SENSIBILISIERUNG ... September 2025

Sensibilisierung – Sieben Phasen der KI-Strategieberatung – 18.09.2025

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Zusammenfassung des Calls: Sieben Phasen der KI-Strategieberatung – Schwerpunkt Sensibilisierung

In diesem Trainingscall der KI-Strategieberater-Ausbildung wurden die sieben Phasen der strategischen KI-Beratung vorgestellt und die Phase der Sensibilisierung im Detail behandelt. Ziel war es, ein strukturiertes Verständnis für die schrittweise Entwicklung von KI-Projekten zu vermitteln – vom Erstkontakt mit dem Kunden bis hin zur nachhaltigen Umsetzung und Begleitung.

Die sieben Phasen der KI-Strategieberatung

  1. Anbahnung
    Erste Kontaktaufnahme und Qualifizierung: Vom Erstgespräch bis zum Auftrag. In dieser Phase wird der Status quo ermittelt, Zielbilder werden geklärt, Herausforderungen benannt und erste Impulse gesetzt. Oft werden bereits Mini-Workshops oder Vorab-Analysen eingesetzt, um den Bedarf zu schärfen und die Ausgangslage zu verstehen.
  2. Sensibilisierung
    Zentrale Phase, um ein Bewusstsein für die Möglichkeiten und Herausforderungen von KI zu schaffen. Kunden werden über Formate wie Vorträge, Reifegradanalysen oder Potenzialanalysen befähigt, sich fundiert mit KI auseinanderzusetzen. Ziel ist es, die Beteiligten so weit abzuholen, dass überhaupt sinnvoll mit ihnen gearbeitet werden kann.
  3. Rahmen (Einstieg)
    Gemeinsame Definition eines Innovationsrahmens mit sechs Leitfragen, um Klarheit über Ziele, Nutzen, Reichweite und Erfolgskriterien zu schaffen. Gerade bei komplexeren Vorhaben dient dieser Rahmen als Orientierung für alle Beteiligten.
  4. Strategische Phase
    Entwicklung oder Weiterentwicklung einer KI-First-Strategie bzw. eines KI-durchdrungenen Geschäftsmodells. In vielen Fällen wird auf bestehende Unternehmensstrategien aufgebaut. Diese Phase ist optional, jedoch essenziell, wenn KI nicht nur operativ, sondern strukturell wirken soll.
  5. Taktische Phase
    Identifikation konkreter Anwendungsfälle entlang von Prozessen, Produkten oder der Customer Journey. Beispiele aus der Praxis (z. B. Mainz 05 oder Vodafone) zeigen, wie durch gezielte Analyse von Engpässen oder Ideen systematisch KI-Potenziale erkannt und nutzbar gemacht werden können.
  6. Operative Phase
    Umsetzung der Anwendungsfälle in die Praxis. Die Beraterrolle wechselt hier zur Begleitung, Koordination und Qualitätssicherung. Häufig erfolgt die technische Realisierung durch interne IT-Abteilungen oder externe Partner.
  7. Begleitende Phase
    Nach der Umsetzung: Sicherstellung von Nachhaltigkeit, Weiterentwicklung der Lösungen, Etablierung im Alltag. Aufgrund des rasanten technologischen Fortschritts ist die laufende Weiterentwicklung von Lösungen und Kompetenzen entscheidend.

Schwerpunkt: Phase der Sensibilisierung

Die Sensibilisierung wurde als Schlüsselmoment für den erfolgreichen Einstieg in KI-Projekte hervorgehoben. Kernziele sind:

  • Problembewusstsein schaffen
  • Verständnis für KI-Potenziale aufbauen
  • Beteiligte emotional und inhaltlich abholen
  • Einstieg in die Veränderungsräume ermöglichen (von Ahnungslosigkeit bis zur Integration)

Das erweiterte Modell der „4+3 Räume der Veränderung“ wurde vorgestellt, das die emotionale Reise von Beteiligten beschreibt – von der Ahnungslosigkeit über Schock, Verneinung, Verwirrung bis hin zur Integration und Transformation.

Geeignete Formate zur Sensibilisierung sind:

  • Vorträge (Keynotes)
  • Mini-Workshops
  • Standortbestimmungen
  • Reifegradmodelle
  • Potenzialanalysen

Diese Formate eignen sich nicht nur als Einstieg, sondern auch als eigenständige Produkte, die messbaren Mehrwert liefern und den Weg für größere Projekte ebnen.

Diskussion und Praxisimpulse

In der Diskussion wurden folgende Punkte vertieft:

  • Wie lässt sich ein Projekt starten, wenn Kunden zwar „schnell loslegen“ wollen, aber keinen klaren Scope haben?
  • Wie entwickelt man aus kleinen, einfachen Use Cases umfassendere Transformationsvorhaben?
  • Wie geht man mit dem eigenen Kompetenzgrenzen um – insbesondere wenn technologische Tiefe gefordert ist?
  • Warum es sinnvoll ist, auf die eigene fachliche Herkunft zu bauen und KI als Werkzeug zu integrieren – nicht als alleinige Kompetenz.

Der Call vermittelte außerdem:
Beratung muss nicht alles selbst können, sondern orchestrieren, begleiten, Fragen stellen, Impulse geben und für Umsetzungspartner sorgen. Expertise bleibt wertvoll – KI ist Werkzeug, kein Ersatz.

Sensibilisierung – Keynote-Fragebogen, Reifegradmodell & Triadische Beratung – 23.09.2025

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Zusammenfassung des Trainingscalls

In diesem Trainingscall wird die Sensibilisierungsphase als zweite Stufe des KI-Strategieberatungsprozesses vertieft. Nach der Anbahnungsphase, in der erste Kontakte und grobe Bedarfe geklärt werden, geht es nun darum, Unternehmen zu aktivieren, ihre Perspektive auf KI zu erweitern und eine solide Grundlage für weitere Schritte zu schaffen. Die drei zentralen Werkzeuge dieser Phase: Keynote, Reifegradmodell und Fragebogen – eingebettet in den Ansatz der triadischen Beratung, in der auch die KI als strukturierende Instanz mitwirkt.

Keynote: Impuls und Irritation

Die Keynote fungiert als Einstiegsinstrument, das Organisationen auf das Thema KI vorbereitet. Sie soll Neugier wecken, Irritation erzeugen und erste Denkbewegungen auslösen – ohne sofort in Lösungen oder Technik zu verfallen.

  • Ziel ist es, mentale Verfügbarkeit für das Thema zu schaffen.
  • Sie bietet Beispiele und Geschichten, die Relevanz verdeutlichen.
  • Oft findet die Keynote in Veranstaltungen, Führungskräftemeetings oder Innovationsformaten statt.
  • Sie ist kein Pitch, sondern ein strategischer Impuls.

Wichtig: Veränderung beginnt selten mit einem klaren „Go“, sondern häufig mit einer produktiven Irritation – und genau diese soll die Keynote erzeugen.

Reifegradmodell: Standortbestimmung mit System

Das Reifegradmodell hilft dabei, den aktuellen Stand eines Unternehmens in Bezug auf KI systematisch zu erfassen. Es betrachtet sechs Dimensionen:

  1. Strategie
  2. Organisation
  3. Menschen & Kultur
  4. Daten & Technologie
  5. Prozesse & Kundenerlebnisse
  6. Recht & Ethik

Diese Einschätzung kann durch Interviews, Beobachtungen, Transkripte oder Online-Erhebungen erfolgen – optional unterstützt durch KI-gestützte Auswertungen. Die Ergebnisse dienen nicht nur der Reflexion, sondern auch als Grundlage für passgenaue Empfehlungen in der nächsten Beratungsphase.

Fragebogen: Reflexion als Vorbereitung

Ein vorbereitender Fragebogen sensibilisiert die Teilnehmenden und bringt ihre Sichtweisen, Erwartungen und Fragen frühzeitig ins Spiel. Er unterstützt die Strukturierung der Zusammenarbeit und liefert dem Berater wertvolle erste Eindrücke.

Typische Inhalte:

  • Erwartungshaltung gegenüber KI
  • Persönliche Erfahrungen
  • Einschätzung des Veränderungsbedarfs
  • Potenziale und Hürden im Unternehmen

Die Antworten lassen sich – je nach Setting – manuell oder KI-gestützt auswerten und ermöglichen einen gezielten Einstieg in die eigentliche Beratung.

Triadische Beratung: KI als dritter Akteur

Die KI übernimmt im Beratungsprozess eine eigenständige Rolle: nicht als technischer Helfer, sondern als dritte Perspektive, die Reflexion fördert, Diskussionen verdichtet und Struktur gibt.

Beispiele für den Einsatz:

  • Auswertung von Gruppendiskussionen
  • Textanalyse von Transkripten
  • Generierung von Hypothesen
  • Unterstützung bei der Visualisierung von Ergebnissen

Dieses triadische Modell verändert die klassische Berater-Kunde-Dynamik und eröffnet neue Möglichkeiten der Interaktion.