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Q&A-Call zur TÜV Rheinland Prüfung & Zertifizierung – 21.01.2025

In diesem Q&A-Call wird sehr konkret geklärt, wie ihr die TÜV-Prüfung erfolgreich besteht – mit Fokus auf Hausarbeit (Konzept), Präsentation (Verteidigung) und Multiple-Choice-Test. Der rote Faden: Bewertungskriterien verstehen, daran ausrichten, KI sinnvoll nutzen – aber mit eigenem Denken.

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1) Was wirklich bewertet wird: die Prüfungskriterien für das Konzept

Es wird nicht „kreatives Schreiben“ bewertet, sondern ob ihr zeigt, dass ihr einen realistischen, belastbaren Vorgehens- und Strategieprozess für einen unbekannten Kunden strukturieren könnt. Bewertet wird unter anderem:

  • Erfassen der Rahmenbedingungen des (Living-)Cases: Was ist aus dem RFP ersichtlich, was nicht?
  • Darstellung und Prozessführung: Wie führt ihr einen Kunden sauber durch die Anfrage?
  • Priorisierung und Ablauf: Welche Aktivitäten kommen wann – und warum?
  • Strategische Ebene: Ziele, begleitende Maßnahmen, Ressourcen, Einbindung, Stakeholder, Anwendbarkeit.
  • KI im Prozess: Wie unterstützt KI den Prozess (und wie flexibel bleibt ihr trotz wenig Kundenwissen)?
  • Grundsatz: Danach seid ihr frei, solange die Kriterien erfüllt sind.

2) Formales: Zitierweise, Umfang, Diagramme und „Tiefe“ der Use Cases

Ein wichtiger Teil sind formale Erwartungen:

  • „Word mit korrekter Zitierweise“ heißt: Wenn ihr Gedanken, Modelle oder Aussagen aus Quellen übernehmt, müsst ihr sauber zitieren (klassische Zitierlogik).
  • Tiefe der Use Cases: Ihr sollt methodisch sauber zeigen, wie ihr zu Use Cases kommt – nicht so tun, als hättet ihr alle Details vom Kunden.
    • Startpunkt ist der kleinste gemeinsame Nenner („Ich will X erreichen…“).
    • Dann könnt ihr beispielhaft über Canvas/Methoden aus der Ausbildung ausarbeiten.
  • Eigene Ansätze sind ausdrücklich erwünscht: Trendanalyse, SWOT, Engpasskonzentrierte Strategie (EKS) oder andere passende Elemente – solange die Ausbildungslogik erkennbar bleibt.
  • Diagramme/Prozessgrafiken gehören in die 15–20 Seiten, nicht in einen „Ausweich“-Anhang (damit es keine Diskussion über den Umfang gibt).

3) Annahmen treffen – aber sauber markieren und herleiten

Weil im RFP wenig steht, ist klar:

  • Ihr dürft Annahmen treffen, wenn etwas nicht in der Aufgabenstellung steht.
  • Diese Annahmen müssen dokumentiert und als Annahmen erkennbar sein.
  • Professioneller Praxisbezug: „Aus dem RFP ist ersichtlich… / nicht ersichtlich… daher Annahme A für den weiteren Weg – zu validieren in Folgegesprächen.“
  • Zusätzlich könnt ihr Mitwirkungspflichten aufnehmen (typische Beratungsrealität).

Wichtige Differenzierung:

  • Nicht alles „ausdenken“, sondern dort Beispiele geben, wo der Prozess später über Workshops Klarheit schafft:
    • „Ein Use Case, der aus den Workshops entstehen könnte, wäre… (Beispiel).“

4) KI ist erlaubt – sogar erwünscht – aber nicht als Autopilot

Eine Kernbotschaft des Calls: Ihr sollt mit KI arbeiten.

  • Hausarbeit & Präsentation: KI-gestützt ausdrücklich okay (auch Tools wie Gamma).
  • Einschränkung: Multiple Choice ist ein strenges Setting ohne Hilfsmittel (Kamera/Desk-Check).
  • Qualitätsprinzip: „Erst du – dann KI – dann wieder du“.
    • KI-Texte müssen von euch entfloskelt werden (keine Standardphrasen, keine Emojis, keine leeren Werte-Sätze).
    • Die Präsentation ist mit drin, weil ein KI-generiertes Konzept schnell entsteht – aber ihr müsst es verstehen, präsentieren und verteidigen können.

Praktischer Hack:

  • Lasst die KI eure fertige Arbeit gegen die Bewertungskriterien abgleichen: „Hier ist meine Arbeit + Kriterien – wie gut erfülle ich sie? Was fehlt?“

5) AI Design Sprint: nur wenn es wirklich passt – und richtig einordnen

Die Frage, ob der AI Design Sprint in die Hausarbeit soll, wird differenziert beantwortet:

  • Ein sprintartiger Ansatz ist möglich, wenn er zum Case passt.
  • Kritikpunkt: Der AI Design Sprint wird eher taktisch eingeordnet und deckt die strategische Ebene oft nicht ausreichend ab.
  • Ausblick: Es wird überlegt, den AI Design Sprint zukünftig durch einen KI-Strategiesprint zu ersetzen, der besser an Terminologie, Canvasse und Ausbildungslogik andockt.
  • Empfehlung: Wenn Sprint, dann so, dass er an eure Methoden anschließt und nicht „verwirrt“.

6) Multiple Choice: Inhalte, Taktik, Ablauf, Stressmanagement

Der Call macht klar: Das Bauchkrummeln entsteht erfahrungsgemäß beim Multiple Choice, nicht bei Hausarbeit oder Präsentation.

  • 30 Fragen / 60 Minuten → etwa 2 Minuten pro Frage.
  • Pro Frage 4 Antwortmöglichkeiten.
  • Wichtig: Mindestens eine, maximal drei Antworten richtig (für eure Prüfung so kommuniziert).
  • Bestehen: 18 von 30 Punkten (bis zu 40 % falsch ist möglich).
  • Taktik:
    • Fragen markieren, später zurückkommen.
    • Nicht „verschlimmbessern“ durch endloses Umhaken.
    • Ruhig bleiben: Die Prüfenden gelten als hilfsbereit, Technik wird vorher erklärt.

Lernstrategien aus dem Call:

  • Eigene/Custom-GPTs für Trainingsfragen (Lernmodus vs. Prüfungsmodus).
  • Kompendium als Audio nutzen: Vorlesen lassen, ElevenLabs/NotebookLM/Word-Vorlesefunktion, „Podcast“-Ansatz fürs Wiederholen unterwegs.

7) Mündliche Prüfung: Präsentation + Fachgespräch (es ist die Verteidigung der Hausarbeit)

Missverständnis wird aufgelöst:

  • Die Präsentation hängt eng an der Hausarbeit: Ihr präsentiert die Ergebnisse/Logik eurer schriftlichen Arbeit.
  • Format:
    • 15 Minuten Präsentation
    • 10 Minuten Fachgespräch
    • Kommission entscheidet direkt im Anschluss.
  • Strukturhinweis aus der Folie:
    • Ausgangslage & Zielsetzung
    • Strategischer Ansatz
    • Taktische Ausarbeitung
    • Operative Umsetzung
    • Datenschutz & Ethik berücksichtigt

8) Termine, Tools und harte Regeln (damit niemand an Formalien scheitert)

Es werden organisatorische Eckpunkte betont:

  • Hausarbeit-Abgabe: spätestens 6. Februar, 24:00 Uhr (Upload über Prüfungsplattform).
  • Einladung/Infos zur Multiple Choice kommen (inkl. Technikcheck).
  • Tool für Multiple Choice: Alphaview (inkl. Hinweis auf Apple-Zusatzeinstellungen + Video).
  • Krankheit/Notfall: rechtzeitig beim TÜV abmelden und belegen, sonst gilt „nicht bestanden“.
  • Wiederholung:
    • pro Prüfungsteil einmal möglich
    • 400 Euro pro Teil
    • Wiederholung in der nächsten Kohorte, innerhalb eines Jahres
  • Zertifikat + öffentlich prüfbares TÜV-Signet (QR/Certipedia), deutsch/englisch.
  • Rezertifizierung nach 3 Jahren: u. a. Weiterbildung (Unterrichtseinheiten) + Workshop-Praxis (mehrere Workshops, definierter Stundenumfang).

9) Der mentale Rahmen zum Schluss: Fokus auf Kriterien, nicht verzetteln

Zum Ende wird der Mindset-Rahmen gesetzt:

  • Ihr seid gut ausgebildet, ihr könnt das.
  • Orientiert euch eng an Kriterien und Aufgabenstellung.
  • Hausarbeit ist machbar, Präsentation ebenso – der echte Aufwand ist oft die Multiple-Choice-Vorbereitung.
  • Investiert Zeit, nutzt Wiederholung clever, geht mit Zuversicht in die Prüfung.

Zusammenfassung

Bewertungsschwerpunkt: methodisch-strategischer Prozess (Rahmenbedingungen erfassen, Ablauf, Priorisierung, Ziele/Ressourcen/Stakeholder, KI-Unterstützung, Flexibilität). Hausarbeit: Use Cases methodisch + beispielhaft, Annahmen erlaubt aber dokumentieren; Diagramme innerhalb 15–20 Seiten; Zitierweise bei Quellen. KI ist erwünscht (Hausarbeit/Präsentation), aber „erst du–KI–du“, Floskeln entfernen; Präsentation dient der Verteidigung der Hausarbeit. Multiple Choice ohne Hilfsmittel: 30 Fragen/60 Min, mind. 1 max. 3 richtig, bestehen ab 18; Alphaview + Technikcheck; Termine, Abmeldung bei Krankheit, Wiederholung/Fees, Zertifikat + Rezertifizierung.

Info-Call zur TÜV Rheinland Prüfung & Zertifizierung – 02.12.2025

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Der Call eröffnet mit einer kurzen Orientierung der Teilnehmenden zur TÜV-Prüfung für die Qualifikation „KI-Strategieberater“. Es wird erfragt, wer sich sicher für die Prüfung anmelden wird, wer noch unsicher ist und wer aktuell nicht teilnehmen möchte. Ziel ist, Karin Pieber – verantwortlich für Organisation und Koordination der Zertifizierung – vorab einen Überblick über mögliche Teilnehmerzahlen zu geben.

Anschließend wird Karin auf die Bühne geholt, die seit der ersten Kohorte die komplette Abstimmung zwischen TÜV Rheinland, den Prüfern und dem Koerting Institute organisiert. Sie begleitet parallel über 40 Teilnehmer in einem anderen Zertifizierungsprogramm und führt dadurch sicher durch den Prüfungsprozess.

Überblick über Vorteile der TÜV-Zertifizierung

Karin stellt die Qualifikation vor: ein international anerkanntes TÜV-Zertifikat, das fachliche KI-Kompetenz sichtbar bestätigt, Vertrauen schafft und die Marktposition von Beratern stärkt. Es wird als Signal genutzt, das Qualität, Unabhängigkeit und transparente Prüfprozesse dokumentiert. Die Zertifizierung ermöglicht eine klare Differenzierung, stärkt Reputation und kann höhere Honorare rechtfertigen. Jeder erhält eine individuelle ID und ein TÜV-Siegel, das digital verifizierbar ist.

Aufbau des Prüfungsprozesses

Der Prüfungsprozess besteht aus drei Teilen:

  1. Schriftliche Hausarbeit (3 Wochen Zeit)
    Teilnehmer entwickeln eine methodisch fundierte KI-Strategie für einen vorgegebenen Anwendungsfall. Erwartet werden Analyse der Ausgangslage, ein Innovationsrahmen, strategische/taktische/operative Vorgehensweise, Use-Case-Priorisierung, Stakeholder-Einbindung, Datenschutz, Ethik, rechtliche Aspekte sowie ein Umsetzungsplan. Umfang: ca. 15–20 Seiten, inkl. Visualisierungen, korrekter Zitierweise. Die Bewertung erfolgt anhand klarer Kriterien (Struktur, Kontextverständnis, Planung, Anwendbarkeit, Integration von KI-Tools, Nachhaltigkeit). Bestanden bei 18/30 Punkten.
  2. Multiple-Choice-Prüfung (30 Fragen, 60 Minuten)
    Online über das System AlphaView. Fragen haben vier Antwortoptionen, 1–3 Antworten sind korrekt. Die Themen decken alle Inhalte der Ausbildung ab: Reifegradmodelle, Innovationsrahmen, strategische/taktische/operative Ansätze, Datenschutz, Ethik, EU AI Act, Tools, Frameworks, Customer Journey, Aufwand-Nutzen-Analysen. Teilnehmer müssen sich ausweisen, Arbeitsumgebung ausleuchten und dürfen keine Hilfsmittel nutzen (nur Papier, Stift, Wasser). Technischer Test ist im Vorfeld möglich.
  3. Mündliche Präsentation (15 Minuten plus 10 Minuten Fachgespräch)
    Online, in Anwesenheit eines TÜV-Prüfers und eines Vertreters des Koerting Institutes. Inhalt ist die Präsentation der Hausarbeit mit Fokus auf Struktur, Nutzenargumentation, methodische Herleitung, operative Umsetzung und Argumentationssicherheit. Auch hier gelten klare Bewertungskriterien. Direkt nach der Präsentation gibt es keine Ergebnisrückmeldung; Gesamtergebnis folgt mit Ausstellung des Zertifikats.

Ablaufplan und Termine

  • Anmeldung beim Körting Institut: sofort bis 12. Dezember, inkl. Bezahlung der Prüfungsgebühren.
  • Danach erhalten Teilnehmende einen Registrierungslink für die TÜV-Plattform (10 Tage geöffnet).
  • 16. Januar: Übermittlung der Hausarbeit durch den TÜV.
  • Drei Wochen Bearbeitungszeit, mit optionalem Q&A-Call am 22. Januar.
  • Korrektur der Hausarbeiten durch den TÜV.
  • 9. März: Multiple-Choice-Prüfung.
  • Direkt danach wird „bestanden / nicht bestanden“ kommuniziert.
  • Ab 14. März: Eintragung in Doodle-Liste für die mündliche Prüfung.
  • Mündliche Prüfungen: 21. und 24. März.
  • Zertifikate (deutsch + englisch) ca. 1–2 Wochen später; digitale TÜV-Signets etwas später.

Regelungen zu Wiederholungen

  • Jeder Prüfungsteil kann einmal wiederholt werden (Gebühr: 400 Euro).
  • Wiederholung innerhalb eines Jahres.
  • Nicht-Erscheinen ohne Attest gilt als nicht bestanden.
  • Fristversäumnisse (z. B. verspätete Abgabe der Hausarbeit) gelten ebenfalls als nicht bestanden.

Zertifikat, Signet und öffentliche Sichtbarkeit

  • Das Signet kann auf Website, Social Media, E-Mail-Signatur und Lebenslauf eingesetzt werden.
  • Die persönliche Zertifikats-ID ist in der TÜV-Datenbank „Certipedia“ weltweit abrufbar.
  • Dort sind Titel, Kompetenzen, Name, Land und Zahl der zertifizierten Personen öffentlich einsehbar.

Rezertifizierung

  • Alle drei Jahre möglich (Gebühr: 180 Euro).
  • Nachzuweisen sind mind. 16 Unterrichtseinheiten relevanter Weiterbildung sowie selbst durchgeführte Workshops im Umfang von 20 Stunden.
  • Einreichen erfolgt per Dokumentenprüfung.

Kosten

  • Erstzertifizierung: 1.200 Euro.
  • Wiederholungsprüfung je Teil: 400 Euro.
  • Rezertifizierung: 180 Euro.

Beantwortung von Fragen aus dem Chat

  • Herkunft der Aussage „Top 10“ wird beim TÜV geklärt; basiert auf TÜV-Angaben.
  • Mündliche Prüfung wird von TÜV-Prüfer plus Vertreter des Instituts durchgeführt; Auswahl erfolgt noch.
  • Alle Prüfungsteile sind online.
  • Hilfsmittel: MC-Prüfung strikt keine, Präsentation frei.
  • Fragen im MC-Test sind laut Erfahrung gut lösbar bei fundiertem Verständnis.
  • Empfehlung: Eigene Übungs-MC-Tests erstellen, z. B. mit GPT oder Werkzeugen wie Notable.
  • Kompendium-Kapitel mit Prüfungsrelevanz werden bereitgestellt.
  • Workshops für Rezertifizierung werden formlos dokumentiert; ein Nachweisbogen existiert vom TÜV.
  • Zertifikat ist international anerkannt; Relevanz variiert länderspezifisch, TÜV ist global bekannt.
  • Für Mac-User existieren spezielle technische Hinweise im TÜV-Video.
  • Zeitzonen bei mündlicher Prüfung sind flexibel planbar.
  • Präsentationen können KI-gestützt erstellt werden; Human-in-the-Loop ist jedoch entscheidend für die mündliche Verteidigung.
  • Hausarbeit entspricht einem praxisorientierten Angebotskonzept (ähnlich einem RFP). KI-Unterstützung ist ausdrücklich gewünscht, aber die inhaltliche Begründung erfolgt im Gespräch.

Der Call endet mit finalen Hinweisen zur Anmeldung, Terminklarheit und der Zusicherung, dass alle Teilnehmenden mit guter Vorbereitung erfolgreich bestehen können.