… vom Veränderungsmodell … über persönliche Klarheit hin zur KI in der Praxis ...

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Die sieben Räume der Veränderung – Navigieren im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz

Torsten vom Körting Institute gibt einen tiefgehenden Einblick in ein neues Modell, das die persönliche und organisationale Auseinandersetzung mit Veränderung im Kontext der Künstlichen Intelligenz beschreibt. Ausgangspunkt ist das etablierte Konzept der „vier Räume der Veränderung“ nach Claas Janssen. Doch Torsten zeigt auf, warum dieses Modell heute nicht mehr ausreicht – und ergänzt es um drei weitere Räume, die den aktuellen Herausforderungen gerecht werden.

Die klassischen vier Räume der Veränderung (nach Claas Janssen)

  1. Schock
    Der erste Moment des Nicht-Wahrhaben-Wollens. Beispiel: Eine unerwartete Entlassung oder die Einführung einer disruptiven Technologie wie KI.
  2. Verneinung
    Die innere Ablehnung, verbunden mit Gedanken wie „Das betrifft mich nicht“ oder „Das wird wieder verschwinden“.
  3. Verwirrung
    Erste Irritationen und Fragen entstehen. Betroffene suchen Orientierung, bewerten mögliche Auswirkungen und beginnen, über Konsequenzen nachzudenken.
  4. Akzeptanz
    Die Veränderung wird angenommen, man beginnt sich mit der neuen Realität zu arrangieren – ob freiwillig oder gezwungenermaßen.

Dieses Modell, so Torsten, ist in Zeiten exponentiellen Wandels jedoch nicht mehr ausreichend. Es bildet nicht mehr ab, wie Veränderungen heute tatsächlich erlebt und bewältigt werden.

Warum dieses Modell nicht mehr genügt

Anhand seines persönlichen Erlebnisses rund um die Einführung von ChatGPT im November 2022 zeigt Torsten auf, dass die Dynamik heutiger technologischer Umbrüche neue Anforderungen stellt. Die klassische Abfolge von Schock bis Akzeptanz reicht nicht mehr aus, um die Komplexität moderner Veränderungen – insbesondere durch KI – zu beschreiben.

Die drei ergänzenden Räume – das vollständige Modell

  1. Raum der Ahnungslosen
    Menschen, die die Veränderung noch gar nicht wahrgenommen haben. Auch Monate nach dem Start von ChatGPT kannten viele dessen Potenzial nicht. Dieser Raum ist der Startpunkt vieler Menschen – lange bevor Schock oder Verwirrung einsetzen.
  2. Raum der Integration
    Nach der Akzeptanz folgt die praktische Anwendung. Hier geht es darum, KI in den Alltag und die Arbeit zu integrieren, erste Schritte zu machen, zu experimentieren und ein Verständnis für die Funktionsweise zu entwickeln.
  3. Raum der Transformation
    Der reifste Zustand. KI wird jetzt produktiv und qualitativ hochwertig genutzt. Es geht nicht nur um Anwendung, sondern um bewusste Nutzung, Qualitätskontrolle und strategische Einbindung in Prozesse, Angebote und Kommunikation.

Ein persönlicher Veränderungszyklus

Torsten schildert eindrücklich, wie er selbst mehrfach diesen erweiterten Veränderungsprozess durchlaufen hat – jedes neue Feature, jede neue Entwicklung führt dazu, dass er sich erneut im Raum der Ahnungslosen wiederfindet. Er zeigt damit, wie kontinuierlich und zyklisch dieser Prozess in einer Welt fortschreitender KI-Entwicklung abläuft.

Reflexion: Wo stehst du gerade?

Zum Abschluss stellt Torsten die zentrale Frage: In welchem Raum befindest du dich aktuell?

  • Bist du noch ahnungslos, in der Verneinung oder bereits mitten in der Integration?
  • Was braucht es, um in den nächsten Raum zu wechseln?
  • Bist du bereit, deine Haltung zu überprüfen, Ängste abzulegen und die Chancen der KI aktiv für dich zu nutzen?

Er macht deutlich: Wer sich heute nicht mit der KI auseinandersetzt, riskiert, den Anschluss zu verlieren. Unternehmen, die KI ignorieren, könnten in fünf Jahren nicht mehr existieren – nicht aus Mangel an Technik, sondern an Veränderungsbereitschaft.

Fazit

Dieses erweiterte Modell der sieben Räume der Veränderung bietet eine kraftvolle Orientierung, um die tiefgreifenden Umbrüche unserer Zeit besser zu verstehen und produktiv zu gestalten. Es lädt zur bewussten Selbstreflexion ein und motiviert, den nächsten Schritt zu gehen – hin zu echter Transformation.

WAS BRAUCHT ES?

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„Die Lücke zwischen KI-Potenzial und Bewusstsein meistern“

In diesem Video führt Torsten vom Körting Institute durch einen fundierten und zugleich praxisnahen Denkprozess: Wie können wir die rasante Entwicklung Künstlicher Intelligenz nicht nur verstehen, sondern für unsere persönliche und berufliche Entwicklung wirksam nutzen?

Exponentielles KI-Wachstum trifft lineares Bewusstsein

Torsten startet mit einem historischen Rückblick auf das Mooresche Gesetz, das besagt, dass sich die Rechenleistung von Computern etwa alle 18 Monate verdoppelt. Dieses exponentielle Wachstum dient als Analogie für die heutigen Entwicklungen im Bereich Künstlicher Intelligenz. Allerdings geht es heute nicht nur um Rechenleistung – die Möglichkeiten der KI selbst verdoppeln sich alle dreieinhalb Monate.

Was früher fünfstellige Budgets und Wochen an Recherchearbeit erforderte, kann heute innerhalb von Minuten durch KI erledigt werden – sei es in der Analyse, Bildgenerierung, Marktbeobachtung oder bei der Produktion von Text- und Präsentationsmaterialien.

Die wachsende Lücke verstehen – und produktiv machen

Während die KI exponentiell voranschreitet, wächst unser Bewusstsein für konkrete Anwendungsfälle meist nur linear. Es entsteht eine Lücke zwischen dem technisch Möglichen und dem tatsächlich Genutzten.

Torsten plädiert dafür, diese Lücke nicht schließen zu wollen, sondern sie als gestaltbaren Korridor zu begreifen – einen Raum, in dem wir mit Klarheit und Struktur agieren können.

Das 4+1-Modell zur aktiven KI-Nutzung

Torsten stellt ein wirkungsvolles Modell vor, um diesen Korridor zu gestalten und KI sinnvoll im eigenen Kontext zu nutzen:

  1. Rolle erkennen und Perspektive einnehmen
    Wer bist du – beruflich, ehrenamtlich, privat? Deine Rolle definiert die Perspektive, aus der du auf KI blickst.
  2. Anwendungsfälle identifizieren
    Welche Aufgaben wiederholen sich? Wo liegen Zeitfresser, Chancen oder Probleme? Anwendungsfälle ergeben sich aus deinem Alltag.
  3. KI-Möglichkeiten erforschen
    Mit einem klaren Bedarf kannst du gezielt nach Lösungen suchen: Was kann die KI heute schon leisten – und wie?
  4. Ins Handeln kommen
    Ideen entfalten erst durch Umsetzung ihre Wirkung. Es braucht den Mut, Dinge auszuprobieren.
  5. (Plus 1) Leidenschaft und Energie entwickeln
    Ob aus Begeisterung oder aus Sorge, abgehängt zu werden – es braucht echten Antrieb, um KI wirklich in die eigene Arbeitsweise zu integrieren.

Klarheit reduziert Komplexität

Ein zentrales Learning: Wer seine Rolle und Perspektive kennt, erkennt schneller, was nicht relevant ist. Torsten nennt das Beispiel Microsoft Copilot – für ihn persönlich nicht von Bedeutung, weil es außerhalb seines Wirkungsrahmens liegt. Diese Klarheit schützt vor Ablenkung und ermöglicht Fokus.

Gleichzeitig wird das Bewusstsein für sinnvolle Anwendungsfelder geschärft, die im eigenen Alltag wirklich einen Unterschied machen.

Fazit

  • Die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz ist nicht aufzuhalten – aber sie ist gestaltbar.
  • Mit Klarheit über die eigene Rolle und Perspektive lassen sich relevante Anwendungsfälle erkennen und effektiv nutzen.
  • Wer bewusst handelt statt nur zu konsumieren, schafft sich einen produktiven Korridor zwischen technischer Entwicklung und individueller Anwendung.

Ausblick

Im nächsten Video führt Torsten durch den konkreten Prozess: Wie du deine Rolle schärfst, eine wirkungsvolle Perspektive einnimmst, die passenden Anwendungsfälle identifizierst – und wie du mit KI ganz praktisch und wirksam arbeitest.

ERSTE ANWENDUNGSFÄLLE

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KI-Anwendungsfälle aus deiner Rolle heraus erkennen und priorisieren

In diesem Trainingsvideo führt Torsten die Teilnehmer:innen durch einen strukturierten Reflexions- und Entwicklungsprozess, der dazu dient, wirksame Anwendungsfälle für Künstliche Intelligenz (KI) in der eigenen Lebens- und Berufsrealität zu erkennen und greifbar zu machen.

  1. Perspektivwechsel: Rolle und Relevanz als Ausgangspunkt

Torsten lädt dazu ein, bewusst in die eigene(n) Rolle(n) zu schauen – beruflich, privat, ehrenamtlich – und diese als Ausgangspunkt zu wählen, um daraus relevante Anwendungsfelder für KI abzuleiten. Er stellt die zentrale Frage:

Welche Rolle spielt in deinem Leben das größte Potenzial, um mit KI in Handlung zu kommen?

Dazu sollen Teilnehmer:innen zunächst 5–6 Rollen notieren, in denen sie aktuell aktiv sind, und reflektieren, wo sie Potenzial für KI sehen.

  1. Priorisierung und Vertiefung der Rollen

Anschließend folgt ein strukturierter Deep-Dive in die priorisierte Rolle:

  • Verantwortungen dieser Rolle
  • notwendige Fähigkeiten
  • typische Aktivitäten

Beispielhaft teilt Torsten seine Rolle als Unternehmer: von strategischem Denken bis hin zur Marketing- und Vertriebsarbeit.

  1. Sechs Reflexionsfelder zur Identifikation von KI-Anwendungsfällen

Teilnehmer:innen werden durch sechs Felder geführt, in denen potenzielle KI-Anwendungen verborgen sein können:

  1. Laufende oder geplante Projekte (z. B. Buch schreiben, Zertifizierung)
  2. Wiederkehrende Routinen (z. B. Newsletter, Buchhaltung, E-Mails)
  3. Chancen, die ergriffen werden könnten
  4. Herausforderungen, die zu bewältigen sind
  5. Zeitfresser, die Ressourcen binden
  6. Unzulänglichkeiten oder Schwächen, die blockieren

In jedem Feld sollen ein paar Stichpunkte gesammelt und anschließend die vielversprechendsten Themen umkringelt werden.

  1. Definition konkreter Anwendungsfälle – „Ich will … damit …“

Aus den umkringelten Punkten wird eine Liste erstellt mit der Struktur:

„Ich will … damit …“

Beispiel:

  • „Ich will endlich regelmäßig auf LinkedIn posten, damit ich als Autorität sichtbar werde und neue Kunden gewinne.“

Dies ermöglicht, aus diffusen Ideen greifbare KI-Anwendungsfälle zu formulieren.

  1. Priorisierung mit Aufwand-Nutzen-Matrix

Torsten führt ein einfaches Tool ein: die Aufwand-Nutzen-Matrix, um Anwendungsfälle strategisch zu priorisieren:

  • Hoher Nutzen & geringer Aufwand → sofort umsetzbar (z. B. Newsletter automatisieren)
  • Hoher Nutzen & hoher Aufwand → in Etappen denken (z. B. Buch in LinkedIn-Posts aufteilen)
  • Geringer Nutzen & hoher Aufwand → hinterfragen oder transformieren

Diese Matrix schafft Klarheit und Fokus in der Umsetzung.

  1. Erkenntnisse übertragen & Umsetzung starten

Zum Abschluss fordert Torsten auf:

  • Erkenntnisse aus der Matrix zu übertragen
  • konkrete nächste Schritte festzulegen
  • die Unterstützung der KI gezielt einzuplanen

Das entstandene Bewusstsein wird zum Kompass für die eigene KI-Nutzung – ob im Selbstlernen oder in einem Coaching-/Trainingskontext.

Fazit

Dieses Video bietet nicht nur Reflexion, sondern einen klar strukturierten Mini-Workshop, um:

  • die eigenen Rollen zu analysieren
  • potenzielle KI-Anwendungsfelder zu entdecken
  • diese konkret zu formulieren und strategisch zu priorisieren

Ziel: Mit KI nicht nur zu experimentieren, sondern ins wirksame Handeln zu kommen.