KULTUR & CHANGE ... September 2025

Change – 04.12.2025

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Zusammenfassung: Change Management in der KI-Transformation

In diesem Abschnitt der KI-Strategieberater-Ausbildung wird Change Management als kritischer Erfolgsfaktor für die Umsetzung von KI-Projekten hervorgehoben. Birgit betont, dass Veränderungen nicht nur auf Prozess- und Technologieebene stattfinden, sondern tief in die menschliche Ebene hineinwirken – bis hin zu Identität, Zugehörigkeit und individuellen Werten.

Anhand realer Unternehmensbeispiele, u. a. Klarna, wird gezeigt, wie mangelhafte Change-Prozesse nicht nur Mitarbeiter verunsichern, sondern auch Kundenzufriedenheit, Qualität und Unternehmensziele gefährden. Veränderung gelingt nur, wenn Betroffene nicht „mitgenommen“, sondern bewusst involviert werden.

Birgit stellt ein differenziertes Verständnis von Veränderungsebenen vor – vom reinen Kontextwechsel bis hin zur tiefgreifenden Identitätsveränderung. Sie nutzt dafür u. a. das Modell der „Sieben Fragen des Change“ (nach Robert Dilts), mit dem Berater Veränderungsprozesse gezielt begleiten und Widerstände konstruktiv nutzen können. Besonders betont wird die Bedeutung von Transparenz, Orientierung und Kommunikation.

Die Rolle von Widerstand wird nicht als störend, sondern als wertvolle Informationsquelle betrachtet. Kritiker sind oft frühe Warnsysteme und können wichtige Hinweise geben, um blinde Flecken im Transformationsprozess zu vermeiden.

Zahlreiche konkrete Formate und Werkzeuge werden vorgestellt – von individuellen Gesprächen, Change Agents und Stimmungsbarometern bis hin zu CEO-Kommunikation per Newsletter oder KI-generierten Avatar-Videos. Entscheidend ist: Veränderung braucht Zeit, Raum und Vertrauen, um akzeptiert und wirksam verankert zu werden.

Den Abschluss bildet ein starkes Plädoyer für die aktive Gestaltung des Wandels. Change Management darf nicht als „Nice-to-Have“ betrachtet werden, sondern ist integraler Bestandteil erfolgreicher KI-Transformation – strategisch, kulturell und menschlich.

Kulturelle Aspekte – 16.10.2025

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Zusammenfassung des Trainingscalls – Kultur & KI-Strategieberatung

In diesem hybriden Call wurde das Thema Kultur als entscheidender Erfolgsfaktor bei der Einführung von KI-Strategien beleuchtet. Birgit führte durch ein hochdifferenziertes Verständnis von Unternehmenskultur, bewusstseinsbasiertem Verhalten und systemischer Analyse.

Zentrale Inhalte:

  • Warum Kultur essenziell ist: Kultur beeinflusst maßgeblich die Wirksamkeit jeder Strategie. Sie bestimmt, wie Veränderungen – etwa die Einführung von KI – aufgenommen und gelebt werden.
  • Vielfalt von Unternehmenskulturen: Organisationen bestehen meist nicht aus einer homogenen Kultur, sondern aus diversen Subkulturen – je nach Abteilung, Rolle oder Führungsebene. Diese Unterschiede müssen identifiziert und berücksichtigt werden.
  • Vier-Quadranten-Modell nach Ken Wilber: Dieses Modell bietet eine strukturierte Perspektive auf Kultur – unterteilt in Innen/Außen und Individuum/Kollektiv:
    • Ich-Innen: Identität, Glaubenssätze, Motivation
    • Ich-Außen: Verhalten, Kommunikation, sichtbare Handlungen
    • Wir-Innen: Atmosphäre, Rituale, Teamdynamiken
    • Wir-Außen: Prozesse, Strukturen, Führungslogiken
  • Spiral Dynamics:
    Ein Entwicklungsmodell für Individuen und Organisationen, das unterschiedliche Bewusstseinsstufen erklärt – von machtorientiert (rot) bis systemisch-integral (gelb/türkis).
    Es wurde gezeigt, wie wichtig es ist, Menschen in ihrer jeweiligen Bewusstseinsstufe abzuholen, z. B. nicht mit Vision und Werten zu argumentieren, wenn das Gegenüber in einem stark regelbasierten (blauen) Denken verankert ist.
  • Integrale Landkarte:
    Dieses Modell kombiniert die vier Quadranten mit den Spiral Dynamics Ebenen und bietet eine differenzierte Diagnosemöglichkeit für Kultur und individuelle Haltung – sowohl auf Team- als auch auf Organisationsebene.
  • Methodische Umsetzung:
    Der Call betonte die Bedeutung von strukturierten und unstrukturierten Beobachtungen:

    • Strukturiert: Analyse von Leitbildern, Prozessen, Feedbacksystemen
    • Unstrukturiert: Gespräche auf dem Flur, in der Kaffeeküche, feine Beobachtungen im Arbeitsalltag
  • KI als Kulturveränderer:
    Die Einführung von KI wirkt tief in kulturelle Muster hinein. Sie verändert Kommunikation, Identität, Arbeitsweisen – und stellt die Frage: Wer sind wir als Organisation (noch), wenn wir KI einführen?
  • Praxisimpulse:
    • Konkrete Tools zur Einschätzung kultureller Reife
    • Fallbeispiele aus der Praxis und individuelle Erfahrungen der Teilnehmenden
    • Der Einsatz von KI (z. B. ChatGPT) zur Reflexion der eigenen Kommunikation und Zielgruppenansprache im Hinblick auf Bewusstseinsstufen
  • Zentrale Botschaft:
    Verstehen kommt vor Verändern.
    Wer Kultur nicht erkennt, kann keine nachhaltige Transformation gestalten – auch nicht mit KI.