anspruchsvoll ist, sondern weil sich dort hunderte Bergsteiger stauen. Genau so funktioniert ein Engpass im Business: Es ist das Nadelöhr, durch das alles muss, um das Ziel zu erreichen.

Die typischen Felder, in denen Engpässe sitzen:

  • Marketing
  • Vertrieb
  • Leistungserbringung
  • Backoffice-Prozesse

Der beliebteste Schein-Engpass lautet: „Ich habe zu wenig Kunden.“ Aber das ist nur das Symptom. Dahinter liegen Gründe – und die gilt es freizulegen, bis du am wahren Engpass angekommen bist.

Der Engpass des Kunden – Fallbeispiel René

René spürt intuitiv, dass beim Hausmeister-Service Wissenslücken zu Daten und KI vorhanden sind. Aber das ist seine Brille, nicht die des Kunden. Die entscheidende Frage: Hat der Kunde selbst ein Bewusstsein über seinen größten Engpass auf dem Weg zum Franchise?

Was braucht ein Franchise-Geber überhaupt?

  • Standardisierte Strukturen und Abläufe (das „McDonald’s-Handbuch“)
  • Eine saubere Datengrundlage
  • Templates und Prozesse zum Aufnehmen neuer Partner
  • Franchise-Nehmer
  • Eine Marke

Der Kunde bastelt aktuell selbst an einer Datenbank – „ein bisschen rumbasteln, schauen, was rauskommt“. Ihm ist die Tragweite nicht klar. Und genau das ist Renés Job am Freitag beim Mittagessen: diese Tragweite bewusst machen.

Die sieben Kernfragen im Qualifizierungsgespräch

Mit diesen Fragen führst du den Kunden zu seinem eigenen Engpass:

  1. Wo stehen Sie heute?
  2. Wo wollen Sie hin?
  3. Was hält Sie ab?
  4. Was glauben Sie, brauchen Sie, um das Ziel zu erreichen?
  5. Was würden Sie an der Gesamtsituation sofort verändern?
  6. Was würde passieren, wenn Sie gar nichts tun?
  7. Was sind Sie willens und in der Lage zu investieren?

Erst wenn der Kunde durch diese Fragen sein eigenes Bewusstsein geschärft hat, kann er die Lücke benennen. Und erst dann kannst du als Anbieter prüfen: Bin ich derjenige, der diese Lücke schließen kann – ganz oder zumindest zu einem großen Teil?

Bewusstsein über den eigenen Engpass – Selbsttest

Torsten dreht den Spieß um und stellt René dieselbe Frage: Was ist DEIN größter Engpass?

Renés Antwort kommt langsam: In die Umsetzung zu kommen, weil der Druck fehlt – das bestehende Business läuft. Der Drive ins neue Thema ist deshalb schwach. Letztlich: Priorisierung von Zeit und Ressourcen.

Allein die Tatsache, dass René so lange nachdenken muss, ist diagnostisch wertvoll. Wer den eigenen Engpass nicht klar benennen kann, erkennt ihn auch beim Kunden nicht.

Katjas Engpass – fehlende Strukturen

Katja hat ein klares Ziel: in zwei Jahren den kompletten Lebensunterhalt aus dem Business finanzieren, plus Level erhöhen. Dafür muss sie ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr verdoppeln – über mehr Kunden und Skalierung durch Trainer, Coaches oder Automatisierung.

Ihr Engpass: eigene fehlende Strukturen. Sie packt Dinge immer wieder neu an, weiß nicht, wo sie was abgelegt hat, erfindet Aufgaben neu, weil es gerade Spaß macht. Ergebnis: Zeitverlust, langsames Vorankommen.

Sie braucht ein One-Touch-Point-System – ein Tool, das ihre bestehenden Tools (Trello, Microsoft To-Do, Ordnerstruktur) zusammenfasst und ihr die Sachen findet. Plus Disziplin, es zu nutzen. Aber: einfach muss es sein.

Das unschlagbare Angebot

Torsten zeichnet das Bild, wie ein passgenaues Angebot wirkt: Stell dir vor, jemand käme zwei Tage zu Katja, würde alle Tools sauber verzahnen, eine perfekte Dateistruktur einrichten – und der Schmerz wäre weg. Katjas Reaktion: „Sehr geil. Sehr geil. Und wärst du bereit, dafür zu investieren?“ Die Antwort ist offensichtlich.

Genau das ist das Muster:

  • Du stellst die richtigen Fragen.
  • Der Kunde spürt den Schmerz, weil du ihn dorthin führst, wo es am meisten wehtut.
  • Dann sagst du: Dafür habe ich was. Und noch viel mehr.

Renés Auftrag für Freitag

  1. Im Gespräch das Problembewusstsein schärfen – die Tragweite fehlender Datenstrukturen für das Franchise sichtbar machen.
  2. Die sieben Kernfragen durchgehen, um die Lücke gemeinsam mit dem Kunden zu identifizieren.
  3. Ehrlich prüfen: Bin ich der Richtige, um genau dieses Problem zu lösen – oder braucht es noch jemanden dazu?
  4. Wenn ja: ein Angebot machen, das der Kunde nicht ablehnen kann.

Wenn der Kunde kein Problembewusstsein hat, gibt es keine Lücke zu schließen, kein Problem zu lösen, kein Bedürfnis zu befriedigen – und damit auch keinen Auftrag. Die Arbeit am Engpass ist die eigentliche Sales-Arbeit.

Call - Sabines LinkedIn-App

Sabine zeigt im Coaching-Gespräch, wie ihre selbstgebaute LinkedIn-App den größten Engpass ihres Business adressiert: die Skalierung. Du erfährst, warum sie mit zehn Kunden ausgelastet ist, wie die App ihr 25 % mehr Kapazität freischaufelt und wo der Hebel zwischen Effizienz, Preisgestaltung und persönlicher Betreuung liegt. Außerdem: warum die KI gerade dann am wertvollsten ist, wenn sie Raum für mehr Menschlichkeit schafft.

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Der Engpass: Ausgelastet bei zehn Kunden

Sabines größter Engpass vor dem Bau ihrer LinkedIn-App war eindeutig: Skalierung. Sie ist mit einer kleinen Handvoll Kunden ausgebucht – und das birgt ein doppeltes Risiko. Würde nur ein größerer Kunde wegfallen, wären bis zu 40 % ihres Umsatzes in Gefahr. Gleichzeitig fehlt ihr Zeit und Energie, aktiv neue Kunden zu gewinnen.

Im Gespräch wird klar: Bei einem ausgelasteten Dienstleistungsbusiness gibt es nur wenige echte Hebel:

  • Effizienter arbeiten, damit pro Kunde weniger Zeit verbraucht wird
  • Preise erhöhen, um mit weniger Kunden den gleichen Umsatz zu erzielen
  • Zeitfresser optimieren, also genau die Aufgaben automatisieren, die heute am meisten Aufwand kosten

Genau hier setzt ihre LinkedIn-App an.

Was die App heute schon möglich macht

Sabine ist realistisch: Die App ersetzt nicht die individuelle Kundenarbeit. Ein Redaktionsplan lässt sich nicht einfach generieren und 1:1 umsetzen – es braucht Gespräche, aktuelle Themen, Feingefühl. Aber als Unterstützungswerkzeug ist sie ein Gamechanger.

Konkret schätzt Sabine, dass sie durch die App heute schon 25 % mehr Kunden betreuen könnte. Ein gutes Beispiel ist das Thema Bildmaterial:

  • Viele ihrer Unternehmenskunden dürfen aktuell keine KI-generierten Bilder von Personen verwenden.
  • Sabine macht deshalb selbst kleine Fotoshootings mit den Kunden.
  • Früher fehlten ihr beim Shooting oft die passenden Themen.
  • Heute hat sie dank der App die Themen für die nächsten drei Monate vorgeplant und kann beim Shooting punktgenau das passende Foto produzieren.

Das sind die „lauter kleinen Stellschrauben“, die in Summe die Arbeit dramatisch leichter machen.

Die Spielwiese: Zehn Kunden als ideales Labor

Ein zentraler Gedanke aus dem Coaching: Sabines Setup ist eine Megaspielwiese. Sie hat zehn reale Kunden, an denen sie die App kontinuierlich weiterentwickeln kann.

Jeder Fall, jeder Bug, jeder Schritt, jede Herangehensweise, die du für die einzelnen Kunden etablieren darfst, kannst du gleich in der App auch entsprechend umsetzen und dort mit integrieren.

Das ist der entscheidende Vorteil eines fokussierten Business: Weil sie sich klar auf LinkedIn-Betreuung spezialisiert hat, fließt jede Lernschleife direkt zurück in das Werkzeug.

Der wahre Hebel: Mehr Raum statt mehr Kunden

Spannend wird das Gespräch an dem Punkt, an dem Markus eine andere Perspektive öffnet: Es geht nicht nur um mehr Kunden.

Sabines Werteversprechen ist die individuelle, persönliche Betreuung – das, was Felix Beilharz und andere LinkedIn-Größen so nicht leisten. Wenn die App ihr Zeit freischaufelt, hat sie zwei Optionen:

  1. Mehr Kunden annehmen (vielleicht 11 oder 12 statt 10)
  2. Den gewonnenen Raum in Qualität investieren – mental tiefer auf jeden Kunden eingehen, eigene Transferleistung integrieren, die Beziehung stärken

Der zweite Weg ermöglicht es ihr, Preise anzupassen, weil ihr persönliches Einbringen klarer als Wert sichtbar wird. Markus formuliert es so: Wer nur „Next, Next, Finish“ klickt und Posts hineinkopiert, wird nicht zwölf, sondern eher acht und dann fünf Kunden haben. Die menschliche Komponente ist nicht das, was die KI ersetzen soll – sie ist das, wofür die KI Platz schaffen soll.

Zwei Wachstumsrichtungen jenseits der laufenden Betreuung

Sabine sieht zwei zusätzliche Hebel über die klassische Geschäftsführer-Betreuung hinaus:

  • LinkedIn-Trainings für Unternehmen – in Kooperation mit anderen Anbietern. Vorteil: Trainings sind abgeschlossen, machen Spaß und binden nicht dauerhaft Kapazität.
  • Outplacement-Beratung – Kunden, die einen Job verloren haben, bekommen mit der App schnell ein optimiertes Profil und einen Redaktionsplan. Einmalige Betreuung mit Potenzial zur späteren Dauerkundschaft.

Die laufende Betreuung von Geschäftsführer-Profilen bleibt aufwendig und macht unflexibel – deshalb ist das diversifizierte Angebot wichtig.

Was sich seit letzter Woche getan hat

Sabine hat die App weiter optimiert. Die Hauptarbeit lag im Fixen von Bugs und im Verbessern der Qualität – insbesondere beim Redaktionsplan, der vorher zu oft auf alte Posts zurückgegriffen hat. Sie hat einzelne Kunden angelegt und das Profil-Setup durchgespielt. Die Weiterentwicklung läuft komfortabel über Claude Code, das ihr die Verbesserungen direkt vorschlägt und umsetzt.

Sabines ehrliches Fazit zu sich selbst:

Ich bin so eine Vögelerin, und ich muss mich immer zwingen dazu, strukturell zu arbeiten – und sie pingt mich dabei, strukturell zu arbeiten.

Genau das ist der eigentliche Wert: Die App zwingt sie nicht, sondern unterstützt sie dabei, strukturierter zu arbeiten – und macht damit nicht nur das Business effizienter, sondern auch die Person dahinter stärker.

Die Empfehlung: Dranbleiben und Feintuning

Markus‘ Ratschlag am Ende ist klar und umsetzungsorientiert:

  • Bleib dran an der App
  • Fixe die Fehler systematisch
  • Überführe sie technisch auf eine erweiterte Basis (Architektur-Stack, Datenbank, Mandantenfähigkeit)
  • Nutze die KI selbst als Coach durch diesen Prozess
  • Mach das Feintuning kontinuierlich

Der Durchbruch, der seit dem Wochenende sichtbar ist, entstand genau dort, wo KI-Kompetenz und KI-Ressourcen zusammenkommen. Wer diesen Punkt einmal erreicht hat, kann von dort aus systematisch weiter ausbauen.

Call - Ordnungstypen-Quiz & Funnel

Stefanie von Ordnung2Go bekommt im Hot-Seat eine klare Roadmap: Produkttreppe entschlacken, das Ordnungstypen-Quiz als Lead-Magnet fertigstellen und über eine 5-Tages-Challenge die bestehenden 1.100 Newsletter-Kontakte aktivieren. Dazu lernst du die vier Ordnungstypen kennen (Stratege, Ästhet, Gestalter, Freigeist) und bekommst eine konkrete Anleitung, wie du dein KPI-Dashboard mit fünf Kernzahlen aufbaust und monatlich pflegst.

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Engpass: Sichtbarkeit und saubere Funnels

Stefanies größter innerer Engpass nach dem Fitness-Check der Vorwoche ist klar: Sie braucht mehr Sichtbarkeit und saubere Funnels. Bisher ist sie als Podcasterin hörbar, aber noch nicht sichtbar. Die Entscheidung steht: Es wird wahrscheinlich ein YouTube-Kanal, auch wenn das Thema Sichtbarkeit ein Unbehagen auslöst. Ihre Haltung dazu: „Wenn ich ein Online-Business haben will, dann darf ich auch online sichtbar sein.“

Parallel wurde klar, dass die Produkttreppe aktuell zu breit ist. Das relaunchte Club-Format und der geplante Online-Kurs werden zunächst zurückgestellt. Fokus dieser Woche: Reihenfolge der Produkte priorisieren und mit einer Testkundin das neue Leuchtturmprodukt (Ordnungs-DNA) sauber aufsetzen.

Die vier Ordnungstypen

Stefanies Test basiert auf zwei Kriterien, die kombiniert vier Typen ergeben:

  • Sortierlogik des Gehirns: Makro (eine große Box „Medikamente“) vs. Mikro (Unterteilung in Schmerzmittel, Grippe etc.)
  • Visuelles Bedürfnis: Visuelle Ruhe (geschlossene Türen, Schubladen) vs. Fülle (Dinge müssen sichtbar sein, sonst sind sie weg)

Daraus ergeben sich die vier dominanten Typen:

  • Stratege (Mikro + visuelle Ruhe): Liebt klar sortierte Schubladen, kocht streng nach Rezept, mag Regeln und Rahmen. Schnelles Finden ist wichtiger als ein offener Zugriff.
  • Ästhet (Makro + visuelle Ruhe): Außen hui, innen pui. Harmonisches, minimalistisches Zuhause. In den Schränken darf es chaotisch sein, Hauptsache außen clean.
  • Gestalter (Mikro + Fülle): Bastelt gern, liebt sortierte, aber sichtbare Systeme – z.B. die Werkbank mit Pegboard. Umgibt sich mit Dingen, die an schöne Erlebnisse erinnern.
  • Freigeist (Makro + Fülle): Lebt mit größeren Objekten (lieber eine große Vase als fünf kleine), gern bunt, gern sichtbar, eher grob sortiert.

Wichtig: Es geht um den dominanten Typen – nicht jeder ist in allen Lebensbereichen gleich.

Status der Ordnungs-DNA-Funnel

Stefanies geplanter Funnel führt vom Quiz (Lead-Magnet) über eine E-Mail-Sequenz zum Erstgespräch und dann ins Ordnungs-DNA-Angebot. Bestandsaufnahme:

  • Quiz/Test: zu 90 % fertig, Ergebnistexte etwa zu 50 %.
  • Ordnungs-DNA-Angebot: konzeptionell fertig, Prozesse werden mit Testkundin aufgesetzt.
  • E-Mail-Sequenz: Listen in Brevo angelegt, Automatisierung und Mails fehlen noch.
  • Gesprächsbuchung & Liefer-Setup: steht.
  • Newsletter-Liste: rund 1.100 Adressen, ein Versand pro Woche.
  • Erstgespräche aktuell: nur 2–3 pro Monat, primär über den Newsletter.

Priorität 1: Quiz online bringen

Klare Priorisierung: Zuerst muss das Quiz live gehen, denn ohne den Test gibt es keinen Einstieg in die Sequenz. Erst danach folgt die E-Mail-Strecke. Als Vorbild für die Mechanik der Sequenz lohnt sich ein Blick auf Denise Duffield-Thomas (Money-Mindset, acht Typen, Test → Sequenz → Bootcamp für 2.000 $). Empfehlung: Den Test selbst machen, die Sequenz über 14 Tage durchlaufen und die Mechanik von außen analysieren – nicht nur inhaltlich, sondern strukturell.

Den Fischteich einmal abfischen: 5-Tages-Challenge

1.100 Newsletter-Kontakte sind ein wertvoller, aber unbearbeiteter Fischteich. Statt nur einen weiteren Newsletter zu schicken, brauchen diese Menschen ein andersartiges Angebot. Vorschlag: Eine 5-Tages-Challenge mit einem konkreten, greifbaren Ergebnis – z.B. „In 5 Tagen zum aufgeräumten Kleiderschrank“ oder „In 5 Tagen zum aufgeräumten Zimmer“.

So könnte die Mechanik aussehen:

  • Tag 1: Einstieg über den Ordnungstypen-Test.
  • Tag 2–4: Geführte Mikro-Schritte entlang deiner Methodik.
  • Tag 5: Sichtbares Ergebnis feiern.
  • Donnerstag (innerhalb der Challenge): Pitch des Folgeangebots, z.B. Kohorten-Begleitung über mehrere Monate.
  • Verknappung: Angebot nur bis Samstag/Sonntag gültig, plus Erinnerungs-Mail-Sequenz.

Realistische Kalkulation: Aus 1.100 könnten 30–40 in die Challenge kommen, daraus rund 10 % in ein bezahltes Folgeangebot. Nebeneffekt: Die „toten Fische“ – also Kontakte, die ohnehin nicht mehr resonieren – melden sich ab. Das säubert die Liste für künftige Leads aus dem Quiz.

KPI-Dashboard: Fünf Kernzahlen, ein Monatstermin

Stefanies offene Stelle: KPIs werden bisher kaum getrackt. Empfehlung – ein simples Dashboard mit fünf Kennzahlen, monatlich gepflegt:

  1. Newsletter-Empfänger (aktuell ca. 1.100)
  2. Erstgespräche pro Monat
  3. Podcast-Hörer pro Monat (bewusst Hörer, nicht Downloads, weil ein Hörer mehrere Folgen konsumiert)
  4. Kunden gewonnen
  5. Revenue signed (kontrahierter Umsatz in Euro)

So setzt du es um:

  • Tabelle anlegen: links die fünf Kennzahlen, oben die Monate.
  • Historische Werte als Best Guess eintragen, wenn keine sauberen Zahlen vorliegen.
  • Fester Termin im Kalender: Am letzten Werktag des Monats eine halbe Stunde Dashboard-Pflege und Auswertung.
  • Bei Bedarf gemeinsam mit einer verantwortlichen Person im Team durchgehen.

Wer seine Zahlen kennt, sieht Entwicklungen früh – und kann Engpässe lösen, bevor sie zu Krisen werden.

Nächste Schritte für Stefanie

  • Diese Woche: Quiz finalisieren (Ergebnistexte), als Testversion an die Gruppe schicken, damit Selbstwahrnehmung und Testergebnis abgeglichen werden können.
  • Fallback: Falls das Quiz nicht fertig wird, am 3.6. oder 10.6. ins KI-Café kommen und live in einer Stunde zu Ende bauen.
  • Format-Entscheidung: 5-Tages-Challenge (oder vergleichbares Format) für die bestehende Liste konzipieren.
  • Dashboard: Sofort aufsetzen, Kennzahlen rückwirkend füllen, Monatstermin im Kalender blocken.
  • Recherche: Denise Duffield-Thomas‘ Funnel-Mechanik analysieren.

Call - CV-Checker als Lead-Magnet

Claudia steht vor einem klassischen Engpass: neues Produkt, neuer Markt, neue Sichtbarkeitsanforderung. In diesem Segment teilt sie, wie sie mit einem KI-CV-Checker als Lead-Magnet aus der Komfortzone von Mund-zu-Mund-Propaganda in aktives LinkedIn-Marketing wechselt. Du lernst, warum ein „perfekter“ Launch dich blockiert, wie ein viraler Lead-Magnet-Post auf LinkedIn aufgebaut wird – und warum Einfach-Machen wichtiger ist als Hundertprozent.

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Der Engpass: Skalierbarkeit, Struktur und Mut

Claudia ist seit Jahren selbstständig, hatte aber bisher ein Produkt, das in seiner Form heute schwerer am Markt zu platzieren ist. Mit dem Launch eines neuen Produkts steht sie vor einer Aufgabe, die sie zuvor nie hatte: aktiv in die Sichtbarkeit gehen.

Ihr bisheriges Geschäftsmodell lief über Mund-zu-Mund-Propaganda, Netzwerk und Empfehlung. Werbung, Customer Journey, E-Mail-Liste – all das war nie nötig. Jetzt verändert sich der Markt so grundlegend, dass das, was früher funktioniert hat, nicht mehr funktioniert.

„Ich fühle mich manchmal, wie ich fange nochmal von vorne an, mit Produkt, mit Lernen, mit Kunden, mit allem.“

Der Engpass hat damit drei Dimensionen: Skalierbarkeit (raus aus dem 1:1-Geschäft), Struktur (Customer Journey, Funnel, Listen) und Mut (öffentlich Position beziehen, Dinge sagen, sichtbar werden).

Die Lösung: LinkedIn-Planner und Vibe-Coding

Claudia hat sich an Uwes Ansatz orientiert und einen LinkedIn-Planner gebaut – ursprünglich für ihre Coaches, jetzt nutzt sie ihn selbst. Drei Posts pro Woche, im Tandem mit ihrer Partnerin Nicole: Nicole schreibt auf Deutsch, Claudia macht daraus die englische Version.

Parallel hat sie für sich Vibe-Coding entdeckt, um Skalierbarkeit aufzubauen. Am vergangenen Wochenende hat sie intensiv gebaut – unter anderem einen KI-CV-Checker.

Der KI-CV-Checker als Lead-Magnet

Der Checker ist in zwei Varianten unterteilt: Leadership und Professional. Nutzer bekommen einen Score und müssen ihre E-Mail eingeben, um die Details zu erhalten. Die Adressen landen in Brevo – noch alles manuell.

Warum überhaupt ein CV-Checker? LinkedIn hat massiv in seinen AI-Sourcer, AI-Recruiter und AI-Algorithmus investiert (Stichwort: Recruiter-Tool mit ca. 450 Mio. Euro Umsatz). Recruiter, Headhunter und Career Coaches nutzen diese Tools immer stärker. Folge: Wer nicht die richtigen Keywords im Profil hat, wird schlicht nicht mehr vorgeschlagen – selbst bei gepflegtem Profil.

Die Halbwertszeit ist brutal: Claudia hatte den Checker schon vor zwei Monaten gebaut. Nach acht Wochen war er komplett veraltet, weil sich die KI-Logik dahinter so stark verändert hat. Das ist eine zentrale Lektion für alle KI-Produkte: Du baust nicht einmal, du baust ständig nach.

Go-to-Market: B2C-Produkt über B2B-Türöffner

Claudias Kerngeschäft ist B2B – der CV-Checker spricht aber B2C an. Ihre Strategie:

  • Arbeitgeber ansprechen, die gerade Personal abbauen (im aktuellen Markt leider viele).
  • Diesen Arbeitgebern den Checker als hochwertiges Karriere-Coaching-Angebot für ihre ausscheidenden Mitarbeiter mitgeben.
  • Dadurch in den letzten zwei Wochen schon viele Rückfragen: „Was macht ihr da eigentlich? Was ist anders bei euch?“

Der Markt für Karriere-Coaching ist ausgelutscht – CV neu schreiben, LinkedIn neu schreiben. Damit ist es heute nicht mehr getan. Der CV-Checker positioniert Claudia und ihre Partnerin als die, die die neue KI-Realität ernst nehmen.

Der virale LinkedIn-Lead-Magnet-Post

Uwes konkreter Vorschlag für den Launch: Lead-Magnet-Post nach dem Muster, das er kürzlich mit dem LinkedIn-Redaktionsplan demonstriert hat. Der Link zum Checker geht nicht in den Post selbst, sondern wird nur per DM verschickt.

So baust du den Post auf:

  1. Kernnutzen klar benennen: „Willst du wissen, wie dein CV gegen die aktuellen KI-Algorithmen rankt und was du optimieren musst?“
  2. Call-to-Action: „Dann kommentiere mit CV.“
  3. Einwände vorwegnehmen – speziell für Jobsuchende, die nicht öffentlich kommentieren wollen: „Wenn du nicht öffentlich kommentieren möchtest, weil du gerade auf Jobsuche bist – vernetze dich mit mir und schick mir eine DM.“
  4. Link wird ausschließlich per Direktnachricht verschickt.

Vorteil dieses Musters: Du sammelst Engagement (Kommentare + Vernetzungen) und gleichzeitig direkte Konversationen über DM – beides füttert den Algorithmus und deine Pipeline.

Die wichtigste Lektion: Einfach raus damit

Der CV-Checker hat im Live-Test des Calls noch eine Fehlermeldung in Schritt 2 – mehrere Teilnehmer melden das gleiche Problem. Claudia reagiert spürbar: „Da kriege ich innerliche Schmerzen, wenn sowas nicht rauskommt.“ Ihr eigener Anspruch ist hundertprozentig.

Genau hier liegt die Falle. Uwes Botschaft ist klar:

„Einfach machen.“

Wenn du auf hundert Prozent wartest, ist nach zwei Monaten der Algorithmus wieder anders, irgendwas kommt dazwischen, und es geht nie raus. Konkrete Vereinbarung im Call: Bis Donnerstag steht der Checker, gemeinsam wird der LinkedIn-Post aufgesetzt und geschedult.

Take-aways für dich:

  • Sichtbarkeit ist kein Charakterzug, sondern ein Prozess – starte mit Tandem-Posting, wenn dir Solo zu groß ist.
  • Baue Lead-Magneten, die ein akutes Problem deiner Zielgruppe lösen (hier: KI-Recruiter-Realität auf LinkedIn).
  • Plane bei KI-Produkten ein, dass du alle 1–2 Monate nachbauen musst.
  • Nutze das Lead-Magnet-Post-Muster: Kommentar-Trigger plus DM-Fallback für sensible Zielgruppen.
  • Hundertprozentig ist der Feind von „draußen“. Lieber 80 % live als 100 % im Entwurfsordner.

Call - Fokus & Zeitanalyse

Thomas steht 24/7 für einen Kunden bereit, sitzt sieben Tage die Woche am Schreibtisch und kommt mit seinen eigentlichen M&A-Themen nicht voran. In diesem Segment legt Andreas den wahren Engpass frei: fehlende Struktur, falsche Erreichbarkeit und ein verlorener „Bock aufs Business“. Du lernst, wie eine konsequente Zeitanalyse in 15-Minuten-Schritten dir Klarheit verschafft – und welche Hebel daraus entstehen, um Raum für die wirklich wichtigen Projekte zu schaffen.

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Die Ausgangslage: 24/7 erreichbar, aber kein Fortschritt

Thomas schildert ein Muster, das viele Selbstständige kennen: Ein wichtiger Kunde ruft an, Thomas springt – jederzeit, auch am Wochenende. Das bringt Umsatz, die Brötchen liegen auf dem Tisch, aber die Familie ist genervt und seine eigenen Kernthemen rund um M&A und Post-Merger-Integration bleiben liegen.

Sieben Tage die Woche am Schreibtisch, ohne echte Pausen. Pfingsten war das erste Mal seit Langem, dass er von Samstagmittag bis Montagabend wirklich abgeschaltet hat – und sofort gemerkt, wie sehr er es gebraucht hätte.

Parallel laufen weitere Baustellen: die Geschäftsführung in der Beteiligungsgesellschaft des Vaters, ein Restrukturierungsprojekt, das sich dem Ende zuneigt, und ein Product-Launch-Formula-Prozess (PLF) nach Jeff Walker, den er seit Monaten umsetzen will, aber nicht angeht.

Was äußerlich gut aussieht – und trotzdem nicht reicht

Auf den ersten Blick läuft viel:

  • 16.000 Follower auf LinkedIn, kontinuierlich steigend
  • Wöchentlicher, inhaltlich substanzvoller Newsletter
  • Klare Fokussierung auf M&A und Integrationsthemen
  • Gute Vertriebsgespräche, ein KI-gestützt vorbereitetes Gespräch mit einem Lead lief erst kürzlich „super happy“

Trotzdem sagt Thomas selbst: Zu wenig Marketing, der Sales-Prozess könnte deutlich besser strukturiert sein. Es fehlt der Mut, konsequenter rauszugehen – und es fehlt der Raum, PLF wirklich aufzusetzen.

Der wahre Engpass: Verlorener Bock aufs Business

Andreas spiegelt Thomas zurück, was zwischen den Zeilen mitschwingt: Der Bock aufs eigene Business ist gerade nicht mehr spürbar. Thomas weiß genau, was dran wäre – PLF umsetzen, damit potenzielle Kunden ihn aktiv kontaktieren – tut es aber nicht.

Die Erkenntnis: Es ist am Ende egal, wie viele der 16.000 Follower seinen Launch ablehnen würden. Zwei oder drei passende PE-Kunden reichen aus, um ausgelastet und zufrieden zu sein. Der Rest ist Lärm.

Damit dieser Bock zurückkommt, braucht es zwei Dinge:

  1. Die innere Auseinandersetzung mit dem eigenen Business (z.B. über die 40 Fragen aus der Vorwoche, die Thomas inzwischen mit KI-Unterstützung zu einem 12-Seiten-Dokument verdichtet hat).
  2. Eine neue Struktur, die überhaupt Raum für die wichtigen Themen schafft.

„Durch die Struktur entsteht Raum, durch Raum entsteht wieder Bock aufs Business.“

Das Kundenproblem: Falsch erzogen

Thomas formuliert es selbst sehr klar:

„Ich glaube, ich habe den Kunden falsch erzogen.“

Wenn der Hauptkunde anruft, geht er ran – immer. Das ist bequem, weil die Themen schnell zu lösen sind, aber es zerstört seine Tagesstruktur und blockiert seine strategische Arbeit.

Drei Hebel stehen zur Verfügung:

  • Nicht mehr in dieser Form erreichbar sein
  • Die Preise deutlich erhöhen
  • Die Erreichbarkeit gezielt kanalisieren (feste Slots, klare Regeln)

Andreas verweist auf sich selbst: Er ist telefonisch praktisch nicht erreichbar – nur über einen Trick, den nur die Familie kennt. Diese radikale Kanalisierung nimmt den inneren Loop heraus, der sonst den ganzen Tag mitläuft.

Erste Notlösung: Powernaps zulassen

Thomas gibt zu, dass er sich tagsüber inzwischen immer wieder eine Viertelstunde hinlegt, weil sonst gar nichts mehr geht. Er bewertet das selbst als „keine Lösung“. Andreas widerspricht:

„Hinlegen ist schon eine Lösung.“

Bewusst eine Viertelstunde Wecker stellen, Augen zu, Powernap – das ist legitim und sinnvoll. Es ersetzt aber nicht die strukturelle Arbeit am Tagesablauf.

Die zentrale Übung: Zeitanalyse in 15-Minuten-Schritten

Andreas‘ konkrete Aufgabe für Thomas (und für alle, die das mitmachen wollen):

Eine Woche lang, alle Tage, in 15-Minuten-Blöcken aufschreiben, was du gemacht hast.

So gehst du vor:

  1. Nimm ein Blatt Papier pro Tag (oder ein Excel-Sheet, aber Papier ist stärker).
  2. Schreib oben den Tag und das Datum hin.
  3. Trag in jeden 15-Minuten-Slot ein, was du tatsächlich getan hast – kurzes Stichwort reicht.
  4. Halte den Zettel den ganzen Tag neben dir und sei konsequent.
  5. Am Ende der Woche kannst du die Notizen abfotografieren oder abends in die KI einlesen und auswerten lassen.

Warum mit der Hand? Andreas und Uwe sind sich einig: Es geht nicht ums Papier an sich. Es geht um den Weg „vom Kopf durchs Herz in die Hand“. Ein Timetracker liefert Daten, aber nicht dieselbe Bewusstwerdung.

Live im Call macht Andreas die Übung kurz mit Thomas vor: Was war um 9:45 Uhr, um 9:30, um 8:45, um 8:30, um 8:15? Schon bei 8:15 kommt von Thomas: „Gute Frage.“ Genau diese Lücken sind der Punkt.

Was die Übung sichtbar macht

Wenn du eine Woche lang ehrlich mitschreibst, wirst du sehen:

  • Wo deine Zeit tatsächlich hinfließt – und wo sie hätte hinfließen müssen
  • Welche Tätigkeiten unproduktiv sind (Andreas erinnert an Teilnehmerinnen aus dem Inner Circle, die festgestellt haben, dass 30 von 100 Wochenstunden auf LinkedIn-Scrollen verloren gingen – mit dem Nebeneffekt, sich an „geileren“ anderen runterzuziehen)
  • Welche Aufgaben du delegieren könntest, wenn du sie einmal sauber erklärst
  • Wo du selbst der größte Engpass im Unternehmen bist

„Ein weiterer größer Engpass in diesem Unternehmen war ich.“

Erst aus dieser Klarheit entstehen die Hebel, um wirklich anders zu strukturieren – Erreichbarkeit zu kanalisieren, Preise zu erhöhen, PLF endlich aufzusetzen.

Der Commitment-Moment

Andreas fragt direkt: „Wann fängst du damit an? Heute oder nächste Woche Montag?“ Thomas‘ Antwort:

„Jetzt.“

Auch Stefanie, Sabine und Uwe steigen mit ein. In der nächsten Woche wird gemeinsam draufgeschaut, was die Analyse zutage gefördert hat. Wichtig ist die Konsequenz: Eine Woche durchziehen, jeden Viertelstunden-Block notieren, am Ende auswerten – und daraus die Strukturentscheidungen ableiten, die dir wieder Energie und Bock auf dein Business zurückgeben.

Call - Uwes Kaltakquise-Sequenz

In dieser Engpass-Session arbeitet Uwe an einem Kernproblem heraus: Wie erreicht er als unbekannter Anbieter eines edukativen Themas (Steuerberatungskosten für Handwerker reduzieren) seine neue Zielgruppe? Du erfährst, wie ein Lead-Scraper über Google Maps zur Kundenliste wird, warum YouTube-Werbung allein nicht zum Gespräch führt und wie eine 3-stufige E-Mail-Sequenz mit niedrigschwelligem Lead-Magnet aufgebaut sein muss. Konkrete Vorlage für edukative Neu-Positionierungen.

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Uwes Ausgangslage: Neue Positionierung, neue Kundenbasis

Uwe steht vor der Aufgabe, mit seinem Angebot Bucher OptiMax eine komplett neue Kundenbasis aufzubauen. Sein Referenzkunde ist ein Gärtner, und die Analyse mit Claude hat ergeben: Handwerker sind die beste Zielgruppe, weil sie typischerweise über 10.000 Euro Steuerberatungskosten haben, die Buchhaltung nicht selbst machen und alles vom Steuerberater erledigen lassen. Genau hier setzt sein Angebot an.

Über das Wochenende hat Uwe einen Lead-Scraper gebaut, der über Google Maps Gärtner aus Wiesbaden und Umgebung zieht. 75 Adressen liegen bereit, Claude recherchiert im Hintergrund und schreibt die personalisierten E-Mails.

Das Angebotsmodell in drei Stufen

Uwe hat sein Angebot nach dem Gespräch mit Birgit neu strukturiert:

  • Do-It-Yourself: Klassische Beratung, BAFA-gefördert. Wissen wird weitergegeben, aber er geht nicht in die Buchhaltungssoftware rein und erstellt keine Vorlagen.
  • Done-With-You: Sein eigentliches Ziel – ein 7.000-Euro-Projekt mit zwei BAFA-geförderten Beratungen. Hier geht er in die Prozesse, definiert sie neu, arbeitet in der Buchhaltungssoftware und liefert die KI-Analyse über ein ganzes Buchhaltungsjahr.
  • Done-For-You: Buchhaltung wird komplett abgenommen – aber nicht von Uwe selbst. Hier sucht er Buchhaltungsbüros, die das gegen Provision übernehmen.

Die echten Engpässe: Unbekanntheit & edukatives Thema

Auf den Punkt gebracht hat Uwe zwei Engpässe:

  1. Er ist unbekannt für diese neue Dienstleistung.
  2. Das Thema ist stark edukativ – die wenigsten Kunden wissen, dass sie überhaupt ein Problem haben oder mit Steuerberatungskosten „jonglieren“ können.

Klassisches SEO funktioniert deshalb kaum, weil niemand danach sucht. Über den Umweg „Prozesskostenoptimierung“ landet er sofort in einem ganz anderen Marktsegment. Sein Selbstbild: Für Kunden macht er Marketing problemlos – für sich selbst Werbung zu machen ist die eigentliche Hürde. Im Verkaufsgespräch hat er 95% Abschlussquote – aber er bekommt die Kunden bisher nicht ins Gespräch.

Warum YouTube-Ads allein nicht reichen

Thomas zieht die Schraube an: Wenn das Thema nicht gesucht wird, muss es ausgespielt werden. YouTube-Werbung mit kleinem Budget (10–20 Euro pro Tag) zum Thema „Steuerberatungskosten reduzieren für Handwerksunternehmen“ ist denkbar. Aber: Dafür müsste Uwe sichtbar werden, eigene Videos drehen und sich spitz positionieren – nicht nur KI-Content produzieren.

Der entscheidende Punkt:

Von Werbung hin zu Gespräch ist am seltensten.

Du brauchst einen Zwischenschritt – einen Lead-Magnet, der niedrigschwellig ein konkretes Problem löst.

Der Lead-Magnet: Rechnungs-Schwärz-Tool als Köder

Uwe hat bereits ein Tool gebaut, mit dem Handwerker ihre Steuerberater-Rechnung hochladen können – geschwärzt, KI-gestützt. Das System analysiert im Hintergrund und liefert ein Ergebnis mit Call-to-Action für ein Gespräch.

Die Hürde: Finanzdaten preiszugeben ist ähnlich sensibel wie einen CV hochzuladen. Selbst wenn die KI schwärzt – das Schwärzen selbst ist eine Barriere für den Handwerker. Trotzdem ist genau dieser Test der richtige Hebel, weil er ein zentrales Prinzip erfüllt:

Ein Lead-Magnet ist so niedrigschwellig wie möglich und löst ein großes Problem des Kunden.

Der Test löst zwar nicht die Kosten direkt – aber er gibt dem Kunden eine konkrete Zahl: „Du könntest X Euro einsparen.“ Das ist das Gateway zum Gespräch.

Die 3-stufige E-Mail-Sequenz

Aus dem Gespräch ergibt sich Uwes konkreter Plan – einfach gehalten, alle 75 Leads parallel:

  1. E-Mail 1 – Problem aufzeigen: Vorstellung des Themas. Beispiel: „Ein Gärtner hat schon X tausend Euro gespart – hast du da auch Lust drauf?“ Problembewusstsein wecken, Kundenprofil zeigen.
  2. E-Mail 2 – Test anbieten: Auf E-Mail 1 referenzieren. „Mach den Test, dauert 5 Minuten, dann weißt du ungefähr, was bei dir drin ist.“
  3. E-Mail 3 – Gespräch buchen: „Hast du den Test schon gemacht? Buch dir hier dein Gespräch.“

Wichtig: Nicht überkomplizieren. Keine aufwendige Aussortierungs-Logik nach „wer hat geantwortet“. Einfach alle drei Mails an alle 75 raus und Response beobachten. Parallel kann Uwe noch Anrufe machen – das ist nicht sein Lieblingskanal, aber als Verstärker sinnvoll.

Kernprinzipien dieser Session

  • Bei edukativen Themen ohne Suchvolumen: Direktansprache plus Lead-Magnet schlägt klassisches SEO.
  • Lead-Scraper + KI-Personalisierung ist ein gangbarer Weg, um in Tagen statt Monaten in den Markt zu kommen.
  • Live-Test statt Endlos-Optimierung: „An und drüber nachdenken macht auch nicht so viel.“ Erst raus, dann auf Basis echter Response-Daten nachschärfen.
  • Lead-Magnet-Logik: Niedrigschwellig, löst ein konkretes Problem, gibt eine Zahl oder Erkenntnis, die zum Gespräch führt.
  • Berichtspflicht: Im nächsten Q&A-Call wird über Response und Learnings berichtet – Verbindlichkeit erzeugt Umsetzung.

Call - Abschlussreflexion & Commitments

In der Abschlussrunde teilen die Teilnehmenden ihre wichtigsten Erkenntnisse des Vormittags: von Engpass-Klarheit über Fokus-Disziplin bis hin zur Umsetzungspflicht. Du bekommst einen kompakten Einblick, wie Sabine, Claudia, Thomas, Uwe und Stefanie ihre nächsten Schritte definieren – und welche konkreten Commitments sie für die kommende Woche eingehen.

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Worum es in dieser Runde geht

Zum Abschluss des Vormittags reflektiert jede:r Teilnehmer:in die wichtigste Erkenntnis und das konkrete nächste To-Do. Im Zentrum stehen drei wiederkehrende Themen: Engpass-Klarheit, Fokus und Umsetzung. Die kleinteilige Aufbereitung — sichtbar machen, wo die Zeit wirklich hingeht — wird als besonders wertvoll empfunden, weil sie genau die Klarheit liefert, die für saubere Priorisierung nötig ist.

Sabine: Effizienz und Sichtbarkeit

Erkenntnis: Vielen geht es ähnlich — das schafft Entlastung und Orientierung.

Schwerpunkte für die nächsten Schritte:

  • Effizienz im eigenen Arbeiten erhöhen
  • Sichtbarkeit gezielt aufbauen

Diese beiden Themen geht Sabine ab jetzt verstärkt an.

Claudia: Fokus und Tunnelblick

Erkenntnis: Fokus ist der Engpass — und Thomas‘ Beitrag hat besonders berührt, weil es ihr oft ähnlich geht.

Bewährte Routine, die Claudia teilt:

  • Wenn Fokus gefragt ist, alles andere konsequent ausschalten — WhatsApp, E-Mail, jede Benachrichtigung.
  • Bewusst einen Tunnelblick entwickeln, statt sich von „Pings und Dings“ aus der Konzentration reißen zu lassen.
  • Eine simple Regel, die sie nachweislich nach vorne gebracht hat.

Ich habe eine klare Roadmap für mich, muss es nur machen. Das ist der Engpass.

Thomas: Die Liste — und der Freitagmittag

Erkenntnis: Die Engpass-Liste ist der Schlüssel. Konkret will Thomas sich den Freitagmittag freiräumen, um rudern zu gehen. Genau das soll Priorität bekommen.

Seine Hypothese: Wenn dieser eine Anker gesetzt ist, fügt sich der Rest fast von selbst zusammen. Das freigeräumte Zeitfenster ist gleichzeitig Ergebnis und Hebel der Engpass-Arbeit.

Uwe: Just do it

Erkenntnis: Engpass-Betrachtung und EKS-Strategie sind bekannt — entscheidend ist jetzt die Anwendung auf das eigene Business, nicht nur auf Kundenprojekte.

Vorgehen:

  • Die Methoden, die er für Kunden routiniert anwendet, jetzt konsequent für sich selbst durchziehen
  • Testen, machen, beobachten
  • Donnerstag bzw. nächsten Dienstag Feedback zur Umsetzung geben

Stefanie: Roadmap und Kunden-Engpass

Erkenntnis: Die eigene Roadmap wird klarer — der nächste Schritt heißt schlicht umsetzen.

Tieferliegende Einsicht: Der Engpass „Dinge werden nicht fertig“ ist nur die Oberfläche. Dahinter steht die Frage, was wirklich blockiert. Übertragen auf die Kundenarbeit bedeutet das:

  • Beim Kunden den echten Engpass identifizieren
  • Problembewusstsein schaffen, damit die Lücke überhaupt geschlossen werden kann

Commitments für die kommende Woche

Bis zum nächsten Dienstag wird geliefert und gespiegelt:

  • Sabine: Anwendung weiter optimieren
  • Stefanie: Test fertigstellen
  • Uwe: Erste E-Mails sind raus, weiteres Feedback folgt
  • Allgemein: Qualifizierungsgespräche am Freitag, Engpass-Listen werden nächste Woche gemeinsam ausgewertet

Der Maßstab für nächste Woche ist klar: Was hat die Liste hervorgebracht — und wie konsequent wurde das heute Kommunizierte in die Umsetzung gebracht?

Komplette Aufzeichnung

Hier findest du die ungeschnittene Original-Aufzeichnung des kompletten Calls. Du kannst sie ansehen oder das vollständige Transkript herunterladen — der Link wird vom Team final gesetzt.

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Diese Aufzeichnung enthält den gesamten Call ohne Schnitt — inklusive Begrüßung, Pausen, Q&A und Abschluss. Sie eignet sich als Backup oder zum Nachschlagen einzelner Stellen, die in den thematischen Segmenten oben nicht enthalten sind. Das vollständige Transkript ist als Textdatei verfügbar — Link wird vom Team final hinterlegt.