Microsoft Copilot Tanja Förster Teil 2

Tagesplan & Voraussetzungen für die Live-Demo

Tanja Förster skizziert den Fahrplan für die Live-Demo: Word, Excel, PowerPoint, Outlook und Teams – jeweils mit Agent und Meeting-Facilitator. Du erfährst, warum eine Excel-To-Do-Liste aus Transkripten in tenantübergreifenden Projekten oft die pragmatischere Lösung ist als Planner. Außerdem klärt sie die technischen Voraussetzungen: kostenpflichtige Copilot-Lizenz, Frontier-Zugang und die Freigabe von Anthropic als Unterauftragsverarbeiter.

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Tagesplan & Voraussetzungen für die Live-Demo

Der Fahrplan für heute

Tanja steigt mit einer klaren Ansage ein: Die ganz neuen Frontier-Themen wie Co-Work bleiben heute außen vor. Im Fokus steht der Agent in den klassischen Microsoft-Apps – Word, Excel, PowerPoint und Outlook. Dazu kommt ein Blick auf Teams, genauer gesagt auf den Meeting-Facilitator.

Geplante Stationen:

Teams Meeting-Facilitator: Tanja zeigt anhand eines vorbereiteten Pseudo-Gesprächs (sie hat mit sich selbst gesprochen, weil eine Live-Demo aus Zoom heraus oft scheitert), wie du den Facilitator freischalten und nutzen kannst. Word: Verschiedene Anwendungsfälle direkt im Dokument. Excel: Aus einem Transkript heraus eine To-Do-Liste bauen. Outlook: Wie du Outlook dazu bringst, in deinem Stil zu schreiben – und warum das trotz Work IQ Sinn macht. PowerPoint: Wenn die Zeit reicht, eine Präsentation aus allem Vorherigen plus eine Infografik im Microsoft-Kosmos.

Warum Excel statt Planner?

Ein konkretes Beispiel macht klar, warum die To-Do-Liste in Excel landet und nicht in Planner: Sobald du mit anderen Unternehmen zusammenarbeitest, stößt du an Grenzen. Du kannst in den Microsoft-Tenant eines anderen Unternehmens nicht einfach hineinschreiben.

„Wenn ich mit der Anina ein Projekt habe und die Anina ist in ihrem Microsoft-Tenant unterwegs, ich in meinem, dann braucht es viele, viele Einstellungsmöglichkeiten, damit ich das vielleicht irgendwann dann doch tun könnte.“

Und selbst dann ist nicht garantiert, dass Microsoft den tenantübergreifenden Austausch zulässt. Genau deshalb greifen viele wieder zu Excel-Listen – nur will sie niemand händisch pflegen. Die Idee: Der Agent übernimmt das Befüllen, damit du trotzdem alles im eigenen Arbeitskontext behältst.

Voraussetzungen zum aktiven Mitmachen

Du entscheidest selbst, wie du am Call dabei bist. Wenn du aktiv mitmachen willst, brauchst du:

  1. Kostenpflichtige Copilot-Lizenz – das ist die Grundvoraussetzung für alles, was hier gezeigt wird.
  2. Frontier-Zugang im aktuellen Copilot-Abo – nötig für einige Themen, auch in den kommenden Wochen. Du kannst den Zugang danach jederzeit wieder ausschalten, wenn er dir zu kritisch erscheint.
  3. Anthropic als Unterauftragsverarbeiter freigeben – sicherheitshalber, falls es in den Apps noch nicht automatisch hinterlegt ist. Microsoft setzt gerade im agentischen Bereich stark auf Cloud-Technologie, und Anthropic spielt dort eine Rolle.

Wenn du nicht aktiv mitmachst, ist das kein Problem: Schau zu, stell deine Fragen und bring deine Impulse ein.

Copilot-Chat als Schaltzentrale: Kundenvorbereitung live

Tanja zeigt live, wie sie den Copilot-Chat als zentrale Schaltzentrale nutzt, um sich auf einen Kundentermin vorzubereiten. Du siehst, wie Copilot E-Mails, Präsentationen und Notizen aus deinem Microsoft-Kosmos durchsucht, das letzte Projekt zusammenfasst und die Grundstimmung im Kontakt analysiert. Außerdem lernst du, wie du Ergebnisse als Loop-Seite sicherst und damit eine wiederverwendbare Wissensquelle für zukünftige Auswertungen aufbaust.

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Copilot-Chat als Schaltzentrale: Kundenvorbereitung live

Copilot-Chat als Schaltzentrale

Tanja startet ihren Arbeitstag konsequent über den Copilot-Chat — für sie die zentrale Schaltzentrale für alles, was sie im Microsoft-Kosmos tut. Von dort aus erreicht sie ihre Apps (Word, Excel, PowerPoint, OneDrive), ihre Agents und ihre Notebooks an einer Stelle.

Im Chat hast du drei Modi:

Copilot-Chat mit Unternehmensdaten: aktivierst du über das kleine Köfferchen-Symbol oben. Nur dann greift Copilot auf deine Microsoft-365-Inhalte zu. Webchat: nutzt die verfügbaren GPT-Modelle, ähnlich wie ChatGPT — mit dem Vorteil, dass deine Eingaben geschützter sind, solange du keine Websuche auslöst. Agents: für spezialisierte Aufgaben (in diesem Segment nicht im Fokus).

Wichtig zur Lizenz: Die Auswahl zwischen „Arbeit“ und „Web“ ist die Besonderheit der kostenpflichtigen Copilot-Lizenz. Mit einer freien Lizenz fehlt diese Umschaltung.

Voraussetzung: Cloud statt Lokal

Damit Copilot deine Unternehmensdaten auswerten kann, müssen sie in der Microsoft-Cloud liegen — also in OneDrive oder SharePoint. Auf lokal abgelegte Dateien (Desktop, lokale Ordner) greift Copilot nicht zu, dort existiert eine bewusste Sperre.

Auf die Frage einer Teilnehmerin, wo die Daten landen: Wenn du beim Aufsetzen von Microsoft 365 Europa als Region wählst, werden europäische Server genutzt. Microsoft bietet dazu Rahmenvertrag inkl. AVV und entsprechende Schutzmechanismen.

Schritt 1: Kundenrecherche per Prompt

Tanja arbeitet mit einem fiktiven Kunden, der „Kim GmbH“, für den sie bereits ein KI-Speed-Date durchgeführt hat und nun eine strukturierte KI-Einführung plant. Ihr Einstiegs-Prompt lautet sinngemäß:

„Suche in meinen Unterlagen alles, was du zur Firma XY hast — E-Mails, Dokumente, Präsentationen, Notizen. Was war das letzte Projekt? Wie waren die Ergebnisse? Welche offenen Punkte gibt es noch? Wie war die Grundstimmung im Kontakt?“

Wenn du bestimmte Ordner ausschließen willst (z.B. Archive), gib das explizit mit.

Was Copilot zurückliefert:

mehrere relevante Dateien und E-Mails aus dem genannten Zeitraum Verlinkung direkt in die gefundene Abschlusspräsentation konkrete Ergebnisse: 6 bewertete Tools, 12 Use Cases, 18 Mitarbeitende, Top Use Cases, Lessons Learned, nächste Schritte offene Punkte (z.B. ausstehende Abschlussrechnung) Analyse der Grundstimmung anhand der E-Mail-Korrespondenz: „durchwächst positiv, wertschätzend“

Schritt 2: Ergebnisse sichern — Copy/Paste oder Loop-Page

Du hast zwei Wege, mit dem Ergebnis weiterzuarbeiten:

  1. Copy & Paste: Antwort kopieren und in Word einfügen.
  2. Loop-Seite (Page): Antwort als „Seite“ wegspeichern. Dadurch hat dein Copilot eine neue Wissensquelle, die er für zukünftige Auswertungen heranziehen kann.

Tanja empfiehlt klar die Loop-Page-Variante, weil das gespeicherte Wissen aus Word, PowerPoint und Outlook heraus angezapft werden kann.

Achtung Word-Export: Eine saubere Word-Datei direkt aus dem Chat zu erzeugen funktioniert aktuell nur unzuverlässig — Tanja schätzt grob „vier, fünf von zehn Versuchen“. Verlass dich also vorerst auf Copy/Paste oder Loop.

Schritt 3: Vom Wissen zur Gesprächsvorbereitung

Auf der gesicherten Basis lässt Tanja sich das anstehende Gespräch vorbereiten, etwa mit:

„Ich habe morgen ein Gespräch zum Thema KI-Einführung, die der Kunde nun strategischer gestalten möchte. Hilf mir, mich darauf vorzubereiten.“

Copilot greift dann auf das vorhandene Projektwissen zurück und baut einen roten Faden, ein vermutliches Gesprächsziel und Hinweise auf relevante Termine und Transkripte. Je konkreter dein Ziel — z.B. „Ich möchte am Ende des Tages ein fertiges Angebot verschicken können“ — desto präziser steuert Copilot die Vorbereitung.

Faustregel: Je mehr Freiheit du der KI lässt, desto unsicherer wird sie. Gib ihr deinen Gesprächsrahmen, deine Standardstruktur, deine Ziele mit — dann liefert sie verlässlicher.

Live-Stolperfalle: Köfferchen nicht aktiviert

Eine Teilnehmerin (Angela) berichtet, Copilot habe sie aufgefordert, Dateien manuell hochzuladen — statt selbst zu suchen. Die Ursache: Das Köfferchen-Symbol („Arbeit“) war nicht aktiv. Ohne diese Aktivierung greift Copilot nicht auf SharePoint oder OneDrive zu.

Merke: Vor jedem Recherche-Prompt mit Unternehmensbezug prüfen, ob das Köfferchen (bzw. „Work“ / „Arbeit“) oben blau hervorgehoben ist.

Iteratives Arbeiten statt Master-Prompt

Tanja betont: Für diese Art der Kundenvorbereitung gibt es nicht den einen perfekten Prompt. Es ist iteratives Arbeiten — wie aus anderen KI-Tools gewohnt. Du fragst, du verfeinerst, du fügst Kontext hinzu, du speicherst Zwischenergebnisse in deine Loop-Seite und baust dir Stück für Stück ein vollständiges Dokument auf, das dann von überall in deinem Microsoft-Kosmos abrufbar ist.

Teams-Facilitator: Besprechungen automatisch protokollieren

Erfahre, wie du mit dem Microsoft Teams Facilitator deine Besprechungen automatisch protokollieren lässt – inklusive aller relevanten Vorab-Einstellungen in Outlook und Teams. Tanja zeigt dir, wo du Aufzeichnung, Transkript und Facilitator aktivierst, wie du Zustimmung der Teilnehmer sauber absicherst und warum die Facilitator-Notizen deutlich besser sind als die normale KI-Zusammenfassung. Plus: Wie du dir bei Admin-Fragen direkt im Teams Admin Center vom Copilot helfen lässt.

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Teams-Facilitator: Besprechungen automatisch protokollieren

Besprechungsoptionen sinnvoll vorab konfigurieren

Bevor du eine Teams-Besprechung startest, lohnt es sich, die Besprechungsoptionen zu öffnen. Du erreichst sie sowohl aus Teams als auch aus Outlook heraus, sobald der Termin angelegt und versendet ist. Über den Link „Besprechungsoptionen“ im Termin verfeinerst du die Berechtigungen für diese eine Besprechung.

Folgende Stellschrauben sind besonders relevant:

Wartebereich umgehen: Du kannst festlegen, ob Externe im Wartebereich landen, während Personen aus deinem Tenant direkt eintreten dürfen. Wer darf präsentieren: Damit nicht jede Person spontan den Bildschirm teilen kann, lässt sich das auf bestimmte Rollen eingrenzen. Kamera der Teilnehmer: Sinnvoll z.B. bei großen Online-Seminaren mit hunderten Teilnehmenden – hier kannst du die Kamera für Teilnehmende deaktivieren, um technische Probleme zu vermeiden. Aufzeichnung und Transkript: Hier legst du fest, ob automatisch aufgezeichnet bzw. transkribiert wird.

Der Facilitator: Dein KI-Mitschreiber in der Besprechung

Im Bereich „Aufzeichnung und Transkript“ findest du auch den Facilitator. Das ist ein eigener Agent, der als zusätzlicher Teilnehmer in deiner Besprechung sitzt und Notizen erstellt.

Zwei Punkte machen ihn besonders wertvoll:

Die Notizen sind deutlich besser als die klassische KI-Zusammenfassung der Besprechung. Aktivierst du den Facilitator vorab, startet er automatisch ab der ersten Sekunde mit – du musst dich um nichts kümmern.

Hast du es vergessen, kein Problem: In der laufenden Besprechung lässt sich der Facilitator auch nachträglich über die drei Punkte (dort, wo du auch Aufzeichnung oder Transkript startest) aktivieren – sofern du selbst Organisator des Termins bist.

Nach der Besprechung landen die Notizen automatisch zurück im Termin. Das Beste: Das funktioniert tenantübergreifend. Auch externe Teilnehmer aus anderen Unternehmen können die Notizen erhalten, wenn du sie freigibst. Damit sparst du dir das mühsame Hin- und Herkopieren von Protokollen.

Zustimmung zur Aufzeichnung sauber absichern

Wenn du in den Besprechungsoptionen einstellst, dass alle Teilnehmer der Aufzeichnung aktiv zustimmen müssen, ändert sich das Verhalten in der Besprechung: Teilnehmer können zunächst weder ihr Video noch ihren Ton aktivieren. Sie sehen einen Hinweis zur „Verwendung Audio und Video“ und müssen aktiv zustimmen.

Stimmen sie zu, können sie ganz normal Kamera und Mikrofon einschalten. Stimmen sie nicht zu, können sie zuhören, aber niemand kann sie sehen oder hören.

Das ist eine saubere Lösung, um die Zustimmung rechtskonform und nachvollziehbar einzuholen.

Wenn Einstellungen fehlen: Teams Admin Center & Copilot fragen

Manche Optionen – etwa die Pflichtzustimmung zur Aufzeichnung – stehen erst zur Verfügung, wenn sie im Teams Admin Center freigeschaltet sind. Dort findest du unter Settings – Custom Policies for Users and Groups – Meetings die zentralen Stellschrauben.

Tipp: Statt dich durch die Admin-Menüs zu klicken, kannst du im Admin Center auch den Copilot aktivieren und ihm dein Anliegen einfach beschreiben, z.B.:

„Ich würde gerne, dass alle aktiv zustimmen müssen, wenn eine Aufzeichnung stattfindet. Was muss ich tun?“

Der Copilot führt dich dann Schritt für Schritt durch die nötigen Einstellungen. Microsoft hat das Prinzip „Frag doch mal die KI“ inzwischen direkt im Admin Center integriert.

Wichtig: Wenn dir Menüpunkte wie „Settings“ oder „Policies“ gar nicht angezeigt werden, fehlen dir wahrscheinlich die Admin-Rechte. Sprich in diesem Fall mit der Person, die euer Microsoft 365 eingerichtet hat – häufig braucht es eine Freigabe als globaler Admin.

Copilot in Teams: Notizen, Aufgaben & Planner-Integration

Tanja Förster zeigt live, was der Copilot-Facilitator während eines Teams-Meetings leistet: Transkript, intelligente Notizen, Entscheidungs- und Aufgabenerkennung, persönlicher Chat mit dem Facilitator und automatische Übergabe von Aufgaben in den Planner. Du siehst, wie der Facilitator sogar deine Agenda überwacht und dich erinnert, wenn du im Zeitplan zurückliegst. Außerdem: wie du dir per Copilot-Chat deine eigene Zusammenfassung und deine persönlichen To-dos aus einem großen Meeting filterst.

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Copilot in Teams: Notizen, Aufgaben & Planner-Integration

Transkript & Notizen: Was der Facilitator automatisch tut

Sobald du in einem Teams-Termin bist, läuft im Hintergrund das gewohnte Microsoft-Transkript mit — inklusive Namenszuordnung der Sprecher. Du kannst dieses Transkript wie bisher herunterladen und in einer anderen KI weiterverarbeiten, wenn du das möchtest.

Spannender wird es im Bereich Notizen. Hier arbeitet der Copilot-Facilitator live mit:

Er fasst zusammen, welche Entscheidungen getroffen wurden. Er identifiziert Aufgaben und ordnet sie thematisch ein. Er schreibt kein klassisches Protokoll von A bis Z, sondern springt während des Gesprächs zwischen den Bereichen hin und her. Wird unten etwas gesagt, das oben hingehört, ergänzt er oben — und macht unten weiter.

Hast du vorab eine Agenda hinterlegt, taucht sie ebenfalls in den Notizen auf, und der Facilitator überwacht sie aktiv. Ähnlich wie Heddy meldet er sich dann mit Hinweisen wie: „Die Hälfte der Besprechung ist vorbei, du hast aber erst zwei von fünf Punkten geschafft — du solltest langsam zum nächsten Punkt gehen.“

Privater Chat mit dem Facilitator

Du kannst während des Meetings mit dem Facilitator chatten und ihm Fragen stellen. Wichtig:

Diese Fragen und Antworten sieht nur du. Sie tauchen nicht in der Meeting-Zusammenfassung auf.

Praktisch ist das, wenn du gedanklich kurz abgedriftet bist. Statt deine Kollegen zu fragen, lässt du dir vom Facilitator zusammenfassen, was in den letzten fünf Minuten passiert ist.

Aufgaben erkennen und in den Planner übergeben

Das Herzstück des Facilitators: Er erkennt Aufgaben automatisch und du kannst sie direkt im Meeting Personen zuweisen.

  1. Aufgabe im Notizen-Bereich auswählen.
  2. Verantwortliche Person zuweisen — z.B. „Andreas“ oder dich selbst.
  3. Zieldatum setzen.
  4. Copilot schiebt die Aufgabe automatisch in den Planner der zugewiesenen Person, in die Spalte „Zu erledigen“.

Im Planner kannst du Status setzen: Noch nicht begonnen, In Bearbeitung oder Abgeschlossen. Erledigte Aufgaben werden durchgestrichen, sodass das ganze Team den Bearbeitungsstand sieht.

Wichtige Einschränkung: Das Zuweisen funktioniert nur sauber im eigenen Unternehmenskontext (Tenant). Tenantübergreifend arbeiten ist bei Microsoft aktuell ein klarer Nachteil — Tanja kann in ihrer Wirksam-Digital-Umgebung als Solo-Userin nur sich selbst zuweisen.

Eigene Zusammenfassung per Copilot-Chat bauen

Über die Notizen hinaus kannst du direkt mit dem Copilot chatten, um aus der Meeting-Zusammenfassung deine eigene, fokussierte Auswertung zu erzeugen. Besonders wertvoll bei großen Meetings mit vielen Beteiligten.

Beispiel-Szenario: 15 Personen, riesige Aufgabenliste. Statt manuell durchzugehen, was wer gesagt hat, fragst du den Copilot:

„Was sind meine Aufgaben in diesem Projekt?“

Du bekommst eine saubere Liste — etwa: Angebot erstellen, Abschlussrechnung machen, Lizenzübersicht für Microsoft aufbauen, Projektvorbereitung. Oft fällt dabei auch auf, dass einzelne Punkte noch gar nicht als formale Aufgabe in den Notizen erfasst sind. Diese kannst du dann nachträglich ergänzen lassen.

Fazit für deinen Workflow

Der Copilot-Facilitator nimmt dir in Teams gleich mehrere Schritte ab: Mitschreiben, Strukturieren, Aufgaben erkennen, Aufgaben verteilen und Status nachhalten. Sein volles Potenzial entfaltet er aber erst im Unternehmenskontext mit echtem Team — wo Aufgaben tatsächlich an Kolleginnen und Kollegen wandern und der Planner für alle sichtbar gepflegt wird.

Copilot in Word: Angebote aus Gesprächsdaten erstellen

In diesem Segment zeigt Tanja Förster live, wie du in Word mit Copilot aus einem Besprechungstranskript ein fertiges Angebot generierst. Du lernst zwei Vorgehensweisen kennen: mit eigenem Template als festen Rahmen und ohne Vorlage als freie Generierung. Außerdem erfährst du, wie du Copilot über `/`-Referenzen direkt auf Termine und Dateien lenkst – und welche Stolperfallen (Umlaute, AutoSpeichern, Kontextmenge) du kennen solltest.

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Copilot in Word: Angebote aus Gesprächsdaten erstellen

Ausgangslage: Vom Gesprächstranskript zum Angebot

Du hast eine Kundenbesprechung geführt, das Transkript liegt vor – und du willst daraus jetzt direkt in Word ein Angebot bauen. Genau dieser Weg wird in diesem Segment vorgeführt. Wichtiger Hinweis vorweg: Mit eigenen Copilot-Skills und Co-Work lässt sich das später noch eleganter lösen. Heute geht es um den aktuell verfügbaren Standardweg in Microsoft Word.

Copilot in Word aktivieren

In einer leeren Word-Datei aktivierst du oben rechts den Copilot, der sich daraufhin in der Seitenleiste öffnet. Microsoft baut diese Darstellung derzeit um: Statt des Symbols in der Menüleiste kommt demnächst ein schwebender Chat-Button. Falls das Icon also mal verschwindet – nicht erschrecken, es ist nur wieder ein Microsoft-Redesign.

Mit dem Copilot in Word kannst du:

über Word-Dokumente und Inhalte sprechen im Arbeits- oder Web-Kontext arbeiten über die Option „Bearbeitung zulassen“ (früher „Agent“) direkt im Dokument schreiben lassen

Sobald „Bearbeitung zulassen“ aktiv ist, schreibt der Copilot deine Aufträge unmittelbar ins Word-Dokument – du kannst dabei zusehen.

Zwei Wege zum Angebot

Tanja stellt zwei Vorgehensweisen gegenüber:

  1. Mit Template: Du öffnest deine Angebotsvorlage und lässt Copilot in dieses bestehende Layout hineinschreiben.
  2. Ohne Template: Du startest mit einer leeren Datei und lässt Copilot Struktur und Inhalt komplett selbst gestalten.

Weg 1: Mit Template arbeiten

Tanja hat unter „Angebote und Artikel“ ein vorbereitetes Word-Template – so soll ein Angebot bei ihr aussehen. Dieses Template öffnet sie und gibt Copilot folgenden Auftrag:

„Ich hatte ein Gespräch mit der KIM GmbH zur strategischen Einführung von KI im Unternehmen. Bitte schau in den Termin und erstelle aus diesen Informationen und meinen Preisen ein Angebot.“

Entscheidend: Sie schreibt nicht den Inhalt der Besprechung in den Prompt, sondern verweist Copilot direkt auf die Quelle. Über den Slash-Befehl ruft sie verfügbare Inhalte auf, sucht „KIM“ und leitet Copilot direkt auf den Termin von gestern. Zusätzlich verweist sie auf eine Excel-Preisliste im selben Ordner.

Prinzip Kontext: Je mehr saubere Hinweise und Quellen du Copilot gibst, desto besser wird das Ergebnis.

Was Copilot dann tut: Er gibt zunächst in der Seitenleiste die zusammengetragenen Informationen aus, damit du sie prüfen und anpassen kannst. Anschließend füllt er das Template – Überschrift, Angebotsnummer, Datum, Ausgangslage usw. – Schritt für Schritt aus und übernimmt sogar die hinterlegte Hausschrift.

Was neu ist: Bis vor Kurzem konntest du Copilot kein festes Layout vorgeben. Du bekamst irgendein Word-Dokument zurück. Erst seit die Agenten-Funktion eingebaut wurde, kannst du sagen: „Ich habe einen festen Rahmen, fülle bitte da hinein.“ Und das funktioniert inzwischen wirklich ziemlich gut.

Weg 2: Ohne Vorlage – Copilot baut selbst

Auf Sabines Zwischenfrage hin testet Tanja den umgekehrten Weg: leere Word-Datei, kein Template, gleicher inhaltlicher Auftrag mit Verweis auf den Termin. Copilot baut eigenständig ein Angebotsdokument inklusive Eingang, Ausgangslage und weiteren Abschnitten – sogar mit etwas Gestaltung.

Was hier auffällt: Es fehlen die Preise. Grund: Tanja hat dem Copilot in diesem Durchgang nicht mitgegeben, dass eine Preisliste existiert. Lehre daraus: Ohne expliziten Hinweis kennt Copilot deine Datenquellen nicht. Du musst Excel-Liste, Termin und weitere Bezüge aktiv im Prompt verlinken.

Stolperfallen und Praxistipps

Umlaute: Die zugrundeliegenden Modelle haben gelegentlich Probleme mit deutschen Umlauten. Du kannst Copilot aber anweisen, statt „ä“ konsequent „ae“ zu schreiben – initial macht er das nicht von selbst.

Bearbeitungsbestätigung: Wenn du das Copilot-Fenster schließt, ohne die Generierung final zu bestätigen, ist die Arbeit weg. Copilot wartet auf eine endgültige Übernahme.

AutoSpeichern als Falle: Steht dein Template auf „Automatisch speichern“, überschreibt Copilot beim Befüllen direkt deine Vorlage. Tipp: AutoSpeichern für die Template-Datei deaktivieren oder das Template vorher als Kopie öffnen.

Wartezeiten: Copilot denkt teils sehr lange. Tanjas Erklärung: Entweder ist der Prompt nicht klar genug formuliert – oder das System braucht es schlicht.

Was du daraus mitnimmst

Du kannst aus einem Besprechungstermin in Word ein vollständiges Angebot ableiten lassen, ohne den Inhalt selbst zu tippen. Verweise immer konkret auf Quellen (Termin via Slash-Befehl, Excel-Preisliste, Vorlage). Mit Template bekommst du konsistente Optik, ohne Template mehr Freiheit – aber weniger Markenkontrolle. Achte auf Umlaute, AutoSpeichern und die finale Bestätigung im Copilot-Panel, sonst verlierst du das Ergebnis oder beschädigst deine Vorlage.

Datensicherheit & KI-Strategie: Microsoft vs. andere Tools

Wenn sensible Daten wie Preise, Angebote oder Kundendaten im Spiel sind: Welche KI gehört wohin? Tanja Förster erklärt, warum Microsoft Copilot in der geschützten 365-Umgebung gegenüber öffentlichen Tools wie Claude punktet, wann LangDock eine Alternative ist und wie Microsoft, OpenAI und Anthropic im Hintergrund zusammenspielen. Dazu praktische Hinweise zum Bearbeitungs-Modus in Word und PowerPoint.

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Datensicherheit & KI-Strategie: Microsoft vs. andere Tools

Frage: Wie kombiniere ich Microsoft Copilot mit anderen KI-Tools, ohne neue Schnittstellen-Probleme zu schaffen?

Die klassische Antwort vorweg — es kommt darauf an. Aber Tanja Förster hat dazu eine klare persönliche Haltung, die sich an einem Kriterium ausrichtet: Datensicherheit.

Sensible Daten gehören nicht in öffentliche KI: Preise, Kundendaten, personenbezogene Informationen oder Angebote sollten nicht in öffentliche KI-Tools wie Claude gegeben werden. Microsoft als geschützte Umgebung: Über die vertraglichen Rahmenbedingungen und die verschlüsselte Kommunikation sorgt Microsoft für eine datensicherere Verarbeitung. Das lässt sich bei Microsoft selbst nachlesen. Praktische Konsequenz: Angebote werden bei Tanja entweder über Microsoft oder über das ohnehin vorhandene Buchhaltungssystem erstellt — also über Systeme, die eine geschützte Umgebung bieten. Im Enterprise-Kontext sowieso: Größere Unternehmen, die mit Microsoft 365 arbeiten, werden ihren Mitarbeitenden in der Regel die Nutzung von Claude untersagen und stattdessen Copilot ergänzen.

„Probier es aus, wo du dich am besten mit fühlst.“

Frage: Was ist mit Umgebungen wie LangDock, in denen man verschiedene Modelle nutzen kann?

Wenn das Unternehmen bereits in der Microsoft-Cloud und in Microsoft 365 aktiv ist, ist Copilot der naheliegende Weg — die Verknüpfungen zu den eigenen Daten sind dort schon vorhanden, ohne dass man der KI die Existenz dieser Daten erst beibringen müsste.

Für Unternehmen, die nicht im Microsoft-Kosmos arbeiten, gibt es datensichere Alternativen — und LangDock ist eine davon. Die Entscheidung ist letztlich eine Unternehmensfrage: Welcher Stack ist ohnehin gesetzt?

Neu bei Copilot: Mittlerweile gibt es auch Monatsabos für Copilot (rund 20 Euro im Monat). Früher war eine Jahresbindung Pflicht — jetzt lässt sich Copilot einen Monat lang ausprobieren. Ideal, um zunächst einer kleinen Gruppe im Unternehmen den Zugang zu geben und Erfahrungen zu sammeln.

Frage: Kann man in der Copilot-Welt auch mit Agenten arbeiten?

Ja. Agenten sind ein eigenes großes Thema in Copilot und werden in einer der folgenden Sessions vertieft — ebenso wie Cowork als echter Assistent. Beides ist Teil des Copilot-Ökosystems, nicht nur LangDock-Territorium.

Frage: Brauche ich für die Dokumentenbearbeitung mit Copilot eine Vollizenz — und muss Claude separat aktiviert werden?

Für die echte Bearbeitung von Dokumenten (z.B. wenn Copilot direkt in eine Word-Datei oder ein PowerPoint hineinschreiben soll) braucht es die entsprechende Lizenz — der Chat alleine reicht nicht, weil dort die Inhalte nach der Sitzung verschwinden.

Chat vs. Bearbeitung — der entscheidende Unterschied:

Nur Chat: Der klassische Copilot-Chat aus Welle 1. Du stellst Fragen, gibst Aufgaben — aber Copilot kann nicht in die Datei hineinschreiben. Bearbeitung zulassen: Copilot greift direkt in die Datei ein und nimmt Änderungen über das gesamte Dokument hinweg vor.

Die Auswahl findest du oberhalb des Chatfensters oder als kleines „Copilot bearbeiten“-Icon im Chat — je nach App und je nach Tagesform von Microsoft. Es kann vorkommen, dass der Schieber zwischen Unternehmensdaten und Bearbeitung in Word sichtbar ist, in PowerPoint aber nicht — Microsoft rollt hier laufend aus.

Zur Claude-Aktivierung: Tanjas Stand ist, dass Anthropic bis vor Kurzem als Unterauftragsverarbeiter zugelassen werden musste. Hier lohnt sich der praktische Test — einfach eine Word-Datei öffnen und schauen, ob die Bearbeitungs-Auswahl verfügbar ist.

Wichtig zum Dateibezug: Wenn Copilot eine bestimmte Datei als Grundlage nehmen soll (z.B. ein transkribiertes Gespräch), musst du sie dem Copilot aktiv mitgeben. Eine Anweisung wie „da war doch mal ein Gespräch mit Karin über Peer Groups“ reicht nicht. Im Bearbeitungs-Modus über Cowork hingegen recherchiert Copilot auch in deinen Unternehmensdaten.

Frage: Wie ist die politische Konstellation zwischen Microsoft, OpenAI und Anthropic?

Microsoft hält Anteile an OpenAI und investiert weiterhin viel Geld dort — nutzt aber für eigene Entwicklungen zunehmend auch Claude (Anthropic).

Excel: Microsoft hat festgestellt, dass OpenAI hier nicht so stark ist — Claude übernimmt. PowerPoint: Auch hier zeigt sich Claude bei Kreativität und Gestaltungsmöglichkeiten stärker als OpenAI. Cowork: Der Name ist kein Zufall — er lehnt sich an Claude an, ergänzt durch den Vornamen „Co-Pilot“. Microsoft arbeitet hier eng mit Anthropic zusammen.

Wer sich von wem lösen will — Microsoft von OpenAI oder umgekehrt — lassen die Konzerne nicht in ihre politischen Strukturen blicken. Für Anwenderinnen und Anwender bleibt die Erkenntnis: Im Hintergrund laufen mehrere Modelle, und Microsoft wählt pragmatisch das jeweils stärkste pro Anwendungsfall.

Komplette Aufzeichnung

Hier findest du die ungeschnittene Original-Aufzeichnung des kompletten Calls. Du kannst sie ansehen oder das vollständige Transkript herunterladen — der Link wird vom Team final gesetzt.

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Mehr Informationen

Diese Aufzeichnung enthält den gesamten Call ohne Schnitt — inklusive Begrüßung, Pausen, Q&A und Abschluss. Sie eignet sich als Backup oder zum Nachschlagen einzelner Stellen, die in den thematischen Segmenten oben nicht enthalten sind. Das vollständige Transkript ist als Textdatei verfügbar.